Leserbriefe

Zwischen den Welten

Das Thema systemübergreifender Software spielt wahrscheinlich nicht nur für mich eine große Rolle, der ich ständig zwischen Mac OS X, Windows XP und Gentoo wechseln muss. Viele andere private Linux-Anwender sitzen beruflich doch vor einem Windows. Irgendwann ist der Lernwille dann einfach mal ausgeschöpft und man ist froh, sich für diese und jene Aufgabe nicht schon wieder umstellen zu müssen.

Vielleicht ließe sich deshalb prinzipiell bei Beiträgen zu Software kurz mit erwähnen, für welche Systeme sie verfügbar ist (wie es ja manchmal schon geschieht). Noch einfacher wäre es, wenn das durch kleine Icons am Seitenrand symbolisiert würde: Dann müssten Sie im Text nicht extra darauf eingehen. Schließlich soll Ihr Blatt ein Linux-Magazin bleiben. Wieland Wotte

LinuxUser:Diese Anregung möchten wir hier allgemein zur Diskussion stellen – zusammen mit der logischen Anschlussfrage: Fänden Sie es wünschenswert, dann auf der Heft-CD/DVD auch die Programmversionen für Windows und Mac OS X zu finden? (jlu)

SiS-Grafik mit SAM-Linux

LU 10/2007: Die Ausgabe 10 gefällt mir sehr gut, und die Berichte über ältere Hardware und deren Betrieb mit Linux sind sehr hilfreich. Einige der Tuning-Tipps (etwa das Abschalten ungenutzter Systemdienste) werde ich mal testen. Ich selbst betreibe mittlerweile meinen alten Laptop (Pentium-3 700 MHz, 320 MByte RAM mit Shared Memory für den Grafikchip) mit SAM-Linux und bin damit äußerst zufrieden.

Zwar gab es einige Hindernisse zu umschiffen – wie etwa, dass der grafische Desktop nicht starten wollte, da es Probleme mit den Treibern für den SiS-Grafikchip gab. Das ließ sich aber durch die Unterstützung der deutschen Community recht schnell erledigen. Eine Art How-To zur Aktivierung des SiS-Chips unter SAM habe ich den Hardware-Bereich des SAM-Community- Forums geschrieben. Andreas Kannegießer

LinuxUser:Wer ebenfalls mit seinem SiS-Grafikchip kämpft, findet Andreas Kannegießers Lösungsvorschlag unter http://tinyurl.com/2rxupd.

Unfertige Distris

LU 10/2007, DVD: Ich muss irgendwie mal etwas los werden: Ich bin von der Ausgabe 10 etwas enttäuscht – vor allem, weil Linux-User jetzt offenbar auch der Tendenz nachgibt, unfertige Distris der  Zeitschrift beizulegen. Neulich hatte ich irgendwo eine Zeitung, in der eine OpenSuse 10.3 Alpha als völlig ungefährlich und problemlos angepriesen wurde – jetzt hier im Linux-User eine "Vorab-Version" von Ubuntu.

OK – Ubuntu war und ist mir ohnehin nicht sonderlich sympathisch. Aber da ich als glasfasergeschädigter Nicht-DSL-Nichtnutzer immer wieder mal auf eine derartige Heftbeilage zurückgreife, würde ich mir wünschen, dass die dann auch eine "fertige" Distribution enthält …

Davon einmal unabhängig eine andere Sache: Die Multiboot-DVD ist an sich ja nicht schlecht. Aber ich habe immer wieder Probleme davon zu booten. Wäre es nicht möglich, die einzelnen Distris als ISO-Image auf die DVD zu packen? Dann kann man sich das selbst  auf CD oder DVD brennen. Nur mal so als Vorschlag? Heinz-Stefan Neumeyer

LinuxUser: Das von Ihnen zitierte Linux-Sonderheft einer bekannten PC-Zeitschrift mit OpenSuse 10.3 Alpha 5 hat auch hier für Kopfschütteln gesorgt – aber vor allem, weil man das "Alpha" auf dem Titel mit der Lupe suchen musste und deswegen wohl viele Käufer irrtümlich geglaubt haben, eine Final zu erhalten.

Generell spricht aber aus unserer Sicht nichts dagegen, auch einmal eine interessante Vorversion einer Distribution mit auf die DVD zu packen, wenn man sie denn auch klar als Prerelease ausweist und sie auch etwas Interessantes mitbringt. Das trifft gerade für Ubuntu "Gutsy" Tribe 5 in mehrfacher Hinsicht zu: Topaktueller Kernel, ein neuer Druckermanager, umfassende PDF-Fähigkeiten und vieles mehr. Insbesondere lässt sich passend zum Artikel "Gnome angetestet" im selben Heft anhand von "Gutsy" die Gnome-2.20-Vorabversion bewundern. Zudem fanden sich auf der DVD ja auch noch drei "fertige" Distributionen, sodass auch für Ubuntuphobe der "Verlust" eines CD-Äquivalents wohl zu verschmerzen ist.

Eine reine Daten-DVD nur mit ISO-Images auszuliefern, würde die Redaktion zwar von erheblichem Aufwand befreien: Nach der relativ zeitraubenden Integration durchlaufen die DVD-Master eine intensive Testschleife auf unterschiedlichsten Rechnern, bevor sie ins Presswerk gehen – daher deuten Probleme beim Booten eher auf ein defektes Einzelexemplar hin. Dafür erhalten Sie von uns gerne Ersatz – eine kurze E-Mail an uns mit Problembeschreibung und Ihrer Postanschrift genügt. Ich persönlich würde mich als Leser jedoch ärgern, wenn mir eine Zeitschrift als Datenträger einfach nur ein Bündel ISOs vor die Füße wirft. Ich stelle diese Frage aber gern zur allgemeinen Diskussion. Was denken Sie?

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