Glücksspiel
DVB-T-Empfänger unter Linux
Ich glotz' TV
Eine schnelle, einfache und auch recht komfortable Lösung für das Digitalfernsehen unter Linux bietet Kaffeine. Hat KDE den DVB-T-Adapter erkannt, klicken Sie im Startbildschirm auf Digitales Fernsehen. Fehlt dieser Punkt, stimmt irgendetwas mit der Konfiguration des DVB-T-Empfängers nicht. Unter OpenSuse müssen Sie zudem die originale xine-lib-Version durch das Paket libxine1 von Packman ersetzen.
Hat alles geklappt, öffnet Kaffeine nun das Fenster zur Kanaleinstellung. Hier klicken Sie einfach auf Suche starten. Nach ein paar Minuten füllt sich die Liste auf der rechten Seite. Vergleichen Sie die dortigen Sender mit denen, die in Ihrer Region verfügbar sein sollten. Die entsprechenden Informationen erhalten Sie beispielsweise unter [1]. Glänzen einige der Sender durch Abwesenheit, sollten Sie die Antenne neu ausrichten. Ideal ist beispielsweise ein Platz auf einer Fensterbank, die in Richtung Sendemast zeigt.
Gaben Sie alle Sender beisammen, klicken Sie auf Alles auswählen, gefolgt von Ausgewählte hinzufügen und dann auf Fertig. Im Hauptfenster stehen jetzt alle Sender in der Liste am linken Rand zur Verfügung. Ein Doppelklick genügt, um das gewünschte Programm im rechten Bereich aufzurufen (Abbildung 4). Den ebenfalls mitgesendeten, elektronischen Programmführer (EPG) erreichen Sie über das dritte Symbol von links über dem Eingabefeld Filter.
Fazit
Das Ergebnis des Tests fällt ernüchternd aus. Fast jeder einzelne USB-Empfänger ist für sich genommen ein Sonderfall, selbst bei den unterstützen Exemplaren stehen zudem ohne passende Firmware aus dem Internet alle Räder still.
Glücklicherweise pflegt das Linuxtv.org-Projekt eine Liste mit allen funktionierenden DVB-T Empfängern [5]. Dort sollten Sie unbedingt vor einem Kauf vorbeischauen und die Kommentare zum anvisierten Modell genau studieren. Achten Sie darüber hinaus auch auf die exakte Modell- und Typbezeichnung: Manche Hersteller arbeiten mit ähnlichen Produktnamen für Modelle mit vollkommen anderer Technik, wie etwa Terratec bei der Cinergy HT USB XE und ihrer fast namensgleichen Schwester Cinergy T USB XE.
Als Lichtblick sei erwähnt, dass die funktionierenden Empfänger ein sehr gutes Bild lieferten. Den größten Einfluss auf die Darstellungsqualität nehmen sowieso die Sendeanstalten: Komprimieren die das Material zu stark, hilft auch der beste Empfänger nichts.
Glossar
DVB-T
Digital Video Broadcast – Terrestrial. Digital verbreitetes Fernsehen, das über eine kleine Zimmerantenne empfangen wird. Je nach Sendegebiet empfangen Sie damit bis zu 30 Programme in bester Bild- und Tonqualität.
[1] Digitales Antennenfernsehen: http://www.ueberallfernsehen.de
[2] Fernsehempfang unter Linux: http://www.linuxtv.org
[3] Alternative Linux-Treiber: http://mcentral.de
[4] DVB-Firmware-Dateien: http://konstantin.filtschew.de/v4l-firmware/
[5] Datenbank funktionierender DVB-T-Empfänger: http://www.linuxtv.org/wiki/index.php/DVB-T_Devices



