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Der Werwolf im Mondschein

Fedora 8

Erste Schritte

Haben Sie das Netzwerk bereits während der Installation eingerichtet, meldet sich nach dem Start des installierten Systems der Updatemanager, um die bis dato aufgelaufenen Aktualisierungen zu installieren. Der Paketmanager Pirut erledigt den Job und arbeitet anschließend ausgesprochen zügig die Liste der Updates ab.

Über das Menü Anwendungen | Software hinzufügen/entfernen, bzw. System | Software hinzufügen/entfernen unter KDE, erreichen Sie die zentrale Softwareverwaltung, die sich in die sechs Verwaltungsgruppen Desktopumgebungen, Anwendungen, Softwareentwicklung, Server, Basissystem und Sprachen untergliedert. Diese wiederum fassen viele RPMs in Untergruppen zusammmen. So verbergen sich hinter der Verwaltungsgruppe Anwendungen die Programmpakete Bildungssoftware, Grafik oder auch Spiele und Zeitvertreib. Wer einzelne Softwarekomponenten installieren will, klickt ein solches Programmpaket an und betätigt weiter unten den Schalter Optional Packages.

Die Softwareverwaltung lässt sich durch die logischen Untergruppen kinderleicht bedienen: Eine Suchfunktion arbeitet schnell und zuverlässig. Haben Sie das fehlende Sprachpaket kde-i18n-German nachinstalliert, schreiten Sie zur Aktivierung der deutschen Sprache: Klicken Sie auf Control Center | Regional & Accessibility | Country/Region & Language und fügen Sie über den Schalter Add Language, German hinzu. Zugegeben – etwas viel Action für eine Lokalisation.

Der Paketmanager wirkt sehr einfach und schlank. Mit zwei Mausklicks stellen Sie den Standard-Desktop auf Gnome oder XFCE um. Der Download zieht sich hin, aber einfacher lässt sich ein Desktop kaum wechseln. Über das Menü Bearbeiten | Repositories binden Sie neue Paketquellen ein. Fedora bietet die Zweige Fedora, Development, Source, Testing und Update an. Weil Red Hat/Fedora keine Patente verletzen will, fehlen der Distribution viele multimediale Pakete, etwa zum Abspielen von MP3-Dateien. Hier springt das Livna-Projekt in die Bresche.

Für Sound und Bild

Das Livna-Projekt [5] ähnelt dem Packman-Repository unter OpenSuse. Um Ihre Paketverwaltung um die Livna-Quellen zu erweitern, schreiben Sie aber keine langen Adressen in Konfigurationsdateien, laden lediglich die Datei http://rpm.livna.org/livna-release-8.rpm herunter und installieren sie. Das funktioniert auch ganz automatisch, wenn Sie die Adresse im Browser Konqueror eingeben. Fedora öffnet das Paket dann mit Pirut, der es gleich installiert. Von nun an warten im Paketmanager unter Bearbeiten | Repositories auch die Einträge livna, livna-development, livna-source und livna-testing auf Sie. Sie installieren nun auch die MP3-Funktionalität oder diverse Codecs für MPlayer, Vlc und andere ohne weiteren Aufwand nach.

Bei aller Einfachheit beschränkt sich der Paketverwalter aber auch nur auf das Nötigste. Funktionen zum Verwalten unterschiedlicher Paketversionen fehlen beispielsweise.

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Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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