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KDE-News

01.12.2007

KDE 4 in der dritten Beta-Runde

Knapp zwei Monate vor dem geplanten Release-Termin im Dezember hat das KDE-Team mit "Cicker" die dritte und letzte Beta vor der Freigabe der endgültigen 4.0-Version vorgestellt. Das Paket umfasst die KDE-Distribution mit den Bibliothekpaketen Kdelibs und Kdepimlibs, die in Kdebase gebündelten Basisanwendungen wie Plasma, Dolphin oder Konqueror sowie die aus KDE 3.x gewohnten Programmpakete wie Edutainment, Graphics, Multimedia, Games oder PIM. Parallel dazu stellt auch das KOffice-Team eine Beta-Version des KDE 4-basierten KOffice 2.0 zum Test bereit.

KDE 4 Beta 3 soll ursächlich nicht etwa interessierten Benutzern als Test-Plattform dienen, sondern bietet portierungswilligen Entwicklern frühzeitig eine Entwicklungsplattform. Damit garantieren die Entwickler eine weitgehend stabile API, mit der sich KDE-3- Programm schon vor der offiziellen Freigabe von KDE 4 umstellen lassen.

Währen die meisten Anwendungen in dieser Beta weitgehend stabil laufen, unterstützt der Mail-Client KMail unter anderem IMAP-Konten noch nicht korrekt. Auch bei dem für die Benutzer zuerst sichtbaren Plasma, das nach dem Start von KDE den Desktop füllt, bleibt noch jede Menge Arbeit zu tun: Der Nachfolger des K-Menüs, das von Suse entwickelte Kickoff, haben die Entwickler zwar auf Plasma portiert. Jedoch war es zum Freigabetermin noch nicht ausgereift genug, um es in die Beta-Release zu schaffen.

Trotzdem zeigt das Plasma-Konzept eine enorme Wirkung, denn die Anzahl der Plasmoide – so der Name der Applets für Plasma – steigt ständig an. Neben dem ersten Applet, einer Analog-Uhr, gibt es nun unter anderem auch einen RSS-Reader, ein Wörterbuch-Frontend sowie einen interaktiven Bilderrahmen. Die kleinen Anwendungen dürften sich künftig ähnlicher Beliebtheit erfreuen wie die Widgets unter Mac OS X. Das liegt wohl nicht zuletzt an der Tatsache, dass die Plasmoids einen integrierten Bestandteil von Plasma bilden. Die Vorgänger-Technologie Superkaramba, die es bereits für KDE 3 gibt, müssen Benutzer dagegen nachinstallieren.

Wegen des fehlenden Startmenüs sollten Neugierige die CD "KDE Four Live" von Stephan Binner verwenden, die unter http://home.kde.org/~binner/kde-four-live/ zum Download bereitsteht. Der OpenSuse-Entwickler aktualisiert die Scheibe regelmäßig, sodass sie einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten an KDE 4 bietet. Entwickler sollten dagegen die aktuelle Version aus dem Subversion-Repository nach der Anleitung aus der KDE-Techbase unter http://techbase.kde.org selbst bauen.

kde-four-live.png

Stefan Binners Live-CD "KDE Four Live" zeigt KDE 4 jetzt auf Basis von OpenSuse 10.3.

Neuanstrich für KDE 3.5

Ungeachtet der Verzögerungen bei der Freigabe von KDE 4.0 haben die Entwickler der Desktopumgebung mit Version 3.5.8 eine weiteres Pflege-Release für den stabilen Zweig freigegeben. Es enthält vor allem Detailverbesserungen. Außerdem behoben die Entwickler mehrere hundert Fehler, etwa im Webbrowser Konqueror bei der Behandlung von HTTP-Verbindungen oder der Standardkonformität bei Cascading Stylesheets (CSS).

Das PDF-Anzeigeprogramm Kpdf lässt sich jetzt ferngesteuert per DCOP in den Präsentationsmodus versetzen. Außerdem behebt die neue Programmversion neben kleineren Problemen beim Drucken eine Sicherheitslücke in der PDF-Renderingkomponente Xpdf. Um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden, setzt der Kpdf-Nachfolger Poppler in KDE 4 auf die Xpdf-basierende Bibliothek Poppler, die man dann unabhängig von den benutzenden Programmen bei Sicherheitslücken aktualisieren kann.

Das Malprogramm Kolourpaint arbeitet jetzt besser mit OpenOffice und anderen Programmen zusammen, die nicht mit transparenten Pixeln umgehen können. Dies war in der Vergangenheit vor allem beim Copy & Paste ein Problem: OpenOffice zeigte statt Transparenz oft nur buntes Pixelrauschen. Akzepte setzt auch dieses Release im KDE-PIM-Modul: Einige Fehlerkorrekturen, die bislang der so genannten Enterprise-Version des Kolab-Konsortiums vorbehalten waren, flossen in KDE 3.5.8 ein.

Das auf OpenSync basierende Werkzeug Kitchensync erlaubt nun den Abgleich mit Motorola-Handys und Windows-CE-basierten Geräten via SyncCE. Wer seine Daten mit anderen Desktop-Organizern im Gleichtritt halten will, für den könnten die Anbindungen für Evolution 2 und Sunbird ein Grund zum Aktualisieren auf 3.5.8 sein. Unter http://www.kde.org/info/3.5.8.php finden Sie die Binärpakete und Repository-Links für nahezu alle bekannten Distributionen.

Postgres per Desktop verwalten.

Die Entwickler des Programms KPoGre haben die Version 1.5.4 des grafischen Frontends für das beliebte freie SQL-Datenbanksystem Postgres freigegeben. Das aktuelle Release stellt eine breite Palette von Funktionen zur Verwaltung von Postgres-Datenbanken bereit. Dazu gehören neben der SQL-Eingabe mit Ergebnisanzeige und Tabellensichten auf einzelne Datenbanken auch das Browsen durch die Datenbanken und Ansichten. Eigene Assistenten erleichtern Administrationsaufgaben und unterstützen beim Verwalten von Datenbank-Objekten und Zugriffsrechten.

KPoGre spielt dabei den Desktop-Vorteil aus: Im Gegensatz zu Anwendungen wie Phppgadmin erfordert das Programm keinen Webserver, sondern arbeitet als eigenständige Desktopanwendung, die lediglich die Qt- und KDE-Bibliotheken benötigt. Möchten Sie KPoGre ausprobieren, laden Sie die Quellpakete von http://kpogre.sourceforge.net herunter und übersetzen sie mit dem üblichen Dreisatz aus configure, make und make install.

kpogre.png

KPoGre verwaltet fast jeden Aspekt einer Postgres-Installation.

Bloggen ohne Browser

Benutzer des beliebten Blog-Dienstes LiveJournal oder einer Installation der gleichnamigen Blog-Software pflegen ihr Blog jetzt dank des Programms KLiveJournal auch ohne Umweg über einen Browser. Wer seinen Blog-Eintrag mit HTML anreichert, dem hilft das Programm mit Syntaxhervorhebung. Auch eine Rechtschreibkorrektur und das Einfügen von Verweisen per Drag & Drop beherrscht das Programm. Zusätzlich kann es Informationen zu Blog-Einträgen einspeisen, die auch LiveJournal anbietet. Dazu gehören der aktuelle Aufenthaltsort genauso wie der Gemütszustand und Tags. Die aktuelle Version 0.6 bringt zusätzlich eine Ansicht mit, in der sich der Status von LiveJournal-Freunden überblicken lässt.

klivejournal.jpg

Der Blog-Editor von KLiveJournal beherrscht Syntaxhervorhebung.

Elf Kerzen für KDE

Am 14. Oktober feierte das KDE-Projekt Geburtstag: Vor genau 11 Jahren gründete der Tübinger Student Matthias Ettrich mit einem Posting in die Newsgroup comp.os.linux.misc ein Software-Projekt mir dem Arbeitstitel "Kool Desktop Environment". Die Bezeichnung war eine Persiflage auf den Namen des damals unter Unix verbreiteten "Common Desktop Environment", eine einheitliche Benutzeroberfläche für Unix. Dass er dabei auf das damals für FSF-Begriffe noch unfreie Qt-Toolkit von Trolltech setzte, führte zwei Jahre später zur Gründung des Gnome-Projekts und wenig später zur GPLisierung von Qt. In seinem elften Lebensjahr stellt das Projekt mit der Freigabe von KDE 4 wichtige Weichen. Zeit zum Feiern dürfte es auch am Rande des Release-Events im Mountain View geben, wo Google und das KDE-Projekt Entwickler, Presse und jede Menge Prominenz geladen haben.

Notenverwaltung für Lehrer

Wer als Lehrer die Noten seiner Schüler verwalten möchte, muss deswegen nicht auf Linux verzichten: Das mit dem Basic-Dialekt Gambas entwickelte Programm Gradel erlaubt die Verwaltung von Schülern, Fächern und Aufgaben und erstellt übersichtliche Reports. Der Import erfolgt über CSV-Dateien. Einziger Wermutstropfen: Das Programm scheint sehr auf das amerikanische Notensystem eingerichtet zu sein. Wer es trotzdem ausprobieren möchte, lädt das Quellpaket von der Homepage http://gradel.sourceforge.net/ herunter. Ubuntu-Benutzer können dort sogar auf ein fertiges Binärpaket zurückgreifen.

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