Home / LinuxUser / 2007 / 11 / Alt, aber kraftvoll

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Alt, aber kraftvoll

Mutt versus Alpine: Konsolen-Mailer im Vergleich

Gemeinsamkeiten

Trotz aller Unterschiede weisen beide Tools einige Gemeinsamkeiten auf. Sowohl Mutt als auch Alpine unterstützen den Zugriff auf entfernte POP3-Postfächer auf dem Server des Providers (hier: T-Online). Mutt rufen Sie zu dem Zwecke wie folgt auf:

mutt -f pop://.:.@pop.t-online.de

Alternativ dazu holt Mutt die E-Mails, soweit Sie das Feature beim Kompilieren eingeschaltet haben, mit der Taste [G] direkt aus dem POP3-Postfach ab. Um das Postfach in Alpine zur Standard-Inbox zu machen, genügt es, die Variable inbox-path wie folgt festzulegen:

inbox-path={pop.t-online.de/pop3/user=.}INBOX

Beim Einloggen erfolgt eine kurze Passwort-Abfrage in Alpine, bevor der Server den Zugriff auf das Postfach gewährt. Ab Versionsnummer 1.5.16 bietet Mutt zudem wie Alpine den direkten Versand zum SMTP-Server eines Providers an – wobei das Feature selbstverständlich nicht die Vorzüge eines lokalen Mailserver wie Exim oder eines SMTP-Clients wie MSMTP erreichen.

Als weitere Gemeinsamkeit beherrschen beide Mailer das farbliche Darstellen von Nachrichten zum Gliedern und der Übersicht wegen (Abbildung 3.). Das kann bei entsprechender Unterstützung von 256 Farben im Xterm schon recht bunt ausfallen. Empfangen Sie jedoch beispielsweise per Cronjob regelmäßig umfangreiche Logfiles, lernen Sie die Hilfe des Mailers Mutt schnell zu schätzen, wenn dieser wichtige Inhalte im Textkörper jeder Nachricht hervorhebt. Selbst ans Verarbeiten regulärer Ausdrücke, wie "[;:]-*[)oO>(<]", um Smileys einzufärben, haben die Mutt-Entwickler gedacht. Alpine gibt sich hier mit 22 Möglichkeiten der Farbgestaltung nicht ganz so dekorativ (Abbildung 4).

Abbildung 3: Zahlreiche Variablen erlauben bei Mutt das farbliche Hervorheben von Teilen eines Nachrichten-Threads.

Abbildung 4: Etwas dezenter aber trotz allem sehr übersichtlich zeigt Alpine die Inbox.

Um zuverlässig die Anhänge von Mails anzuzeigen, greifen sowohl Mutt als auch Alpine auf die Dateien /etc/mailcap und ~/.mailcap zurück. Beide Programme öffnen mit der Taste [V] die ausgewählte Datei mit dem in Mailcap vorgegebenen Programm. Leider zeigt sich Alpine im Einsatz der Tastaturbefehle nicht immer konsequent. Während bei Mutt regelmäßig die Taste [Q] für Quit steht und [Y] für Yes, verwirrt Alpine den Nutzer oft durch die wechselnde Bedeutungen: Mal beenden Sie einen Modus mit [E] für Exit, mal mit [Q] für Quit, mal über [C] für Confirm oder [Y] für Yes.

Schreibwerkzeug

Der letzte Punkt der Gemeinsamkeiten liegt in der Auswahl der Editoren, um Mails zu schreiben. Mutt verfügt über einen eingebauten Zeileneditor, mit dem Sie E-Mailadressen, Betreffzeilen oder die Dateinamen der Anhänge eingeben. Danach orientiert sich das Programm an Umgebungs- oder Konfigurationsvariablen, um für das Verfassen der Nachricht einen externen Texteditor zu starten.

Alpines Ausstattung fällt etwas großzügiger aus. Zum Programmumfang gehört ein Composer, der zum Beispiel beim Distributor Ubuntu auch separat als alpine-pico vorliegt. Mit dem eingebauten Editor erledigen Sie in der Regel das Schreiben der elektronischen Post recht zügig. Mögen Sie trotzdem nicht auf den Lieblingseditor verzichten, binden Sie ihn über Konfigurationsvariablen in der Datei ~/.pinerc ein und starten ihn entweder automatisch oder bei Bedarf mit [Strg]+[Umschalt]+[-].

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 89 Punkte (16 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...