Home / LinuxUser / 2007 / 12 / TV-Star

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

TV-Star

Linux auf Apples Settop-Box

01.12.2007 Der Apple-TV soll nach dem Willen von Steve Jobs die Kluft zwischen Computer und Breitbildfernseher schließen. Er eignet sich jedoch auch als günstiger Wohnzimmer- oder Büro-PC.

Im Grunde handelt es sich beim Apple-TV um einen kleinen PC mit niedrig getaktetem Intel-Core-Prozessor, einem Grafikchipsatz mit MPEG2-Decoder und einem Soundchip mit Standardchipsatz (siehe Tabelle "Apple-TV"). Die Box arbeitet praktisch lautlos und eignet sich dank Standardhardware auch als Linux-Rechner. Doch um Linux auf die Fernsehkiste aufzuspielen, müssen Sie zunächst mal an die Festplatte herankommen.

Von Haus aus bringt der Apple-Rechner weder ein DVD-Laufwerk mit, noch gibt es eine andere Möglichkeit, externe Installationsprogramme zu starten. Der Weg zu Linux auf dem Apple-TV führt also entweder über das Ausbauen der integrierten Festplatte oder über einen eigens erstellten USB-Bootstick. Der erspart Ihnen zwar das Öffnen des Geräts – die Linux-Installation gestaltet sich aber deutlich einfacher, wenn Sie die Platte ausbauen und an Ihren PC anschließen.

Apple-TV

Komponente

Beschreibung

Prozessor Pentium M "Crofton", 1 GHz
Hauptspeicher 256 MByte DDR2-667
Chipsatz Intel-ICH7-kompatibler Chipsatz (i945G)
Grafikkarte Nvidia Geforce Go 7300
Sound Realtek ALC885 7.1-Chipsatz (analoger und optischer Ausgang)
Festplatte 40 oder 160 Gigabyte P-ATA
LAN Realtek 8100C Gigabit Ethernet
WLAN Broadcom 4300 Expresscard-Modul
Anschlüsse DVI, HDMI, Komponentenausgang, LAN, USB(*)

(*) von der Standard-Firmware nicht unterstützt

Umbaumaßnahmen

Auf der extrahierten 2,5-Zoll-Harddisk des Apple richten Sie eine beliebige Linux-Distribution ein. Danach installieren Sie einen speziellen Bootloader vom Mactel-Linux-Projekt, der auf dem Apple-TV Ihren Linux-Kernel startet. Hier liegt gleichzeitig auch der einzige Pferdefuß im gesamten Prozedere: Den Bootloader finden Sie im Web zwar vorkompiliert zum Download; möchten Sie später jedoch Ihren eigenen Kernel auf dem Apple-TV einsetzen, müssen Sie diesen mitsamt dem Bootloader selber kompilieren. Dazu benötigen Sie einen Mac mit Intel-Prozessor und außerdem Apples Entwicklungssuite Xcode. Bevor Sie Ihrem Apple-TV mit einem eigenen Kernel zu Leibe rücken, sollten Sie also sicherstellen, dass Sie die genannten Voraussetzungen erfüllen.

Über die vier Torx-Schrauben, die den Apple-TV unter der grauen Gummimatte zusammenhalten, kommen Sie relativ leicht an die Hardware heran. Die Gummimatte lösen Sie am Besten, indem Sie langsam hinten am Gerät die Matte aus dem Rahmen ziehen. Halten Sie das Ober- und Unterteil des Apple-TV beim Lösen der Schrauben fest, denn die beiden Teile fallen auseinander, sobald Sie die letzte Schraube entfernen. Hier drohen unangenehme Folgen, denn die Festplatte ist am Boden des Apple-TV lediglich festgeklebt, nicht etwa angeschraubt. Entfernen Sie das IDE-Kabel und die Stromzufuhr und lösen Sie dann die Harddisk durch sanftes Ziehen von vorne. Im nächsten Schritt verbinden Sie die 2,5-Zoll-Festplatte mit Ihrem Computer. Dazu benötigen Sie einen 3,5-Zoll-Anschlussadapter, den Sie für um die 15 Euro in jedem besseren Computer-Laden bekommen. Verbinden Sie den Adapter mit Ihrer Festplatte und mit Ihrem Computer.

Die Platte vorbereiten

Bevor Sie aber irgendwelche Veränderungen an der Software vornehmen, sollten Sie unbedingt ein Backup aller Daten des Apple-TV machen. Der Apple-TV bringt von Werk aus zwei Festplattenpartitionen mit: Auf einer kleinen am Anfang der Platte liegt Mac OS (/dev/sdb1 auf unserem Testsystem), die weitaus größere ist für die Daten des Apple-TV vorgesehen (/dev/sdb4 auf unserem Testsystem). Diese nutzen Sie später, um Linux darauf zu installieren. Die Daten der Mac-OS-Partition sichern Sie mit dem Befehl:

dd if=/dev/sdXn
 of=backup-appletv.img bs=4k

Dabei ersetzen Sie /dev/sdXn durch den Namen der zugehörigen Gerätedatei. Erkennt Ihr Linux-System die Platte beispielsweise als /dev/sdb, so ersetzen Sie /dev/sdXn durch /dev/sdb1. Das Backup dauert rund 10 Minuten, das Image backup-appletv.img hatte auf unserem Testrechner eine Größe von 1,8 GByte.

Alternativ bietet sich an dieser Stelle die Gelegenheit, die Original-Platte des Apple-TV gegen eine größere zu ersetzen. Trennen Sie in diesem Fall nach dem Erstellen des Backups die Original-Platte von Ihrem PC, hängen Sie die neue, größere an und partitionieren Sie diese. Dann Spielen Sie per dd if=backup-appletv.img of=/dev/sdXn das Backup der ersten Apple-TV-Partition ein. Wie gehabt ersetzen Sie sdXn durch den echten Device-Namen, etwa sdb1.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

510 Hits
Wertung: 108 Punkte (5 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...