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Dieser Artikel stellt die drei schlanken Distributionen Mepis AntiX, Mitrax und Parted Magic vor. Alle drei befinden sich, zum Ausprobieren, auf der Heft-CD.
Dass Linux-Distributionen nicht zwingend auf fünf CDs oder eine doppellagige DVD benötigen, bewiesen findige Entwickler schon oft. Unter Einsatz eines modernen Unterbaus, aber schlank gehaltener Software gelingt es den Programmierern, Distributionen für verschiedene Zwecke zu bauen: Sei es, um alte Hardware wiederzubeleben, das persönliche Linux-System auf einem kleinen USB-Stick mitzunehmen oder als Systemadministrator ein leistungsfähiges Werkzeug zu haben. Drei solcher flinker Minikandidaten haben wir für Sie diesmal mit auf die Heft-CD genommen.
Mepis AntiX
Manchmal gibt es Distributionen, die auf der Variante einer Distribution basieren. So geschehen bei der kleinen, aber feinen Mepis AntiX [1]. Diese baut im Kern auf der aktuellen Mepis 7.0 auf, der wiederum Debian zu Grunde liegt. Grundanliegen der Entwickler war der Aufbau einer äußerst schlanken Linux-basierten Arbeitsumgebung.
So verspricht Mepis AntiX auf alten Rechnern mit nur 64 MByte RAM und einem Pentium-II-, beziehungsweise adäquaten AMD-Prozessor ein angenehmes und modernes Arbeiten, ohne den Verzicht auf multimediale Inhalte, wie Audio/Video oder Brennen. Die Plattformen K5 und K6 unterstützt AntiX nicht. Dabei achteten die Entwickler die Aktualität der Software. Die Kernel 2.6.22 verspricht eine umfassende Hardwareunterstützung und auch die restlichen Komponenten liegen in Ihrer jeweils neuen Version entweder direkt vor oder finden sich nach gelungener Installation in den Debian-Repositories.
Alles Live
Der Bootmanager bietet zwar über die Taste [F2] den Wechsel in die deutsche Sprache an, was aber nur für den Bootmanager selbst gilt. Von dort an hält sich Mepis AntiX inklusive Tastaturlayout an das Angelsächsische. Nach einem, für eine Live-CD sehr kurzem Bootvorgang erscheint das verträumte Hintergrundbild mit einem Login (Abbildung 1).
Über [F1] wählen Sie den Desktop aus. Es stehen der voreingestellte Fluxbox und Icewm (Abbildung 2) zur Auswahl an. Wie Sie aus dem sehr kleinen Beitext des Login-Bildschirm erfahren, lauten der Benutzername sowie das Passwort demo.
Der Fluxbox-Desktop (Abbildung 3) empfängt Sie mit einer so genannten Workspace-Leiste am oberen Bildschirmrand und einigen, das System betreffenden Informationen im integrierter Systemmonitor. Der erste Weg sollte Sie aber über das Menü (Klick mit der linken Maustaste) und der Auswahl von Keyboard zu einer deutschen Tastaturbelegung führen.
Über dieses Menü erreichen Sie auch die weitere Software. Für alle Bereiche gilt: Hier finden Sie nur kleine und schlanke Programme. Dabei erstaunt es, welche Vielfalt an Anwendungen die AntiX-Entwickler trotzdem anbieten. Das Hauptmenü unterteilt sich in fünf Abschnitte. Das erste enthält Einträge für die wichtigsten Tools: Browser (Iceweasel), Terminal (Wterm), Files (Rox-Filer), Email (Sylpheed Claws) und Screenshot. Der nächste Abschnitt weist auf die angebotene Software. Einen Überblick verschafft Tabelle "Mepis AntiX: Wichtige Software".
Mepis AntiX: Wichtige Software
| Themenbereich | Programme |
|---|---|
| Büro | AbiWord, Gnumeric, Editoren (Leafpad, Nano) |
| Grafik | MtPaint |
| Audio/Video | XMMS, MPlayer, Grip, Brasero, Streamtuner |
| Internet | Iceweasel, Sylpheed Claws, XChat, Irssi, Pidgin, Dillo |
Der Abschnitt Admin/Tools bedarf in den meisten Fällen das Root-Passworts. In der Live-Version lautet das einfach nur root. So verwenden Sie beispielsweise das Tool GParted, um die Partitionen auf einer Festplatte zu verwalten. Der Menüpunkt Admin/Tools | Mepis Admin | Install startet einen grafischen Installer (Abbildung 4), welcher das ganze, rund 300 MByte große System auf Festplatte bannt.



