Fazit

Outguess gefällt durch zügige Arbeit und hohe Stabilität. Die Bedienung erfordert zwar zunächst etwas Lernaufwand, fällt nach kurzer Eingewöhnung aber leicht.

Die Software gestattet sich keine Blößen: Bei sorgfältiger Auswahl einer hinreichend großen Trägerdatei lassen sich problemlos zwei Texte in ihr unterbringen, das daraus generierte Steganogramm weist keinerlei visuelle Auffälligkeiten auf. Eine versehentliche Überfrachtung mit Informationen, die sich bei anderen Steganografieprogrammen in Gestalt deutlich sichtbarer heller Pixel im Steganogramm bemerkbar macht, tritt bei Outguess nicht auf: Übersteigen die einzubettenden Texte die Kapazität der Trägerdatei, bricht die Software das Einbetten mit einem entsprechenden Hinweis ab.

Auch gegen mögliche statistische Angriffe zeigt sich Outguess gut gewappnet: Beim Einbetten von Informationen berücksichtigt das Tool automatisch das gesamte Trägermedium, sodass sich die geheime Nachricht später gleichmäßig über das komplette Bild verteilt. Kann der Angreifer doch einmal nachweisen, dass ein Bild eine versteckte Information enthält, erhält er deshalb noch lang keinen Zugriff auf diese: Outguess transferiert die Nachrichten nicht im Klartext in den Träger, sondern verschlüsselt sie zuvor mit dem RC4-Chiffrieralgorithmus [4].

Infos

[1] Outguess: http://www.outguess.com

[2] Steghide: Erik Bärwaldt, "Verstecken spielen", LinuxUser 06/2007, S. 90

[3] RC4: http://de.wikipedia.org/wiki/RC4

[4] Outguess-Binärpakete: http://www.rpmseek.com

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