Leserbriefe
Freie Wahl, mündige Bürger
LU 12/2007, S. 3: Im letzten Editorial sprach sich Herr Pelkmann über Business-Strategien hinsichtlich des Erfolgs von Linux aus. Dabei wird Herr Luther dargestellt als jemand, der nicht weiß, wo es lang geht. Ich glaube Herr. Luther trägt zurecht seinen Namen, denn auch Martin Luther machte zu seiner Zeit aufmerksam auf Fehlentwicklungen und versuchte die Menschen wach zu rütteln. Ich schätze die Ausführungen von Chefredakteur Luther sehr, da sie mich immer wieder zum Nachdenken bringen. Man muss die Wahl haben, Ja oder Nein sagen dürfen, in einer Demokratie habe ich ja schließlich auch die Wahl. Und ich halte es für falsch mit GNU-Linux einen schnellen Erfolg à la Microsoft anzustreben – GNU-Linux ohne mündige Bürger wäre nicht das, was es ist. Stephan Diel
LinuxUser: Loriot würde sagen, da hängt ein Bild schief. Der "Herr Pelkmann", ich also, schätzt Herrn Luther wegen seines Sachverstands und seiner Fähigkeit, auch andere Meinungen zuzulassen als die seine. Insofern irren Sie mit Ihrer Ansicht, ich wollte seine Position unterminieren. Ich vertrete lediglich nicht die selbe Meinung wie er. Abgesehen davon, dass ein schneller Erfolg gegen Microsoft nicht zu erwarten ist, finde ich das Ziel absolut richtig, einen Erfolg neben Microsoft anzustreben. Was die Wahlfreiheit betrifft, haben Sie freilich grundsätzlich recht. Aber gibt es die Wahl tatsächlich? Ich meine nein, weil Linux immer noch keine echte Alternative darstellt, solange zum Beispiel staatliche Stellen Exklusivdeals mit Microsoft machen. Haben Sie denn die Wahl, wenn Sie beim Discounter einen PC erstehen? Wohl kaum.



