Korrekturspalte

Was die Entwickler bisher an Synfig verbessert haben, verraten die Release-Notes. Wir schauen einfach mal, was seit dem letzten Test funktioniert und was noch nicht. Zunächst die schlechte Nachricht: Synfig stürzt noch immer ab. Die derzeitige Entwicklerversion crasht aber sehr viel seltener als die 2005er-Version. So lassen sich die Keyframes nur per [Strg]+[Z] löschen, ohne dass Synfig abstürzt. Insgesamt kann man recht gut mit der Software arbeiten, regelmäßige Backups helfen gegen Frustrationen. Die Lokalisierung der Software ist bereits im Gange, aber die grafische Oberfläche liegt noch immer nur in englischer Sprache vor.

Filter und andere Elemente, über die Sie die geometrischen Figuren verändern, arbeiten nun besser. Auch das Rotieren klappt mittlerweile: Ähnlich wie beim oben erwähnten Farbverlauf legen Sie die Rotation einfach als Ebene über das Element, das Sie drehen wollen. Ein Feature, das Synfig noch fehlt, sind die Bones: Indem Sie den Figuren virtuelle Knochen verpassen, lassen sich Bewegungen wesentlich besser animieren.

Exportweltmeister

Eine fertige Animation exportieren Sie in verschiedene Formate. Dazu rufen Sie – noch immer – eine Konsole auf und wechseln in das Verzeichnis mit der SIF-Datei, die im Testfall fish.sif hieß. Geben Sie einfach synfig fish.sif ein, erzeugt Synfig pro Frame eine PNG-Grafik. Für 3 Sekunden Animation kommen 75 Bilder zusammen. Die PNGs verwandeln Sie mit Mencoder in einen Film (siehe Kasten "Filmreif") oder erzeugen alternativ über

$ synfig -t gif -Q 5 --fps 25 fish.sif

eine animierte GIF-Datei (-t gif), mit einer Framerate von 25 Bildern pro Sekunde (--fps 25) und in einer Qualität von 5 (-Q 5) auf einer Skala von 1 bis 10.

Filmreif

Installieren Sie Mencoder. Unter OpenSuse brauchen Sie dazu das Packman-Repository. Sie kopieren dann die folgende Zeile in eine leere Datei:

mencoder -sws 2 -oac copy -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vhq:vbitrate=629 -vf scale=320:240 -o ziel.avi mf://\*.png

Sie fügen darüber die Zeile #!/bin/sh ein und speichern das Skript unter dem Namen skript.sh im selben Verzeichnis wie die PNG-Bilder. Über chmod u+x skript.sh machen Sie es ausführbar und rufen es via ./skript.sh auf. Die Zeile erzeugt in einer Auflösung von 320x240 Pixel eine MPEG4-Datei namens ziel.avi, die Sie ganz normal mit Mplayer abspielen.

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