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Nahtloser Übergang

Virtualbox 1.5.0

01.11.2007
In der neuen Version 1.5.0 bringt Innoteks beliebte Virtualbox jetzt Windows und Linux nahtlos unter einen Hut.

Schon seit einigen Jahren bietet Wine die Möglichkeit, Windows-Anwendungen unter Linux auszuführen. Während das bei einfachen Programmen ziemlich gut gelingt, hat der Anwender bei komplexeren Anwendungen wie Spielen allzu oft das Nachsehen. Einen Ausweg bietet das Virtualisieren des kompletten Betriebssystems, bei dem die Programme dann in ihrer "natürlichen" Umgebung starten. VMware, der Marktführer für entsprechende Software, bietet zwar leistungsfähige, aber auch kostenpflichtige Virtualisierungslösungen an. So weichen viele Anwender auf freie Lösungen wie Bochs oder Qemu aus. Allerdings glänzen beide Emulatoren weder durch Performance, noch bringen sie intuitive GUIs mit.

Anfang 2007 allerdings hat sich die Situation in diesem Marktsegment grundlegend verändert: Das Unternehmen Innotek veröffentlichte im Januar sein bis dahin weitgehend unbekanntes Produkt Virtualbox [1] in einer "Open Source Edition" unter der GPL. Die in Stuttgart ansässige Firma hat sich auf für Unternehmen maßgeschneiderte Virtualisierungslösungen spezialisiert. Innotek arbeitet früher mit Connectix zusammen, die ihrerseits mit dem Produkt Virtual PC recht erfolgreich war.

Kostenlos virtualisieren

Virtualbox gibt es in zwei Spielarten: Neben der zitierten Open-Source-Edition in Quellform offeriert Innotek auch eine fertig paketierte, binäre Variante. Letztere bietet gegenüber der freien Edition vier zusätzliche Features: Via RDP kommunizieren Sie mit der Sitzung in der virtuellen Maschine. Daneben unterstützt die Virtualbox-Binärversion USB 1.1/2.0 sowie USB über RDP: Zugriffe auf USB-Geräte innerhalb einer virtuellen Maschine stellen also kein Problem dar. Zum anderen freuen sich Poweruser sicherlich über die Unterstützung für iSCSI-Geräte. Diese stellt Virtualbox als ganz normale Laufwerke in der Maschine bereit. All diese Features will Innotek im Lauf der Zeit aber auch in die GPL-Version integrieren. Beide Virtualbox-Versionen dürfen Sie für private und akademische Zwecke kostenlos einsetzen.

In der neuen Version 1.5.0 haben die Entwickler besonderen Wert auf die Steigerung der Geschwindigkeit von RDP und der virtuellen Maschine gelegt. Zudem lassen sich Gastsysteme jetzt via PXE 2.1 starten, sodass Sie für die Installation eines Betriebssystems nicht mehr zwangsläufig lokale Medien benötigen. Stattdessen tut es auch ein PXE-Server im Netzwerk. Neu ist auch die Unterstützung für die 64-Bit-Version von Windows als Gast. Dazu benötigen Sie jedoch auch ein 64-Bit-Wirtssystem. Mit dem X.org-Server in der Version 1.3 – wie ihn die gängigen Distributionen wie Ubuntu, Fedora oder OpenSuse einsetzen – kommt die Virtualisierungslösung nun ebenfalls zurecht. Erstmals integrierte Innotek virtuelle serielle Ports, die sich im Menü Maschine | Ändern... konfigurieren lassen. Über diese Schnittstellen greifen Sie innerhalb der virtuellen Maschine bequem auf Geräte wie Modems zu.

Installation

Die Installation und der Start von Virtualbox erfolgen vollkommen unproblematisch. Debian- beziehungsweise Ubuntu-Benutzer tragen zur einfacheren Installation in die Datei /etc/apt/sources.list die auf der Download-Seite [2] angebotene Apt-Quelle ein und installieren Im Anschluss via Synaptic oder per apt-get Virtualbox. Die für den Betrieb notwendigen Kernelmodule übersetzt das Installationsprogramm ohne weiteres Zutun, sofern es die Linux-Kernel-Header und einen Compiler vorfindet. Im Anschluss gilt es noch, die zukünftigen Benutzer von Virtualbox in der Gruppe vboxusers einzutragen. Das erledigen Sie mit dem Befehl adduser Benutzer vboxusers.

Auch Benutzer anderer Distributionen lässt der Hersteller nicht im Regen stehen: Im Gegensatz zur Konkurrenz von Vmware hält Innotek eine breite Palette von Paketen für die verschiedensten Distributionen parat. Fehlt Ihre Distribution in der Liste, besorgen Sie sich die Binärdatei VirtualBox_1.5.0_Linux_x86.run und führen sie manuell als root aus.

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