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01.11.2007

KDE-Windows-Entwicklertreffen

An einem Wochenende im September traf sich eine eine Gruppe interessierter Entwickler, die KDE-Anwendungen auf Windows verfügbar machen will. Das Treffen, dass in der Berliner Niederlassung von Trolltech stattfand, brachte dabei Neueinsteiger mit alten Hasen zusammen, die bereits für frühere KDE-Versionen an einem solchen Port arbeiteten.

Wichtige Grundkomponenten stellten dabei neben einem Installer für Endanwender auch das Build-Script dar, dass automatisch aus aktuellen KDE-Quellen fertige Pakete bauen soll. Damit entfallen die mühsamen manuellen Schritte zum Bau einer fertigen Build-Umgebung. Außerdem soll damit ein Auto-Test-System aufgesetzt werden, dass den tagesaktuellen KDE-Quellcode auf seine Windows-Eignung prüft.

Dass bereits einige KDE 4-Anwendung unter Windows funktionieren bewies Jaroslaw Staniek, der die Textverarbeitung KWord 2 auf Windows zeigte. Über die Adresse http://windows.kde.org versuchen die Entwickler außerdem, neue Interessenten für die Windows-Entwicklung zu rekrutieren.

Das KDE 4-basierte KWord 2 läuft auch schon unter Windows.

KDE-Treffen 2008 in Belgien

Das kommende Gipfeltreffen der KDE-Community, die Akademy 2008, findet kommenden August in Belgien statt. Das De-Nayer-Institut der Universität zu Leuven stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Es liegt in in der Stadt Sint-Katelijne-Waver, die sich im Dreieck Antwerpen/Brüssel/Leuven befindet, und fühlt sich mit KDE verbunden: Dort setzen die Mitarbeiter den Desktop seit Jahren bei der Ausbildung von Elektronik- und Informatik-Studenten ein. Der Konferenzort wurde in geheimer Wahl von den Mitgliedern des KDE e.V. gekürt und setzte sich gegen Valencia (Spanien), Philadelphia (USA) und Florianopolis (Brasilien) durch.

Das Programm gliedert sich auch im kommenden Jahr wieder in drei Teile: Zunächst findet eine zweitägige Konferenz statt, gefolgt von der Mitgliederversammlung des KDE e.V., der die Interessen der KDE- Projektmitglieder weltweit vertritt. Im Anschluss haben die Entwickler die Gelegenheit, eine Woche lang vor Ort kollaborativ zu arbeiten und Workshops abzuhalten. Der Kopete-Hacker Bart Cerneels und Wendy Van Craen, die bereits länger in Sachen Public Relations im KDE-Projekt aktiv ist, leiten die Organisation der Konferenz leiten. Auf der Webseite http://akademy2008.kde.org informieren die Organisatoren in den kommenden Wochen über die weitere Planung informieren.

LMMS geht in die dritte Runde

Autor Tobias Doerffel hat nach rund einem Jahr Entwicklungszeit Version 0.3.0 von LMMS herausgebracht. Das Linux Multimedia Studio stellt eine Suite für digitale Musik zur Verfügung – inklusive Software-Synthesizer, einer Sample-Datenbank, Midi-Unterstützung und Effekten. LMMS orientiert sich dabei an proprietären Vorbildern wie Cubase oder Fruity Loops.

Neu in der aktuellen Version ist die Unterstützung für VST- und LADSPA-Effekte. Dazu bringt LMMS nun ein eigenes Effektformat mit. Das Singerbot-Plugin nutzt die freie Sprachsynthese Festival um Worte einzusprechen. Mit Panman findet ein Sampler für Patch-Dateien Eingang in LMMS. Dazu zeigt die Liste der Änderungen viele interne Verbesserungen und eine Verbesserung in der Automatisierungsunterstützung.

LMMS basiert auf Qt 3 und benötigt zur Ausgabe Alsa, Jack oder die SDL. Vorkompilierte Pakete von LMMS 0.3.0 für alle gängigen Distributionen sind über die Homepage http://lmms.sf.net verfügbar.

Mit Version 0.3 kommt LMMS seinen kommerziellen Vorbildern wieder ein Stück näher.

KDE-Team bringt Entwicklungsplattform

Das Release-Team des KDE-Projekts hat bei den Plan bis zur endgültigen Freigabe von KDE 4.0 modifiziert: Statt vier wird es nun nur noch drei Beta-Versionen geben, deren letzte ab 10. Oktober verfügbar sein soll. Die dritte Beta sollte ursprünglich früher erscheinen, doch vor allem die Entwickler von Plasma – dem Ersatz für den Desktop und die Systemleiste Kicker – haben sich mehr Zeit ausgebeten, um die geplanten Features zu vervollständigen. So hält etwa der neue Browser für Plasmoids Einzug, und das nun auf den Namen "Lancelot" getaufte Panel soll aufpoliert werden.

Der am 24. Oktober erscheinende erste Release-Candidate soll dann als Entwicklungsplattform dienen und garantiert Applikationsentwicklern endgültig eine stabile API. Somit wollen die KDE-Macher sicherstellen, dass zum Release von KDE 4.0 möglichst viele Anwendungen auf KDE 4 portiert sind. Hier hat man offensichtlich vom letzten großen Sprung von KDE 1 auf KDE 2 gelernt, bei dem Änderungen an den Entwicklungsschnittstellen bis in die letzte Minute dafür sorgten, dass viele Entwickler erst nach der Freigabe von KDE 2.0 portierten. Dadurch wurden die viele Programme mit bis zu einem halben Jahr Verspätung in der KDE-2-Variante veröffentlicht.

Der verbesserte Browser zum Verwalten von Plasmoids ist einer der Gründe für die Verspätung der kommenden KDE-Beta 3.

Brettspiele mit Tagua

Das Programm Tagua (http://tagua-project.org), das Paolo Capriotti vor zwei Jahren als KBoard begann, erreicht nun die Alpha-Phase. Während der KDE-Konferenz 2007 erhielt das Spiel nicht nur einen neuen Namen, sondern auch einen erheblichen Entwicklungsschub. Erklärtes Ziel ist es jedoch nach wie vor, eine Plattform für Brettspiele zu bieten. Bisher wurden Schach und Shogi implementiert, doch die Entwickler haben bereits weitergehende Wünsche, zu denen auch das immer beliebtere Spiel Go gehört. Wer sich nicht scheut, kann von der Projekthomepage die Alpha-Version herunterladen, ausprobieren und sogar neue Spielvarianten selber entwickeln. Allerdings setzt Tagua KDE 4 voraus.

Als eines der ersten Spiele implementierte Tagua Schach.

KDE feiert groß

Vom 17. bis 19. Januar laden das KDE-Projekt und Google ins Google-Hauptquartier nach Mountain View in Kalifornien, um die Freigabe von KDE 4.0 zu feiern. Eingeladen sind Vertreter der KDE Community, Vertreter aus Wirtschaft und Presse sowie Abgesandte aus anderen freien Softwareprojekten. Geplant sind mehrere Vorträge, von denen sich nur ein Teil mit technischen Details befassen soll.

Darüber hinaus plant das Projekt-Partys auf der ganzen Welt. Die Keynote von KDE-e.V.-Präsident und Plasma-Hacker Aaron Seigo soll dabei so gelegt werden, dass man sie von möglichst vielen Party-Orten auf der ganzen Welt aus live verfolgen kann. In Deutschland gilt Berlin als wahrscheinlichster Austragungsort für eine offizielle Feier.

Nach dem derzeitigen Release-Plan fände die Feier rund einen Monat nach der offiziellen Freigabe von KDE 4.0 statt. Kurzfristige Verschiebungen im aktuellen Release-Plan des Projekts sind jedoch keineswegs ausgeschlossen.

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