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Unfreundliche Nachbarn

Preview "UFO: Alien Invasion"

01.12.2007 Im rundenbasierten und quelloffenen Strategiespiel "UFO: Alien Invasion" verteidigen Sie unseren kleinen Planeten gegen laserschwingende Aliens.

Sind Sie auf der Suche nach einem Spiel, das strategisches Denken und Glück vereint, riskieren Sie am besten einen Blick auf TripleA: Es bringt nicht nur eine ansprechende Grafik, verschiedene Szenerien und Netzwerkunterstützung mit, sondern auch KI-Gegner. Aber noch wichtiger: TripleA macht süchtig und bietet Stunden solider Unterhaltung. Weil das Spiel unter Linux, Mac OS X und Windows läuft, spielen Sie es auch mit Freunden, die andere Plattformen nutzen.

Erste Schritte

Da TripleA auf Java basiert, müssen Sie die Java-Runtime-Environment (JRE) in Version 5.0 installieren, bevor Sie in den Genuss des Spiels kommen. Der Befehl java -version zeigt Ihnen die aktuell installierte Version. Die meisten Linux-Distributionen stellen die JRE über den Paketmanager zur Verfügung. Bei OpenSuse 10.2 brauchen Sie die Pakete java-1_5_0-sun und jpackage-jutils, Ubuntu-Nutzer installieren sun-java5-jre. Anschließend besuchen Sie die Projektseite des Spiels [1] und laden das neueste, etwa 12 MByte große Paket namens tripleaVersionall_platforms.zip herunter. Entpacken Sie das Archiv über den Konsolenbefehl unzip triplea[...].zip in einen Ordner in Ihrem Home-Verzeichnis (zum Beispiel /home/user/triplea). Rufen Sie dann ein Terminal auf und wechseln Sie in das Verzeichnis mit dem entpackten Spiel. Sie beginnen es, indem Sie über sh triplea_unix.sh das Startskript aufrufen.

Im Startfenster (Abbildung 1) konfigurieren Sie verschiedene wichtige Einstellungen. Wollen Sie nicht mit dem Standardspiel (Game Name: Classic) beginnen, wählen Sie eine andere Variante, indem Sie auf Load New Game klicken. TripleA bietet Ihnen zwölf verschiedene Szenarien zur Auswahl. Entscheiden Sie sich einfach für eine der angebotenen XML-Dateien. Im nächsten Schritt bestimmen Sie den Spieltyp – um TripleA auf dem lokalen Rechner zu spielen, klicken Sie auf Start Local Game. Das Spiel fragt nun, ob Sie gegen menschliche Gegner (was Sinn ergibt, wenn mehrere Leute an einem lokalen Rechner sitzen) oder die KI spielen wollen. Letztere ist nicht besonders ausgefeilt, genügt aber, um das Spiel interessant zu halten und funktioniert am besten mit der Classic-Variante.

Abbildung 1: Im Startfenster von TripleA legen Sie unter anderem fest, ob Sie über das Netzwerk spielen wollen oder per E-Mail.

Gemeinsam spielen

Wollen Sie TripleA mit anderen Nutzern über das lokale Netzwerk oder das Internet spielen, fungieren Sie entweder mit einem eigenen Server als Gastgeber für andere Spieler oder melden sich als Client bei einem TripleA-Server an.

Einen Server setzen Sie ohne Umstände auf, indem Sie auf den Button Host Networked Game klicken, sich einen Benutzernamen aussuchen und festlegen, welchen Port das Spiel verwendet. Soll es nur auf dem lokalen Rechner laufen, genügt der Standard-Port 3300. Wollen Sie, dass andere über das Internet auf Ihren Server zugreifen, wählen Sie den Port sorgfältig aus. Leiten Sie einen speziellen Port über Ihren Router weiter (Port Forwarding), etwa 5555 und setzen Sie diesen als Server-Port. Sie können das angebotene Spiel auch sicherheitshalber mit einem Passwort schützen – so dürfen nur Ihnen bekannte Spieler teilnehmen.

Nun wählen Sie, was für ein Szenario Sie hosten wollen: Klicken Sie auf Load New Game und suchen Sie wieder eine XML-Datei aus. Dann entfernen Sie die Häkchen aus den Checkboxen der Armeen, die externe Benutzer übernehmen dürfen. In Abbildung 2 befehligt der lokale Benutzer dmpop die deutsche Armee, die KI übernimmt die Japaner und die restlichen Armeen stehen anderen Spielern zur Verfügung. Läuft das Spiel, klinken sich weitere Spieler ein, indem sie auf den Knopf Connect to Networked Game klicken und dann die IP-Adresse und den von Ihnen festgelegten Server Port eingeben. Anschließend drücken die Mitspieler den Play-Button neben der Armee, mit der sie ins Feld ziehen wollen.

Abbildung 2: Wenn Sie ein Netzwerkspiel hosten, entfernen Sie die Häkchen neben den Armeen, damit externe Spieler sie auswählen dürfen.

Ein recht einzigartiges Feature von TripleA heißt Play by E-Mail (PBEM). Das erlaubt es den Spielern, wie der Name andeutet, ihre Spielzüge via E-Mail auszutauschen. Sie müssen also keinen Multiplayer-Server aufsetzen. Zugleich gibt es Spielern mehr Zeit, über den nächsten Zug nachzudenken. Um ein PBEM-Spiel zu starten, drücken Sie den mit PBEM Game beschrifteten Knopf, geben die E-Mail-Adressen der anderen Spieler ein und wählen einen Dice Server (etwa: Würfel-Server) aus dem Dropdownmenü aus. Der Würfel-Server schickt die Ergebnisse seiner virtuellen Würfe an die E-Mail-Adressen der Mitspieler. Über den Button Test Email überprüfen Sie, ob Ihre Konfiguration ordnungsgemäß arbeitet, dann rufen Sie ein reguläres Spiel auf.

Nicht zuletzt können Sie sich auch einfach einem laufendem Spiel anschließen, indem Sie einen so genannten Lobby-Server verwenden. Der fungiert als zentrale Sammelstelle für alle netzwerkbasierten Spiele und vereinfacht es allen, andere Anwender zu finden, die TripleA spielen. Ein Klick auf Find Games On The Lobby Server genügt.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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