Schlanker Unterbau
Linux für betagte Rechner
Unsichtbare Geister
Nicht zuletzt installieren viele Distributionen Dienste, die zwar Speicher und Rechenzeit konsumieren, aber im Alltag nicht zum Einsatz kommen. Samba brauchen Sie beispielsweise nur dann, wenn der Computer in einem Windows-Netzwerk hängt. Deaktivieren Sie diese Dienste über das entsprechende Konfigurationsprogramm, schließt das gleich auch Einfallstore für Angreifer. Doch Vorsicht: Werfen Sie nur solche Dienste über Bord, deren Aufgaben Sie kennen, sonst legen Sie eventuell das komplette System lahm. Unter OpenSuse schalten Sie Dienste via YaST über System | Runlevel-Editor ab, unter Ubuntu erledigen Sie das über System | Administration | Dienste.
Von Haus aus schlank
Bevor Sie ein neues System aufspielen, sollten Sie einen zweiten Blick auf die Download-Seite Ihrer Lieblingsdistribution riskieren. Häufig existieren spezielle Varianten. Ubuntu ist in dieser Beziehung Vorreiter: Zunächst steht ein Alternate-Medium bereit, das auf eine grafische Installationsroutine verzichtet. Auf diesem Umweg lässt sich Ubuntu sogar auf Systemen ab 32 MByte RAM betreiben. Allerdings dürfte bei so geringer Rechenleistung die grafische Oberfläche nur wenig Freude bereiten, falls sie denn überhaupt startet. In diesen Fällen greifen Sie zur Server-Variante (Abbildung 1). Sie wirft die grafische Benutzeroberfläche komplett über Bord. Mit wenigen Handgriffen verwandeln Sie diese Variante aber dennoch in ein vollständiges Desktop-System mit Icewm oder XFCE als Windowmanager. Eine detaillierte Anleitung sprengt den Rahmen dieses Artikels, die Ubuntu-Seiten [8] erklären das Vorgehen Schritt für Schritt.



