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Mit Linux unterwegs

Fünf Linux-Notebooks im Test

Schlechte Karten

Fujitsu-Siemens Lifebook E8310

In letzter Minute erhielten wir von Lincomp [4] noch ein Lifebook der E-Serie von Fujitsu-Siemens mit vorinstalliertem Ubuntu 7.10 RC1 "Gutsy Gibbon". Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 1200 Euro richtet sich das Notebook eher an Business-Kunden. Dazu passt auch die Hardware mit einem 15-Zoll-TFT im konservativen XGA-Format (1024x768), einer seriellen und einer parallelen Schnittstelle sowie Gigabit-Ethernet- und 802.11n-Interfaces. Das Gerät bringt zudem einen Kartenleser für Smartcards mit, der allerdings unter Linux nicht funktioniert. Wäre dies der einzige Mangel des E8310, könnte man das Gerät noch als linuxtauglich einstufen. Das Lifebook hat aber noch weitere Schwachstellen:

  • Weder Ubuntu 7.10 noch OpenSuse 10.3 unterstützen das Speedstepping des Intel-Core-2-Duo-Prozessors,
  • die Helligkeit des Displays lässt sich nicht regeln,
  • die zusätzlichen Sondertasten senden keine Keycodes und
  • die Tastatur biegt sich bis zu 2 mm durch.

Bei diesen Problemen handelt sich in erster Linie um Hardware- beziehungsweise Treiberprobleme. Im jetzigen Zustand eignet sich der Rechner definitiv nicht als Linux-Laptop. Die CPU bleibt auch unter Last bei 800 MHz stehen, Sie können die volle Leistung der Dual-Core-CPU somit nicht nutzen. Durch den heruntergetakteten Prozessor verlängert sich zwar die Akkulaufzeit auf zwei Stunden, hingegen bleibt das Display immer auf der höchsten Helligkeitsstufe und untergräbt somit ein effektives Powermanagement. Die tatsächliche Akkulaufzeit konnten wir mangels Speedstepping nicht testen, Sie dürfte aber zwischen zwei und drei Stunden liegen.

Suspend-to-RAM funktioniert zwar unter Suse und Ubuntu, bei OpenSuse 10.3 bleibt das Display jedoch nach dem Resume auf der untersten Helligkeitsstufe: praktisch schwarz. Da es keine Möglichkeit gibt, das TFT heller zu stellen, müssen Sie den Rechner neu booten. Dieses Problem kennt man auch von Macbooks, das dort benutzte Tool backlight hilft aber beim Lincomp-Rechner nicht.

Fazit

Ein rundum zufriedenstellendes Linux-Notebook liefert lediglich Xephi in Form des 2 Kilo leichten Lambda 320N mit vorinstalliertem Ubuntu 7.04 und 3D-Desktop. Mit 850 Euro gehört das Gerät allerdings nicht zu den preiswertesten im Testfeld. Auch das etwas schwerere 14-Zoll-Modell von Xephi eignet sich gut als Linux-Notebook, es ist jedoch nicht wesentlich leichter als das Dell-Modell, kostet hingegen gut 200 Euro mehr.

Das beste Preis/Leistungsverhältnis bietet der Dell Inspiron 6400n. Für alle, die keine Probleme haben, ein Linux-System aufzusetzen, lässt sich das Dell-Notebook uneingeschränkt empfehlen. Hätte sich Dell beim Setup etwas mehr Mühe gegeben, würde der Rechner sogar das Prädikat "LinuxUser-Empfehlung" verdienen.

Steht der mobile Gebrauch des Notebooks im Vordergrund, spricht nichts gegen einen Kauf des (zwar etwas lauten) Hasee W225R. Es eignet sich auch ideal als Zweit-Notebook für unterwegs. Das Lifebook von Lincomp empfiehlt sich aufgrund mangelnder Hardwareunterstützung nicht als Linux-Laptop.

Testgeräte im Überblick

Modell

W225R

Lambda 320N

Lambda 206S

Inspiron 6400n

Lifebook E8310

Hersteller Hasee Inc. Hasee Inc. Hasee Inc. Dell Inc. Fujitsu-Siemens
Preis ca. 650 Euro 850 Euro 750 Euro ab 450 Euro 1200 Euro
Betriebssystem ohne Ubuntu 7.04 Ubuntu 7.04 Ubuntu 7.04 Ubuntu 7.10 RC1
Bezugsquelle http://www.tinxi.de/ http://www.xephi.co.uk/laptops/ http://www.xephi.co.uk/laptops/ http://www.dell.de/ubuntu https://de.lincomp.eu
Bemerkungen 4 Wochen Lieferzeit 10 Tage Lieferzeit

Prozessor und Speicher

CPU Intel Core Duo T2350 Intel Core Duo T2250 Intel Core Duo T2060 Intel Celeron M 520 Intel Centrino Duo T7100
Takfrequenz 1,8 GHz 1,8 GHz 1,6 GHz 1,6 GHz 1,8 GHz
RAM 1 x 2 GByte (1 Slot) 1 x 1 GByte (1 Slot) 1 x 512 MByte (1 Slot) 1 x 512 MByte (2 Slots) 1 x 1 GByte (2 Slots)

Grafik

Bildschirm 12,1 Zoll WXGA, spiegelnd 13,3 Zoll WXGA, spiegelnd 14,1 Zoll WXGA 15,4 Zol, WXGA 15 Zoll XGA
Auflösung (physikalisch/eingestellt) 1280x800 / – 1280x800 / 1280x800 1280x800 / 1280x800 1280x800 / 1024x786 1024x786 / 1024x786
Grafik ATI Radeon Xpress 200M (shared memory) Intel 945GM (GMA 950, shared memory) Intel 945GM (GMA 950, shared memory) Intel 945GM (GMA 950, shared memory) Intel GM965 (shared memory)
Ausgabeumschaltung nur durch Neustart des X-Servers nur durch Neustart des X-Servers nur durch Neustart des X-Servers X nur durch Neustart des X-Servers
3D-Desktop * X X * *

Ausstattung

Festplatte 80 GByte, SATA 80 GByte, SATA 60 GByte, SATA 60 GByte, SATA 80 GByte, SATA
CD/DVD DVD-RW DVD/CD-RW DVD/CD-RW DVD/CD-RW DVD+/-RW
Kommunikation Fast Ethernet, WLAN 802.11 b/g Fast Ethernet, WLAN 802.11 b/g Fast Ethernet, WLAN 802.11 b/g Fast Ethernet, WLAN 802.11 b/g, 56k-Modem Gigabit Ethernet, WLAN 802.11 b/g/n-draft
Peripherie 3 x USB 2.0, 1 x Firewire 400, 1 x ExpressCard/34 2 x USB 2.0, 1 x USB-Host 2.0, 1 x Firewire, 1 x CardBus 3 x USB 2.0, 1 x Firewire 400, 1 x CardBus, 1 x ExpressCard/54 4 x USB 2.0, 1 x Firewire 400, 1 x ExpressCard/54 4 x USB 2.0, 1 x ExpressCard/54, 1 x Cardbus, 1 x seriell, 1 x parallel
Audio/Video VGA, Mikrofon, Kopfhörer S-Video, VGA, Mikrofon, Kopfhörer S-Video, VGA, Mikrofon, Kopfhörer S-Video, VGA, Mikrofon, Kopfhörer S-Video, VGA, Mikrofon, Kopfhörer
Cardreader SD/MMC SD/MMC SD/MMC MS/MSPro, SD/MMC, xD SD/MMC/Smardcard
Webcam O O O O O
Fingerprintreader O O O O O
Gewicht 2 kg 2 kg 2,5 kg 2,9 kg 2,7 kg
Akkulaufzeit (ca.) 1,5 bis 2 Stunden 1,5 bis 2 Stunden 1,5 bis 2 Stunden 3 bis 4,5 Stunden 2 Stunden

Linux-Support

Sound * X X X X
Ethernet * X X X X
WLAN * (atheros) X (ipw3945) X (ipw3945) X (ipw3945) X (iwl4965)
Modem O O O X (Conexant HSF Modem) O
Bluetooth O O O O X
Firewire * X X X O

Touchpad, Sondertasten

3 Tasten * (emuliert) X (emuliert) X (emuliert) X (emuliert) X (emuliert)
Scrollfunktion * vertikal X, horizontal O O vertikal X, horizontal O vertikal X, horizontal O
Sondertasten O O X Lautstärke, Abspieltasten Lautstärke (restliche Tasten senden keine Keycodes)

Energiemanagement

Speedstep * X X O X
Suspend (Disk/RAM/Standby) * / * / O X / X / O X / X / O X / X / O X / X / O
LID Sleep/Wakeup * / * (nur Bildschirmsperre) * / * (nur Bildschirmsperre) * / * (nur Bildschirmsperre) * / * (nur Bildschirmsperre) * / * (nur Bildschirmsperre)

X=unterstützt O=nicht vorhanden *=unterstützt, aber nicht eingerichtet

Glossar

Whitelist

Im Gegensatz zur Blacklist, die nicht unterstützte Geräte oder Treiber auflistet, bringt eine Whitelist Informationen zu erlaubten Diensten oder unterstützten Geräten mit.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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