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01.10.2007

Siedler sind Pioniere

Wer das Brettspiel "Siedler von Catan" schätzt, sollte sich in jedem Fall das Spiel Pioneers (http://pio.sourceforge.net/) anschauen. Das Spiel ist jetzt in der Version 0.11.2 erschienen und verfügt über eine Client/Server-Struktur, wobei der Spieler mit einem Gtk-basierten Client auf den Spielserver zugreift.

Nach dem Start des Clients haben Sie die Wahl, ob Sie an einem Spiel im Internet teilnehmen möchten oder lieber auf einem lokalen Server spielen. Für den lokalen Server müssen Sie sich entscheiden, falls Sie alleine gegen den Rechner spielen möchten. Beim Start des Servers legen Sie in einer grafischen Oberfläche fest, auf welcher Karte Sie antreten, wieviele Spieler teilnehmen und wieviele Punkte zum Sieg führen. Spielen Sie gegen den Rechner, müssen Sie für jeden weiteren Gegner eine Instanz des Programms pioneerai starten. Alternativ melden Sie sich als Zuschauer beim Spielserver an und lassen den Rechner gegen sich selbst antreten – ein unterhaltsames Schauspiel.

Seine Verwandtschaft mit "Siedler von Catan" kann Pioneer nicht verleugnen.

Itaka – Blick auf ferne Oberflächen

Welcher Admin wünscht sich nicht des öfteren, einen Blick auf die entfernte Oberfläche des Anwenders, um zu sehen, was der wieder verbrochen hat. Das On-demand-Screen-Capturing-Programm Itaka (http://www.jardinpresente.com.ar/trac/itaka/) bietet dazu eine Lösung an.

Das kleine Python-Skript stellt einen Dienst bereit, mit dem sich entfernte Nutzer je nach Konfiguration nur das aktive Fenster oder auch den ganzen Bildschirm des Rechners in ihr Browserfenster holen können. Voraussetzung: Der Anwender startet diesen Dienst auf seinem Rechner und erlaubt damit aktiv den Zugriff. Um nicht aller Welt Tür und Tor zu öffnen, legt der Anwender ein Benutzerkonto samt Passwort fest, mit dem sich der entfernte Nutzer authentifizieren muss. Da es sich um eine unverschlüsselte HTTP-Verbindung handelt, stellt das aber nur ein marginaler Schutz dar.

In der Konfiguration legt der Anwender die Zugriffsparametern sowie den TCP-Port für den Dienst fest und passt neben der Bildqualität den Umfang des Screenshots an. Dabei kann er zwischen der Übertragung des ganzen Bildschirms oder lediglich des aktiven Fensters wählen. Als Bildformat stehen dabei JPG und PNG zur Auswahl.

Itaka wurde jetzt in der Version 0.2 veröffentlicht und eignet sich hervorragend, um einen Blick auf entfernte Rechner zu werfen. Es erlaubt jedoch kein interaktives Eingreifen auf dem Remote-PC. Außer zur Administration ist auch eine Verwendung das Programms zu Schulungszwecken denkbar.

Ohne Benutzerauthentifizierung sollten Sie Itaka allenfalls im lokalen Netzwerk nutzen.

Transmission, der komfortable Bittorrent-Client

Die Peer-to-Peer Lösung Bittorrent erfreut sich großer Beliebtheit. Nach den spartanischen Kommandozeilen-Clients der ersten Stunde ermöglichen nun grafische Oberflächen wie Transmission (http://transmission.m0k.org/) eine komfortable Übertragung.

Transmission konzentriert sich dabei auf die wesentlichen Funktionen. Nach dem Start laden Sie Bittorrent-Dateien, deren Download sofort beginnt. Die weiteren Konfigurationsmöglichkeiten beschränken sich auf die Limitierung der Up- und Download-Bandbreite und das Festlegen des Downloadverzeichnisses sowie des TCP-Ports. Über ein Info-Menü erfahren Sie außerdem mehr über den jeweiligen Torrent, wieviele Peers angemeldet sind oder welche Dateien übertragen werden. Außerdem können Sie hier für jeden Torrent die Bandbreite individuell einstellen. Wem das zu viel Komfort ist, dem bietet Transmission auch einen reinen Konsolen-Client an.

Der Bittorrent-Client Transmission ist jetzt in der Version 0.80 erschienen. In ihr optimierten die Entwickler vor allem das Rechecking des Torrents, um die Systemlast zu senken. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, eigene Torrent-Dateien zu erstellen.

Bei Transmission gibt es nicht viel zu konfigurieren.

Kurz notiert

Happy Birthday, Gnome! In diesen Tagen feiert die grafische Benutzeroberfläche ihren zehnten Geburtstag. Am 15. August 1997 kündigte Miguel de Icaza in einer Mail auf der GTK-Mailingliste die Entwicklung einer freien und benutzerfreundlichen Oberfläche an. Icaza entschied sich dabei bewusst für Gtk als Toolkit, da es im Gegensatz zum von KDE verwendeten Qt quelloffen war und wesentlich mehr Programmiersprachen unterstützte. Bis zur Veröffentlichung des ersten Releases dauerte es dann nochmals zwei Jahre. Heute ist Gnome in der Version 2.x Bestandteil jeder Distribution, und so lesen sich die Geburtstagsglückwünsche auf der Gnome-Website wie das Who-is-Who der Community. Neben Imendio AB oder OpenedHand machen mit Debian, IBM, Novell, Canonical und Sun Microsystems auch die Großen der Branche Gnome ihre Aufwartung. Dem schließen wir uns gerne an und warten gespannt, was die nächsten 10 Jahre bringen. Eine Preview der dieser Tage erscheinenden Release Gnome 2.20 finden Sie auf Seite 86.

Da das Auge immer mit isst, haben sich jetzt einige Entwickler vorgenommen mit der Bibliothek Libsexier Gnome noch attraktiver zu machen. Zwar gibt es bereits die Libsexy-Bibliothek, mit der das Projekt aber nichts gemein hat: Libsexier versucht den Nutzer vielmehr durch grafische Spielereien zu gewinnen und setzt dazu direkt auf der Cairo-Bibliothek auf. Um die Möglichkeiten von Libsexier, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden, besser zu demonstrieren, stellt der Entwickler Karl Lattimer auf seiner Website http://www.qdh.org.uk/wordpress/?p=175 eine Demo-Applikation bereit. Wann die erste offizielle Version von libsexier verfügbar wird und ob die Widgets die Nutzer überzeugen, muss sich aber erst noch zeigen.

Auf einem Vortrag während der diesjährigen GUADEC in Birmingham stellte Entwickler Havoc Pennington seine Pläne für einen Gnome-Online-Desktop (http://online-desktop.org) vor. Angesichts der steigenden Zahl von Webapplikationen hält Pennington Gnome für die ideale stabile Basis, um einen Web-Browser ins System zu integrieren und zu betreiben. Sicherheit und geringer Wartungsaufwand sprechen dabei für eine solche Integration. Gnome könnte hier eine Vorreiterrolle übernehmen, da Konkurrenten wie Windows Live noch nicht weit genug sind und laut Pennington ohnehin den falschen Ansatz verfolgen. Wann Pennington sein Konzept verwirklicht, steht jedoch noch nicht fest.

Nach zweijähriger Entwicklung nähert sich mit dem ersten Release Candidate Gimp 2.4 (http://www.gimp.org) der Veröffentlichung. Viele Anwender warten bereits sehnsüchtig auf die implementierte Farbverwaltung und die verbesserte Handhabung der Farbprofile. Ebenfalls neu ist die Option, Vordergrundobjekte exakt anzuwählen. So lassen sich Menschen oder Tiere schnell aus einem Bild herausschneiden. Optimierungen gibt es auch bei den Dateiformaten: Gimp kennt nun Photoshops ABR-Brush-Format und verfügt über ein verbessertes EXIF-Handling bei JPEGs. Außerdem lassen sich die Ebenenmasken von PSD-Dateien sofort in Gimp abspeichern. Ein Erscheinungstermin für die endgültige Version steht noch nicht fest.

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