Installation

Wenn sie Puppy das erste Mal herunterfahren, startet eine interaktive Abfrage, ob Sie die Änderungen und Einstellungen speichern möchten. Falls ja, erzeugt das Verwaltungsprogramm eine Datei mit einer frei wählbaren Größe von 32 MByte bis 2 GByte und formatiert diese mit einem Ext2-Dateisystem.

Da Puppy darin nicht nur die Konfigurationseinstellungen speichert, sondern auch nachinstallierte oder heruntergeladene Dateien archiviert, sollte das Volumen des Images nicht zu klein ausfallen. Als Speicherort wählen Sie entweder die Festplatte oder auch andere Datenträger, wie etwa USB-Sticks. Soll das Image auf einer NTFS-Partition lagern, dann achten Sie darauf, dass diese zuvor defragmentiert wurde. Anderenfalls treten unter Umständen erhebliche Verzögerungen beim späteren Zugriff auf die Daten auf.

Beim Booten sucht und erkennt Puppy automatisch die Image-Datei, und hängt diese im Verzeichnis /mnt/home ein. Alle Änderungen und nachinstallierte Programme bleiben damit über einen Neustart des Live-Systems hinaus erhalten. Findet Puppy mehr als eine Image-Datei, fragt es nach, welche davon es verwenden soll.

Möchten Sie Puppy Linux installieren, dann starten Sie den Puppy universal Installer, den Sie im Menü unter Setup finden. Als Installationsziel stellt das Tool sowohl USB-Sticks als auch normale Festplatten zur Auswahl bereit. Nach dem Festlegen der Zielpartition entscheiden Sie die Art der Installation. Während FULL Puppy in einer eigenen Partition wie eine normale Linux-Distribution installiert, kopiert die Option FRUGAL lediglich die erforderlichen Dateien in ein Unterverzeichnis und richtet Puppy als koexistentes System ein, ohne die Partition zu verändern.

Abbildung 4: Puppys universal Installer richtet in Minutenschnelle die Distribution auf einem USB-Stick oder einer Festplatte ein.

Fazit

Puppy Linux mausert sich in der Version 3 zum beinahe perfekten Betriebssystem – nicht nur für alte Rechner. Wie diverse Derivate, die so genannten Puplets [7] belegen, eignet sich die Distribution hervorragend als Ausgangsbasis zum Erstellen eigener Mini-Distributionen. Das durchdachte Bedienkonzept, das für alle relevanten Konfigurationstätigkeiten die passende grafische Oberfläche bereitstellt, ermöglicht auch unerfahrenen Benutzern, das System in kurzer Zeit einzurichten und zu bedienen. Allerdings stehen für Puppy Linux derzeit keine deutschen Lokalisierungen zum Download bereit. Wer darauf nicht verzichten möchte, dem hilft das auf Puppy basierende Muppy [8], das jedoch als KDE-Anwendung recht hohe Systemressourcen benötigt.

Glossar

ACPI

Das Das Advanced Configuration and Power Management Interface (ACPI) ist ein offener Standard zur Energieverwaltung von Computern und Laptops, der den bisherigen Sparmodus APM (Advanced Power Management) ablöst.

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