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01.12.2007

3D-Grafiken selbst gemacht

Blender gilt vielen aufgrund seines großen Funktionsumfangs unter Linux als Referenzprogramm für das Erstellen von 3D-Grafiken. Allerdings erfordert das Bedienen der Open-Source-Software in Teilen durchaus intensives Einarbeiten. Das verwundert angesichts der vielen Bearbeitungsmöglichkeiten nicht wirklich.

Da trifft es sich, dass Carsten Wartmann "Das Blender-Buch" geschrieben hat, in dem er den Leser anschaulich in das Programm und das Erstellen dreidimensionaler Grafiken einführt. Einsatzmöglichkeiten für die Software gibt es viele – auch im privaten Bereich: Wenn Sie nicht gerade Spiele programmieren, kommen beispielsweise Videosequenzen oder Gimmicks für die Webseite infrage. Dabei möchte das vorliegende Buch, das bereits in der dritten Auflage erscheint, gerade nicht ein weiteres Handbuch zum Programm sein, sondern wendet sich vielmehr an "Menschen, die einen schnellen, praktisch orientierten und kompakten Einstieg in die Welt der 3D-Grafik und -Animation suchen".

Das spiegelt sich auch im Buch wider: Nach einer relativ kurzen Überblick über das Modellieren von 3D-Grafiken und einem ebenso kompakten Einführung in die Grundfunktionen von Blender präsentiert der Autor die wichtigsten Anwendungen übersichtlich und didaktisch eingängig in sechs Tutorien zu Themen wie Animation, Materialien oder Echtzeitgrafik. Haben Sie die durchgearbeitet, kennen Sie gleichermaßen die Theorie mit den vielen Fachbegriffen wie die Praxis des räumlichen Modellierens. Als Lohn winken am Ende praktische Anleitungen zum Berechnen der fertigen Grafiken, die nach behutsamen Nachbearbeiten beeindruckend realistisch wirken. (tpe)

Info

Carsten Wartmann

Das Blender-Buch

dpunkt Verlag, 2007

ISBN: 978-3-89864-466-2

371 Seiten, 39 Euro

http://www.dpunkt.de

XML – das Leben nach dem Hype

Vor nicht allzu langer Zeit gehörte es noch zum guten Ton, mindestens einmal im Gespräch mit einem IT-Verantwortlichen oder Programmierer den Begriff "XML" zu erwähnen. Heute hat sich der Hype ein wenig gelegt und die flexible Markup-Sprache sich in vielen Bereichen etabliert. Mit dem Buch "Einstieg in XML" bietet Helmut Vonhoegen einen aktuellen Überblick über die Kernaspekte, die beim Umgang mit XML notwendig sind.

Es verwundert nicht, dass die drei größten Kapitel des Buchs die Themen XML-Schema (Definition von XML-Formaten), XSLT (Umwandeln von XML-Dokumenten) sowie dem Einsatz von XML in Office-Anwendungen widmen. Mit OpenOffice sowie den anderen freien Office-Paketen hat sich XML als Grundlage von Dokumenten für alle Einsatzgebiete im Büroalltag durchgesetzt und den Anwender einen offenen Standard beschert. Seine Stärken spielt XML aber vor allem als Container für Daten aller Art aus. XSLT eröffnet die Möglichkeit, diese in beliebigen Formate zu überführen.

Vonhoegen gibt nicht nur einen Überblick über die konkreten Techniken, sondern zeigt auch immer, wie diese zusammenhängen. Dabei berücksichtigt er auch die die Entwicklungen, die diese in den letzten Jahren durchgemacht haben. Die 4. aktualisierte Ausgabe des Buches bietet einen kompetenten Überblick über das Themenfeld XML. Das Buch geht nicht so weit in die Tiefe, wie viele Kompendien, konzentriert sich dafür aber auf das Wesentliche. (agr)

Info

Helmut Vonhoegen

Einstieg in XML

Galileo, 2007

34,90 Euro, 576 Seiten

ISBN: 978-3-8362-1074-4

http://www.galileo-computing.de

Embedded Linux von A bis Z

Neben dem Einsatz auf dem Server zählt die Verwendung in Embedded Systems zu den Gebieten, auf denen Linux sich bisher am nachhaltigsten positionieren konnte. Dabei reicht die Bandbreite vom Linux-Handy über Kühlschränke und Unterhaltungselektronik bis hin zu Steuerungsaufgaben in Waffensystemen. Das neuhochdeutsche "embedded" umfasst dabei auch die klassische Aufgabe von Kleinstcomputern: messen – steuern – regeln.

Wer mehr zu diesem Themenkomplex wissen will, greift zu "Linux Hardware Hackz" von Jürgen Plate. Ebenso sprachlich und didaktisch sauber aufbereitet wie profund beschreibt Plate in 14 Kapiteln alles, was es zum Thema Linux im Embedded-Einsatz zu wissen gibt. Das Spektrum reicht dabei vom Bau eines eigenen Linux-Derivats über Schnittstellenprogrammierung, der Ansteuerung von Displays und Motoren, der digitalen und analogen Ein/Ausgabe bis hin zur konkreten Datenauswertung. Dabei widmen sich naturgemäß umfangreiche Kapitel der A/D-Wandlung, dem Fernsteuern per IR und Funk sowie Sensoren aller Art.

Mit hohem Praxisbezug zeigt Plate Möglichkeiten zur Einbindung industrieller Fertigkomponenten auf, zahlreiche Schaltpläne und Tabellen machen Lust auf eigene Experimente und qualifizieren das Buch auch als Nachschlagewerk. All jenen, die sich nicht nur für die Software-Seite, sondern auch für den Einsatz von Linux mit Embedded-Hardware interessieren, kann man die "Linux Hardware Hackz" nur wärmstens empfehlen. (jlu)

Info

Jürgen Plate

Linux Hardware Hackz

Carl Hanser Verlag, 2007

ISBN 978-3-446-40783-1

462 Seiten, 39,90 Euro

http://www.hanser.de/computer/

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