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News KDE

01.10.2007

KDE 4 um zwei Monate verschoben

Was schon einige Zeit durch die Gerüchteküche geisterte, wurde Anfang September Gewissheit: Das KDE-Projekt muss die Release der nächsten Generation um zwei Monate nach hinten verschieben. Statt wie ursprünglich geplant am 23. Oktober gibt es KDE 4.0 nach dem derzeitigen Stand der Planungen erst am 20. Dezember 2007.

Laut Ankündigung des Release-Teams benötigen wichtige Bestandteile von KDE 4 noch mehr Entwicklungszeit. Der neue Plan sieht daher zwei zusätzliche Beta-Versionen vor. So soll es Ende Oktober noch kein fertiges KDE 4, sondern erst die Beta 4 geben. Als Freeze-Termin ist derzeit der 19. November vorgesehen, der erste Release-Candidate soll am 21. November erscheinen. Das KDE-Wiki nennt Details zu Zeitplan und Roadmap (http://techbase.kde.org/Schedules/).

Damit taucht KDE 4 erst im Frühjahr 2008 bei der übernächsten Release-Welle der großen Distributionen auf den Anwenderdesktops auf. Dieser Termin immerhin scheint wenigstens gesichert, auch wenn der Release-Termin im Dezember noch einmal platzen sollte. Schon jetzt nämlich kolportieren eingeweihte Kreise, dass Dezember nicht das letzte Wort in Sachen Release sein könnte und KDE 4 möglicherweise erst Ende Januar erscheinen wird. Einen ersten Einblick in die Features des neuen KDE bietet ein Artikel ab Seite 82.

LinuxMCE kooperiert mit KDE

Die Entwickler der Media-Center-Lösung LinuxMCE haben eine Kooperation mit dem KDE-Projekt angekündigt. Dabei wollen sie vor allem von der Plasma-Technologie in KDE profitieren, um eine Plasma-basierte und für Media-Center passende Benutzeroberfläche zu gestalten, die auf einem Fernseher einfach zu bedienen ist. Um dich Machbarkeit zu prüfen, haben die Entwickler daher eine auf Kubuntu und KDE 3.5 basierende Version herausgegeben. Der Schulterschluss kommt nicht völlig überraschend: Bereits jetzt verwendet LinuxMCE im Kern das Qt-basierende MythTV.

Technisch hat LinuxMCE einiges zu bieten: Der eingebaute Medien-Browser spielt Dateien sowohl von lokalen Medien ab, als auch von anderen Rechnern aus dem Netzwerk, beispielsweise vom PC im Arbeitszimmer. Dorthin kann LinuxMCE auch Aufnahmen zum Abspielen oder direkt zur Ablage streamen. Ferner erkennt die Software angesteckte Geräte wie HD-Fernseher oder iPods automatisch und bindet sie direkt ins System ein, ohne dass der Benutzer eingreifen muss. Für nicht automatisch konfigurierbare Geräte bietet LinuxMCE Assistenten an. Weitere Features der Software sind Heim-Automatisierung sowie die Unterstützung für eine bewegungssensitive Fernbedienung, die mit nur drei Knöpfen auskommt und das komplette Media-Center steuern kann.

Für die aktuelle Version von LinuxMCE haben die Macher unter http://wiki.linuxmce.org/index.php/Video einen Videorundgang zusammengestellt, der das Release vorstellt. Die beiden Projekte wünschen sich Unterstützung sowohl von interessierten privaten Entwicklern als aus auch aus der Wirtschaft, um das Mediencenter massentauglich zu machen.

linuxmce-screenshot.jpg

Die aktuelle Version von LinuxMCE kommt noch ohne Plasma und basiert auf KDE 3.5.

Qt 4.3.1 erlaubt mehr Lizenzen

Mit der Freigabe der Version 4.3.1 hat die norwegische Softwareschmiede Trolltech die Lizenzierung des Software-Toolkits Qt umgestellt. Gab es bislang die Auswahl zwischen dem dem Einsatz der GPL oder dem Erwerb einer kommerziellen Lizenz, so hat das Unternehmen nun den Forderungen vieler Benutzer nachgegeben und die QPL gestrichen. Die QPL war eingeführt worden, noch bevor Qt unter die GPL gestellt wurde. Nach der Einführung der GPL verblieb sie als zusätzliche Lizenz, da die GPL zum Beispiel nicht mit BSD-lizenzierten Programmen kompatibel gewesen wäre.

In der aktuellen Qt-Version hat Trolltech die beiden Lizenzen vereinheitlicht, in dem das Unternehmen im Anhang eine Reihe von Lizenzen definiert, die gegen die GPL-Version gelinkt werden dürfen. Allerdings schließen sie mit zusätzlichen Bedingungen aus, dass Qt damit unter den gleichen Bedingungen wie die jeweilige Lizenz nutzbar wird. Somit können Entwickler BSD-lizenzierter Software diese nicht ohne Quellcode verteilen, wenn sie nicht eine kostenpflichtige proprietäre Lizenz von Trolltech erworben haben. Das neue Lizenzschema bietet einen weiteren Vorteil: Die QPL stand nur unter Linux zur Auswahl, während Trolltech die GPL-Ausnahme nun auf allen Plattformen anbietet. Somit ebnet dieser Schritt den Weg von nicht GPL-lizenzierten Qt-Anwendungen auf andere Plattformen.

Qt 4.4 mit weniger Flackern

Der Trolltech-Entwickler Björn Nielsen hat auf seiner Webseite angekündigt, dass die kommende Qt-Version schonender mit Ressourcen umgehen und das Flackern beim Verschieben von Fensterelementen reduzieren wird. Möglich macht dies ein Patch, der verhindert, dass der X-Server für jedes GUI-Element intern ein eigenes Fenster anlegt: Dies ist nämlich sowohl bei Windows als auch im X-Window-System üblich. Qt beauftragt in diesem Fall den Server mit der Fensterverwaltung, was im Zweifel zu vielen unnötigen Kommunikationen (Roundtrips) zwischen der Anwendung und dem X-Server führt. Weil die jeweiligen Anfragen für jedes Fenster bei Operationen wie dem Verschieben asynchron und unabhängig voneinander laufen, entsteht das typische Flackern. Ab Version 4.4 verwaltet Qt die Fenster selbst und spart so die Rundlaufzeiten. Zudem kann es das Zeichnen der Widgets besser koordinieren und so das Flackern fast komplett eliminieren. Nur auf Wunsch des Programmierers legt Qt für ein Widget weiterhin eigene Fenster an.

Webkit für Qt läuft unter Windows

Die Webkit-Entwickler Simon Hausmann und Zack Rusin haben es geschafft, den Windows-Port von Webkit ohne nennenswerte Abhängigkeiten zu kompilieren. Zuvor waren eine Reihe von Tools nötig, obwohl Apple seine auf dem KDE-Renderer KHTML basierende Rendering-Engine für den Windows-Port von Safari bereits auf Windows lauffähig gemacht hat. Benötigten Webkit-Entwickler zum Kompilieren zuvor eine komplette Unix-Emulation in Form von Cygwin, genügen nun Qt und MinGW, der Windows-Port des GNU-Compilers GCC. Diese scheinbar unwichtige Änderung ist tatsächlich essenziell: Erst sie ermöglicht eine Integration von Webkit in Qt und somit in KDE 4. Damit sind die Entwickler dem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, KHTML spätestens in KDE 4.1 durch Webkit zu ersetzen.

qtwebkitwin.png

Geht doch: Die Qt-Variante von Webkit im Einsatz unter Windows.

KDing 0.4 übersetzt im Alleingang

Das grafische Frontend KDing für das Übersetzungtool "Ding" von Frank Richter, das auf das Wörterbuch der TU Chemnitz zurückgreift, kommt in der aktuellen Version ohne das entsprechende Kommandozeilentool aus. Statt dessen greift KDing nun direkt auf einen lokalen Datenbestand zu und residiert in im System-Tray, solange es nicht benötigt wird.

ding.png

Die Oberfläche KDing kommt nun ohne Abhängigkeiten aus.

Firefox-Widgets im KDE-Style

Nahezu alle Distributionen bieten für KDE in der Standardinstallation ein Theme an, das Firefox optisch ins KDE-Gesamtwerk einpasst. Dies betrifft jedoch nicht die Eingabefeder und Knöpfe innerhalb des Browserfensters. Die KDE-Forms-Erweiterung macht damit Schluss: Sie ersetzt die langweiligen und pixeligen Auswahlelemente durch solche, die modernen KDE-Styles wie "Plastik" fast täuschend ähnlich sehen. Die Erweiterung kann man von http://www.kde-apps.org beziehen, sie funktioniert auf allen Distributionen.

ff-formstyle.png

Mit wenigen Handgriffen passen sich auch HTML-Form-Elemente in den KDE-Look ein.

Marble zoomt

Die Autoren des KDE Desktop-Globus Marble, der auch Bestandteil des KDE-4-Edu-Pakets werden soll, haben die Anwendung in der Version 0.4 freigegeben. Das neue Release verfügt über einen Vollbildmodus und erlaubt das Setzen eines Heimatorts. Aus der Legendenansicht im Kontextmenü lassen sich einzelne Darstellungsdetails ausblenden oder zuschalten. Zudem zeigt das Programm erstmals Details wie die internationale Datumsgrenze an und erlaubt den Export von Kartenteilen als Grafik.

Die wohl größte Stärke des Programms stellen die nachladbaren Karten dar: Zoomt der Anwender so stark in die Karte, dass die Auflösung nicht mehr genügt, holt Marble sich von einem Server genauere Kartendaten. Dabei liegt die Genauigkeit zwar noch weit von der Detailgenauigkeit von Google Earth entfernt, erreicht jedoch immerhin 1 km/Pixel im topologischen Modus und 500 km/Pixel in der Satellitenansicht. Dazu verwendet Marble gemeinfreies Kartenmaterial und Satellitenaufnahmen, wie sie etwa die NASA zur Verfügung stellt.

Mit dem aktuellen Release soll die Geschwindigkeit der Anwendung, die kein OpenGL benötigt, nochmals um 20 Prozent gestiegen sein. Zudem bringt Marble nun Plugins für den Qt-Designer mit, sodass Anwendungsentwickler die Kartenansicht in eigene Programme einbauen können.

Auf der Homepage http://www.kde-apps.org stehen neben Downloads für alle gängigen Linux-Distributionen auch erstmals Versionen für Mac OS X und Windows bereit. Für die kommenden Versionen von Marble planen die Macher die Integration der 2D-Projektion und eine höhere Detailgenauigkeit bei den nachladbaren Karten sowie die Integration von Straßenkarten von Openstreetmap, einem Projekt, bei dem im Community-Verfahren Creative-Commons-lizenzierte Straßenkarten entstehen.

marble.png

Noch nicht so genau wie Google Earth, aber dafür freie Software: Marble in der Satellitenansicht.

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