Leserbriefe

Im Tanzfieber

LU 08/2007, S. 36: Stepmania habe ich gleich 'runtergeladen und mir eine Tanzmatte besorgt – meine Frau ist begeistert! Als Tanzmatte kann ich zumindest meinem Versuch nach die Tanzmatte von Positive Gaming Europe wärmstens empfehlen. Sie benötigt keinen Adapter oder ähnliche Verrenkungen, da sie einen USB-Anschluss hat und problemlos als Joystick-Device erkannt wird. Mindestens unter Ubuntu 7.04 hatte ich bisher überhaupt keine Probleme damit. Auch lässt sich laut KControl mehr als ein Feld gleichzeitig drücken – unter Stepmania bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, das zu erkennen und zu schaffen.

Zu beziehen ist die Matte übrigens über Amazon (http://www.amazon.de/Tanzmatte/dp/B000PUAZMS) für knapp 35 Euro (versandkostenfrei). Nach dem Auspacken sollte man die Tanzmatte allerdings – wie sie ja auch schon schreiben – kräftig auslüften… Jörg Meiforth

Ein Traum wird wahr

LU 08/2007, Heft-DVD: Seit Version 8.2 bin ich Suse-Anwender gewesen. Bei den Versionen 10.1 und 10.2 war es so weit: Zuerst Red Hat und jetzt Suse haben durch den Größenwahn ihr Ende eingeläutet. Als Ein-Wort-Beschreibung sage ich: Moloch. Ich bin auf der Suche nach einer neuen gesunden Distribution gewesen, die auf meinem zickigen Laptop Benq Joybook S72 laufen würde, meine USB-Maus erkennt, Musik ohne Einschränkungen verarbeitet und OpenOffice, Gimp und Co. für die tägliche Arbeit mitbringt. Ubuntu, Mandriva, Knoppix, Kanotix habe ich probiert und immer Probleme gehabt.

Ohne große Erwartungen zu haben, testete ich die auf LinuxUser-DVD 02/2007 gebrannte Distribution Dreamlinux 2.2. Das war ein seltener Sonnenstrahl in diesem Sommer. Ich war auf Anhieb begeistert: Alles funktioniert ohne Konfigurationsorgien. Nur bei der ALSA-Einstellung einige Häkchen wegnehmen und die Schieber hoch stellen. Der Laptop spielt Musik jetzt lauter als es unter Suse und Windows XP der Fall war.

dream.png

Dank neuer Tools fällt das Bedienen von Dream Linux mit der aktuellen Version 2.2 noch einfacher. Christoph Mikolajski jedenfalls ist begeistert.

Aktuell (LinuxUser 09/2007) haben Sie die Version Dreamlinux 2.2 Multimedia GL präsentiert, und die ist noch besser! Die zwei Buchstaben GL bringen mehr als man sich denken könnte. Mit meinen Erfahrungen möchte ich die anderen Suse-Müden auf Dreamlinux aufmerksam machen: Die Distribution ist schnell, der Windowmanager XFCE schön und übersichtlich. Kurz, von so einer Distribution habe ich geträumt, der Name ist berechtigt. Berichten Sie weiter ab und zu darüber und brennen Sie unbedingt die neue Version, sobald diese reif ist. Christoph Mikolajski

Geht einfacher!

LU 08/2007, S. 22: In der News zu xRecurseDiff schreiben Sie, dass zum inhaltlichen Vergleich zweier Dateien samt Bearbeitung und Mischen "kein Weg an … Xxdiff vorbei" führt. Meine Erfahrung ist, dass Tkdiff viel handlicher ist, weil man sich keine Shortcuts merken muss. Hartmut Haase

Freundliches Xterm

LU 09/2007, S. 91: Ihr Artikel über den Bash-Prompt war sehr informativ und hat mich zu einigen Experimenten angeregt. Eine Umgebungsvariable, die ich in diesem Zusammenhang außerdem noch für erwähnenswert halte, ist PROMPT_COMMAND. Den Inhalt dieser Variable nutzt die Bash als Kommando, das unmittelbar vor dem Schreiben jedes Prompts ausgeführt wird.

Viele Distributoren stellen die Variable so ein, dass mit Hilfe von ANSI-Escape-Sequenzen Hostname und aktuelles Arbeitsverzeichnis eben nicht nur im Prompt, sondern auch als Titel eines Xterm angezeigt wird. Man kann diese Voreinstellung der meisten Distributoren natürlich selber überschreiben. Folgende zwei Zeilen in der ~/.bashrc bewirken beispielsweise, dass man nach jedem missglückten Kommando einen roten Smiley mit Mundwinkeln nach unten bekommt, während bei geglückten Befehlen nichts passiert:

function statsmiley { test $? -eq 0 || echo -e '\033[1;31m:-(\033[0m'; }
export PROMPT_COMMAND=statsmiley

Genauso ließe sich auch eventuell die von Ihnen vorgestellte Statusleiste am oberen Bildschirmrand für die Bash als PROMPT_COMMAND definieren statt als Teil von PS1. René Maroufi

Interessante Spürnasen

LU 09/2007, S. 75: Vielen Dank für den sehr informativen Artikel zu Desktop-Suchmaschinen. Mir war vorher beispielsweise nicht bewusst, dass Google Desktop weder mit RTF- noch DOC-Textdateien umgehen kann – und das, wo die Mehrheit meiner Dokumente just in RTF vorliegt…

Ein interessanter Aspekt von Desktop-Suchprogrammen ist aber auch, wieviel Festplattenplatz sie für ihre Dienste in Beschlag nehmen. Bei mir lief Beagle auf Xubuntu 7.04, und ich wunderte mich, wieso es auf meiner 20-GByte-Festplatte immer enger wurde – bis ich herausfand, dass Beagle nach einigen Wochen bereits satte 2 GByte in Beschlag nahm. Nachdem ich das Verzeichnis ~/.beagle löschte, war der Index anfangs zwar nur schlanke 6 MByte groß, aber danach konnte ich dem Datenklops direkt beim Wachsen zusehen.

google-mp3.png

Googles Desktop-Suche kann zwar Multimediadateien indizieren, nicht aber die Formate RTF oder DOC – was Michael Barnikel ärgert.

Google dagegen schien konstant 80 MByte in Beschlag zu nehmen, aber nach nur einer Woche ist auch Googles Datenhaufen auf ein halbes Gigabyte angeschwollen und wächst weiter. Das ganze erinnert mich irgendwie an den Film "The Blob" (1960, mit Steve McQueen).  Ich finde, es sollte eine Möglichkeit geben, die Größe des Index auf ein sinnvolles Maß zu begrenzen. Als nächstes werde ich mal Tracker ausprobieren: Ich halte es mit Carrell und "lass' mik überrasken". Michael Barnikel

LinuxUser: Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass Tracker recht ressourcenfreundlich ist – sowohl, was die Speicherauslastung, als auch, was die Belastung der CPU angeht. Bei mir benötigt Tracker momentan 170 MByte, wovon 44 MByte zur Volltextsuche, 34 MByte für Dateien und 45 MByte für E-Mails beansprucht werden. In den Tracker-Einstellungen kann man die Suchmaschine anweisen, wovon sie einen Index erstellen soll. Einen Reiter für Performance-Einstellungen gibt es ebenfalls. (cme)

Linux-Jünger jünger

LU 09/2007, S. 8:Seit vielen Jahren bin ich schon ein begeisterter Leser von LinuxUser und Linux-Magazin. Dieses Mal habe ich aber mit Überraschung gelesen, dass Sie die Fünftplatzierte des Tux-Droid-Wettbewerbs mit zehn Jahren zu den jüngsten Linux-Nutzerinnen zählen. Meine fünfjährige Tochter nutzt seit langem begeistert OpenSuse 10.2 und ist in unserer Familie mit Abstand beste Supertux-Spielerin. Darüber hinaus nutzt sie auch gerne Tuxpaint, Krita (zum Malen) und den Kartoffelknülch. Michael Trent

Tin und Provider

LU 09/2007, S. 88: Zunächst einmal vielen Dank für den gelungenen Artikel zum Newsreader Tin. Es ist schon komisch, wie oft man in der mit ansprechenden Benutzeroberflächen gesegneten Computerwelt wieder zu den Wurzeln zurückkehrt. Nichts trifft den Artikel genauer wie der Ausspruch "back to the roots". Der Artikel beschreibt knapp und prägnant die Installation und Konfiguration von Tin.

Leider gehen immer mehr Provider dazu über (T-Online, 1&1) Postings in Newsgroups nur noch nach vorheriger Authentifizierung zuzulassen – sprich: nur für die eigenen Kunden. Darauf geht der Artikel auch kurz ein, jedoch nicht darauf, wie man es konfiguriert: Man realisiert das über die Datei .newsauth im Home-Verzeichnis. Hierzu erstellt man besagte Datei mit einer Zeile im Format NNTP-Server Passwort Benutzername, zum Beispiel

news.t-online.de rhama amahr

Obendrein setzen einige Provider auch zwingend voraus, dass man mit deren Kundendaten im Internet unterwegs ist. Eben mal im Hotel über Call-by-call oder bei einem Kumpel ins Internet und die News lesen geht damit dann nicht. Da schafft der Telefonanbieter Arcor Abhilfe: Hier kann man kostenlos den PIA-Dienst nutzen, der neben einer eigenen Mailadresse auch Zugriff auf einen Newsserver bietet.

Wie gesagt, Registrierung und Benutzung sind (noch?) kostenlos. Die Logindaten gelten sowohl für den Mail- als auch für den Newsserver. Und: Nein, ich bin weder bei Arcor angestellt noch dort Kunde ;-) Andreas Mahr

Plattformübergreifend?

LU 08/2007, S. 50: Vielen Dank für den Artikel zu Truecrypt. Als Lehrer suche ich bereits seit langem nach einer Möglichkeit, sensible Daten (Klausuren und anderes) auf meiner externen USB-Festplatte abzulegen und diese mit in die Schule nehmen zu können, ohne Angst zu haben, dass die Daten bei Verlust der Platte von unseren Schülern gelesen werden können.

Kann ich die Platte auf meinem Heimrechner (Debian Etch) mit der Linux-Version verschlüsseln und auf unseren Schulrechnern mit der Windows-Version lesen? Sind beide Versionen kompatibel? Stefan Bischof

LinuxUser: Ja, die beiden Versionen sind zueinander kompatibel. Denken Sie aber daran, innerhalb des Containers oder der verschlüsselten Partition ein Dateisystem zu verwenden, das beide Systeme gleichermaßen unterstützten – beispielsweise FAT.

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