Home / LinuxUser / 2007 / 12 / Linux für die Hosentasche

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(241 Punkte bei 17 Stimmen)
Re: War doch klar...
(178 Punkte bei 7 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Linux für die Hosentasche

Linux auf dem USB-Stick

01.12.2007 USB-Sticks protzen mit immer mehr Speicher für immer weniger Geld. Zeit, mal ein portables Linux für die Hosentasche zu bauen. Wir zeigen drei Wege zum Linux-Stick.

Was dem Sanitäter sein Erste-Hilfe-Koffer, ist dem Linuxer seine Knoppix-DVD: Beide braucht man meist im Notfall und hat man am besten immer dabei. Wer aber heute was auf sich hält, trägt sein Linux natürlich auf einem USB-Stick spazieren, der dann möglichst lässig am Schlüsselbund hängt. Nicht nur kurieren Sie mit dem kleinen Plastikteil defekte Rechner, Sie haben auch stets Ihr maßgeschneidertes System dabei. Wir zeigen, wie Sie so ein System recht schnell installieren. Aber vorher noch eine Warnung: Linux mountet USB-Sticks unter Gerätenamen, die unter Umständen denen Ihrer Festplatte ähneln. Achten Sie also darauf, beim Installieren nicht aus Versehen die Platte zu löschen.

Bootprobleme

Nach wie vor booten nicht alle Rechner von USB-Sticks. Das BIOS des Rechners muss die Option anbieten, von USB-HDD zu booten. Das können Mainboards etwa seit der Jahrtausendwende, gerade bei älteren Rechnern funktionieren die Sticks daher potenziell nicht. Nutzen Sie zudem einen älteren USB-Stick, der USB 1.1 verwendet, stolpern eventuell neuere Rechner mit USB-2.0-Anschlüssen darüber – umgekehrt gilt das selbe. Passt indes alles, lädt der Rechner nach dem Einschalten den Bootloader direkt vom USB-Stick.

Reinen Tisch machen

Um Damn Small Linux (DSL) [1] auf den Stick zu spielen, partitionieren Sie ihn im ersten Schritt und erstellen ein Dateisystem darauf. Dazu fahren Sie ein bestehendes Linux hoch, öffnen eine Konsole und geben, mit Root-Rechten versehen, tail -f /var/log/messages ein. Stöpseln Sie den Stick nun an, erscheint eine Meldung, die zeigt, welche Gerätedatei Ihr Linux für den USB-Stick verwendet (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mit Hilfe des Tail-Befehls erfahren Sie beim Einstecken des USB-Sticks, welche Gerätedatei ihm Linux zuteilt.

Ubuntu, OpenSuse 10.2 und Suse Linux 10.1 mounten Sticks gewöhnlich automatisch (sie hängen USB-Sticks in das Verzeichnis /media ein) und zeigen die darauf enthaltenen Dateien im Konqueror oder Nautilus an. Andernfalls holen Sie das händisch nach. Geben Sie mit Root-Rechten

# mkdir -p /media/disk
# mount -t auto /dev/sdb1 /media/disk

ein, um den Stick, dem Linux die Gerätedatei /dev/sdb1 zuweist, im Verzeichnis /media/disk einzuhängen. Von diesem Verzeichnis gehen wir auch im folgenden aus, was Sie beachten sollten, falls es bei Ihnen anders heißt. Geben Sie mount ohne Parameter auf der Konsole ein, erfahren Sie gewöhnlich, wo Ihr Linux den Stick einhängt.

Basierend auf dieser Information überschreiben Sie die Daten auf dem gemounteten Stick, was ein paar Minuten dauert:

# cat /dev/zero > /dev/sdb

Lassen Sie die Nummer hinter sdb weg. Linux überschreibt nun wirklich sämtliche Daten – auch Informationen zur Partitionierung – mit Nullen aus /dev/zero. Zurück bleibt eine leere, nicht partitionierte "Festplatte" ohne Dateisystem. Ein No space left on device zeigt, dass Cat fertig ist (Abbildung 2). Unter Suse Linux müssen Sie den Befehl mit Root-Rechten aufrufen.

Abbildung 2: Überschreiben Sie mit Hilfe des Cat-Befehls den USB-Stick mit Nullen, löscht das sämtliche Informationen darauf, einschließlich Bootloader und Partitionstabelle.

Nun hängen Sie den Stick gegebenenfalls über sudo umount /dev/sdb1 wieder aus, ziehen ihn heraus und stecken ihn erneut in den USB-Slot. Dann formatieren Sie ihn: Geben Sie cfdisk /dev/sdb ein und erstellen Sie neue Partitionen. Unter OpenSuse brauchen Sie für diesen Schritt Root-Rechte, die Beschriftungen erscheinen hier auf Deutsch.

Wählen Sie mit Hilfe der Pfeiltasten New | Primary | Größe in MByte und drücken Sie jeweils [Eingabe], um den gesamten Stick mit einer Partition auszustatten. Wie auf einer Festplatte können Sie auch hier mehrere Partitionen anlegen. Sie müssen dies bei der Installation Ihres USB-Stick-Linux dann allerdings berücksichtigen und stets die passende Partition angeben. Alternativ zu Cfdisk setzen Sie Fdisk ein. Wie das funktioniert, zeigen wir später anhand der Installation von Pendrive Linux.

So erzeugen Sie eine primäre Partition auf dem Stick, die entweder die ganze Partition umfasst oder zumindest einen Teil davon (Abbildung 3). Über den Menüpunkt Bootable machen Sie den Stick bootfähig. Wollen Sie eine FAT32-Partition erstellen, um ein FAT32-Dateisystem zu nutzen, wählen Sie zudem [Type] und geben 0B ein. Abschließend wählen Sie [Write] und geben yes ein, um die Veränderungen auf den Stick zu schreiben. Zum Verlassen des Programms wählen Sie [Quit]. Meist müssen Sie den Stick anschließen herausziehen und erneut einstecken, damit das System die neue Partitionstabelle einliest.

Abbildung 3: Cfdisk in Aktion: Über ein Menü legen Sie recht schnell eine bootbare Linux-Partition an. Anschließend versehen Sie diese mit einem Dateisystem.

Nun spielen Sie das FAT32-Dateisystem auf den partitionierten, leeren Stick. Das erledigt der Befehl mkfs.vfat /dev/sdb1 zügig. Möchten Sie andere Dateisysteme nutzen, funktionieren auch die Befehle mkfs.ext2, mkfs.ext3 sowie mkfs.reiserfs. In diesem Fall müssen Sie allerdings als [Type] in Cfdisk 83 eingeben, was für Linux steht.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1158 Hits
Wertung: 55 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 3 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...