Aufmacher

Fedora 8 im Vorabtest

Nummer 8 lebt

Mit der aktuellen Beta-2-Release geht Fedora 8 in den Feature-Freeze. Damit lohnt sich ein erster Blick auf die neue Version.

Mit großen Schritten bewegt sich Fedora [1] auf die Version 8 zu: Die zweite Beta mit dem Namen Fedora 8 Test 2 [2] trägt die offizielle Nummer 7.91 und steht bereits im Feature-Freeze. Wir untersuchen im Kurztest, auf was sich die Anwender der kommenden Nummer 8 freuen dürfen.

Installation mit Tücken

Der Bootbildschirm gibt sich sehr spartanisch und erst einmal in Englisch. Sie wählen die Option Install & upgrade an existing System und überspringen den anschließenden Test des DVD-Mediums mit SKIP: Die Prüfsumme der LinuxUser-Multiboot-DVD stimmt ohnehin nicht mit einer Fedora-CD überein.

Nun startet der Fedora-Installer Anaconda, in dem Sie erst einmal die Systemsprache auswählen. Das Partitionierungsprogramm offenbart bereits den Betastatus der Software: Die eigentlich logischen Dialoge durchscheinen die folgenden und lassen die Grafik dadurch schlechter erkennen. Wie bereits aus früheren Fedora-Versionen bekannt, lieben die Anaconda-Entwickler den ganzen Satz. So fallen Schaltertexte meist sehr großzügig aus und erklärende Texte helfen Unklarheiten zu beseitigen.

Die Option Alle Partitionen auf der Platte löschen und das Standard-Layout kreieren vermeiden Sie tunlichst und nutzen die Bedienerfreundlichkeit des Partitionierungstools, um Ihr bekanntes Festplattenlayout für eine Fedora-Testinstallation anzupassen. Da das System doch einiges an Platz belegt, sollte die Rootpartition wenigstens 5 GByte umfassen. Die Bootloaderkonfiguration trägt nur das neue Fedora-System ein. In unserem Test erkannte Anaconda weder ein vorhandenes OpenSuse noch eine Windows-XP-Partition. Mit dem Schalter Hinzufügen lassen sich aber fehlende Einträge nachholen, soweit Ihnen die Partitionsbezeichnung der weiteren Systeme bekannt ist.

In der Netzwerkkonfiguration tragen Sie die üblichen Parameter wie IP-Adresse, Gateway etc. ein. Auf einen sofortigen Test der Einstellungen verzichtet Anaconda. Nun legen Sie noch die Zeitzone, Systemzeit und das Root-Passwort fest, um zur Paketinstallation zu gelangen. Fedora fasst die vorhandene Software übersichtlich in Themengebiete und Paketgruppen zusammen. Hier wählen Sie auch, ob Sie Gnome (Vorgabe) oder KDE als Desktop nutzen möchten.

Das Auswählen des Depots Additional Fedora Software scheiterte mit einer englischen Fehlermeldung über einen nicht korrekt gesetzten Repository-Eintrag. Leider gibt es an dieser Stelle keine Möglichkeit, diesen anzupassen. Auch die Auswahl einer Paketgruppe mit Editoren quittierte Anaconda mit einer sehr langen Fehlermeldung, installierte das Paket aber anschließend klaglos.

Systemkonfiguration

Nach beendeter Installation wirft Fedora die DVD aus und startet das System neu. Ein schicker, in Blautönen gehaltener Bootsplash verdeckt die Bootinformationen und führt in die schrittweise Systemkonfiguration. Die Firewallkonfiguration schlägt dabei vor, den SSH-Server für externe Zugriffe zu öffnen. Weitere genutzte Dienste wählen Sie jeweils mit einem Häkchen aus. Nach dem Aktivieren von SELinux und der Installation eines NTP-Servers sieht das Konfigurationstool Smolt das Senden der gesammelten Hardwaredaten an das Fedora-Projekt vor. Das Erstellen eines ersten Benutzerkontos sowie das Einrichten der Soundkarte schließen die Systemkonfiguration ab.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Neues Design für Fedoras Installer

    Im Rahmen einer allgemeinen Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit hat die Red-Hat-Designerin Máirín Duffy Pläne für die Umgestaltung des Installers Anaconda vorgestellt.
  • Fedora 18 "Spherical Cow" im Überblick
    Zehn Wochen später als geplant geht Fedora 18 ins Rennen. Der Test zeigt, dass einige Schrauben beim Start noch nicht richtig fest saßen.
  • Fedora 17
    Fedora erfreut sich in Europa einer recht kleinen Fangemeinde, denn OpenSuse und Ubuntu dominieren den hiesigen Markt. Ob das System des amerikanischen Herstellers das Zeug zum Geheimtipp hat, zeigt der Test der frischen Version 17.
  • Aktuelles Linux mit Gnome 3.2.1 und Kernel 3.1
    Fedora wird mit der neuen Version 16 wieder dem selbst gestellten Anspruch gerecht, technisch auf dem aktuellen Stand zu sein. So gibt es Kernel 3.1 und das frische Gnome 3.2.1 als Standard-Desktop.
  • Bleeding Edge
    Auch beim jüngsten Spross seiner Distribution setzt das Fedora-Team wieder auf topaktuelle Software. Gelingt die Gratwanderung zwischen Aktualität und Stabilität?
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

zweites Bildschirm auf gleichem PC einrichten
H A, 30.09.2016 19:16, 2 Antworten
Hallo, ich habe Probleme mein zweites Bildschirm einzurichten.(Auf Debian Jessie mit Gnome) Ich...
Probleme mit MPC/MPD
Matthias Göhlen, 27.09.2016 13:39, 2 Antworten
Habe gerade mein erstes Raspi Projekt angefangen, typisches Einsteigerding: Vom Raspi 3B zum Radi...
Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 4 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...