Aufmacher

Alt, aber kraftvoll

Mutt versus Alpine: Konsolen-Mailer im Vergleich

01.11.2007
Sie haben die Nase voll von Mailprogrammen, die auf klickbare Oberflächen, Maus und Popupmenüs angewiesen sind? Dann sind Pine oder Mutt das Richtige für Sie..

Mutt [1] und Pine [2] gehören zu den Mammutbäumen im Dschungel der Mailer. Ihre Wurzeln reichen mehr als zehn Jahre zurück, doch trotz des Alters entwickeln auch heute noch weltweit viele Aktive an dem Programmen mit. Mutt erreichte im Juni diesen Jahres mit der Entwicklerversion die Nummer 1.5.16; Pine erfreut sich dank Umstrukturierungen im Quellcode unter dem Namen Alpine [3] eines höchst lebendigen Daseins. Für die Qualität der Programme spricht, dass sich selbst desktoporientierte Distributoren wie Ubuntu nicht scheuen, beide Mailer in ihr Repository aufzunehmen.

Los geht's

Eine Binsenweisheit lautet, dass der erste Eindruck oft täuscht. Besonders Alpine bestätigt dies: Nach dem Aufruf von alpine im Xterm wirkt das Programm mit seiner gegliederten Startseite geradezu einsteigerfreundlich. Der Reihe nach präsentieren sich verschiedene kommentierte Punkte, wie SETUP für die Einstellungen oder FOLDER LIST für die Mail-Ordner samt den dazugehörigen Tastaturkürzeln. In der unteren Leiste des Programms finden sich weitere Befehle – leider allesamt in englisch ohne Internationalisierung.

Welche Sprache?

Mutt präsentiert sich an dieser Stelle optisch weniger üppig mit der leeren Inbox des Anwenders, also zum Beispiel /var/spool/mail/USER. Erst auf Nachfrage legt der Client das Verzeichnis ~/Mail zum Speichern der lokalen Nachrichten an. Alpine begnügt sich mit dem knappen Hinweis, dass es nun das Verzeichnis ~/mail erstellt. Einen weiteren Pluspunkt verbucht Mutt an dieser Stelle für die Tatsache, dass die Kopfleiste mit den gängigsten Tastaturbefehlen, wie der Rest des Programms, in deutsch vorliegt.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Es muss nicht immer Netscape sein
    Kommunikation heißt das zweite Standbein unseres Schwerpunktes in dieser Ausgabe. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel drei Mail-Clients vor – zwei als X11-Anwendung, also mit grafischer Oberfläche, und einen konsolenbasierten.
  • Ein neuer Mailer: Mutt – Next Generation
    Mutt ist einer der beliebtesten Mailer der Kommandozeile mit einer langen Entstehungsgeschichte. Das Projekt "Mutt – Next Generation" tritt an, um den Anwendern einen generalüberholten Mailer mit vielen neuen Eigenschaften zu präsentieren.
  • Einstieg in einen kommandozeilenbasierten Mail-Reader
    "Warum soll ich mich da einarbeiten und dafür auch noch einen Mail-Server aufsetzen?" fragt sich der Anwender, nachdem er die Liste mit rund 250 Einträgen für die Tastenfunktionen des mutt gesehen hat. Und klickt auf den Link zum Netscape Messenger. Doch der Mail Client mutt lässt sich schon mit einer Hand voll Anweisungen und einigen Einträgen in seiner Konfigurationsdatei ~/.muttrc sinnvoll bedienen, und er entschädigt den Benutzer mit etlichen Features schnell für die spröde, textbasierte Oberfläche: Optionale POP3- und IMAP-Unterstützung, PGP und Threading bietet mutt ebenso wie Makros, Scoring, freie Tastaturbelegung und das Suchen nach Mustern. Selbst Datenbanken, Viewer und Web Browser können problemlos eingebunden werden.
  • Handgestrickt
    Mails professionell verwalten ohne Maus: Mit dem textbasierten Mailclient Mutt stehen Ihnen eine unerreichte Funktionsvielfalt und beinahe unendliche Konfigurationsmöglichkeiten offen.
  • Software
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2014: ANONYM & SICHER

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 4 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...
Brother Drucker MFC-7420
helmut berger, 11.11.2014 12:40, 1 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu 14.04-Nutzer...
Treiber für Drucker brother MFC-7420
helmut berger, 10.11.2014 16:05, 2 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu12.14-Nutzer u...
Can't find X includes.
Roland Welcker, 05.11.2014 14:39, 1 Antworten
Diese Meldung erhalte ich beim Versuch, kdar zu installieren. OpenSuse 12.3. Gruß an alle Linuxf...
DVDs über einen geeigneten DLNA-Server schauen
GoaSkin , 03.11.2014 17:19, 0 Antworten
Mein DVD-Player wird fast nie genutzt. Darum möchte ich ihn eigentlich gerne abbauen. Dennoch wür...