Schlanker Unterbau
Linux für betagte Rechner
Die liebe Verwandtschaft
Neben Ubuntu bietet auch dessen großer Bruder Debian auf seinen Download-Seiten [9] eine alternative Installations-CD namens debian-40r1-i386-xfce-CD-1.iso. Diese Variante spielt automatisch den XFCE-Desktop Manager ein und verzichtet somit auf den leistungshungrigen Gnome-Desktop.
Aus dem schönen Sachsen stammt die ebenfalls recht schlanke Distribution SAM [10]. Die Live-CD (siehe Kasten "Live is Live") basiert auf PCLinuxOS, verwendet XFCE 4.4 (Abbildung 2) und gibt sich bereits mit 128 MByte RAM zufrieden. Vom Desktop abgesehen, setzt SAM auf eher umfangreiche Programmpakete, wie OpenOffice und Java. Hier müssen Sie die kleinen Perlen, wie den Internetbrowser Opera, manuell auswählen. Dafür eignet sich die Distribution dank hervorragender Hardware-Erkennung besonders für den Einsatz auf Notebooks.
Live is Live
Live-CDs offenbaren nicht die tatsächliche Geschwindigkeit einer Distribution. Sie laufen vollständig von CD-ROM oder DVD, welche die Daten funktionsbedingt wesentlich langsamer ausliefern als eine schnell rotierende Festplatte. Allerdings zeigen sie, ob das System überhaupt auf der alten Hardware läuft oder die Distribution wegen Speichermangels bereits den Startversuch verweigert.
Gewichtskontrolle bei OpenSuse
Verfügt Ihre Lieblingsdistribution über keine schlanke Variante, schauen Sie im Installationsprogramm nach Optionen wie Minimalinstallation oder Minimales System. Die schaufeln nur die wirklich notwendigen Pakete auf die Festplatte. Suse Linux und OpenSuse bieten beispielsweise im Schritt Desktop auswählen die Option Andere, hinter der Sie über Minimales graphisches System einen genügsameren Desktop aktivieren (Abbildung 3). Läuft die Distribution erstmal von der Platte, installieren Sie weitere benötigte Programme nach. OpenSuse 10.3 erscheint demnächst erstmalig in einer abgespeckten Version auf einer einzelnen CD, die momentan aber erst als Beta-Version existiert.



