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Neu aufgespielt

Ogg- und MP3-Player von Cowon

01.11.2007 Mit dem iAudio 7 stellt Cowon einen Ogg-Vorbis-kompatiblen MP3-Player bereit, der mit bis zu 60 Stunden Akkulaufzeit glänzt.

Steckbrief

Hersteller Cowon
Typ iAudio 7
Abmessungen 7,6 x 3,6 x 2 cm
Gewicht 53g
Unterstützte Formate MP3, WMA (inkl. DRM), Ogg Vorbis, Flac, ASF, WAV, JPEG
Preis (ca.) 4-GByte-Version 190 Euro, 8-GByte-Version 240 Euro

Cowon setzt mit dem iAudio 7 neue Maßstäbe in der Akkulaufzeit. Im Unterschied zum Vorgängermodell [1] hat sich jedoch nicht nur das Durchhaltevermögen geändert: Der neue Player bringt keine Festplatte mehr mit, sondern setzt auf Flash-Speicher. Er bootet deutlich schneller, und während der Navigation gibt es praktisch keine Wartezeiten mehr. Trotz des größeren Akkus wiegt das neue Modell mit 53 Gramm rund 10 Gramm weniger als der iAudio 6.

Abbildung 1: Der Cowon iAudio7 setzt in Sachen Akkulaufzeit neue Maßstäbe.

Cowon bietet den Player in zwei verschiedenen Speichergrößen und zwei Farbnuancen (schwarz-rot oder schwarz-silber) an: Modelle mit 4 GByte Speicher kosten rund 200 Euro, die 8-GByte-Variante schlägt mit knapp 250 Euro zu Buche. Eine 16-GByte-Version plant das Unternehmen für das vierte Quartal 2007. Abgesehen von den Farbvarianten deckt sich das Äußere des neuen iAudios komplett mit dem Vorgänger.

Wir testeten den iAudio 7 mit der Firmware-Version 1.13. Sie finden diese als ZIP-Datei auf der deutschen Homepage von Cowon [2]. Das Firmware-Update funktioniert auch unter Linux. Kopieren Sie dazu einfach die Datei I7_FW.BIN ins Wurzelverzeichnis des Players und starten Sie den iAudio 7 neu.

Guter Ogg-Support

Der iAudio 7 wertet auch die Metainformationen von Ogg-Dateien aus, was sonst nur wenige Geräte beherrschen. Er zeigt bei der Wiedergabe den Interpreten, den Albumtitel und das aktuelle Stück an. Sie müssen Ihre Musiksammlung also nicht ins MP3-Format umwandeln, um zu einer Titelanzeige zu kommen. In der Grundeinstellung sortiert der Cowon-Player die Musik nach den Ordnern im Dateisystem. Bevorzugen Sie eine nach Interpret, Album und Titel geordnete Liste, wie das zum Beispiel bei iPod standardmäßig der Fall ist, schalten Sie im Menü Einstellungen | Allgemeines | Dateibrowser den iAudio 7 von File auf Music um. Danach müssen Sie den Player neu starten. In den Tests wertete der Player aber anschließend die Ogg-Metainformationen nicht mehr aus, nur MP3-Songs waren korrekt eingeordnet. Im gleichen Menü richten Sie unter USB-Verbindung auch das Media Transfer Protocol ein, falls Sie das möchten. Dazu ändern Sie den Eintrag UMS zu MTP.

Der iAudio 7 verfügt über ein eingebautes Mikrofon und nimmt über den Line-In-Eingang Audiosignale von anderen Quellen auf. Line-In- und Sprachaufnahmen speichert der Player allerdings im WMA-Format. Die Musikqualität des iAudio 7 überzeugt mit satten Bässen und ausgeglichenen Höhen. Auch über die Hifi-Anlage macht der Player eine gute Figur. Die mitgelieferten Ohrhörer stellen allerdings nur vorübergehend zufrieden.

Keine Videos

Im Unterschied zu früheren Cowon-Playern gelang es in den Tests nicht, mittels Mencoder, Transcode oder Ffmpeg ein mit dem Player kompatibles Video zu erstellen. Obwohl Framerate, Auflösung und Codec mit den Beispielvideos auf dem Player übereinstimmten, weigerte sich der iAudio 7, von uns konvertierte Filme abzuspielen. Sie sind dazu somit auf die Windows-Software Jet-Audio angewiesen. Da Videos auf dem sehr kleinen Display aber nicht allzu viel Vergnügen bereiten, stellt das nur ein kleines Manko des Players dar.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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