Frisch serviert
Alte Hardware als Server weiterverwenden
Die dunkle Seite der Macht
So viel Komfort hat leider auch seine Schattenseiten: Durch das Broadcasting-Verfahrens erkennt jeder Computer den Druckerserver. Würde also das Heimnetzwerk am Internet hängen, so hätten alle dortigen Surfer ebenfalls Zugriff auf den Drucker. Aus diesem Grund deaktivieren einige Distributionen das Broadcasting standardmäßig oder blockieren es durch eine Firewall.
Um den eingeschränkten Zugriff auf die Drucker zu ermöglichen, öffnen Sie als Benutzer root zunächst die Konfigurationsdatei unter /etc/cups/cupsd.conf, beziehungsweise /etc/cups/cupsd/browse.conf unter Ubuntu. Dort steuern Sie die mit BrowseAddress beginnende Zeile an. Diesem Bezeichner folgt eine IP-Adresse, an die CUPS seine Informationen sendet. Hier können Sie die Adresse eines einzelnen Computers angeben, wie beispielsweise 192.168.0.11 für den Rechner des Vaters. In diesem Fall würde nur er die Drucker am Server zu Gesicht bekommen. Alternativ verwenden Sie eine Adresse wie 192.168.0.*. Mit dieser Einstellung verschickt CUPS seine Informationen an alle Adressen von 192.168.0.1 bis 192.168.0.254. Abschließend aktivieren Sie noch das Broadcasting, indem Sie den Eintrag Browsing auf On setzen.
Rechtliches
Damit sieht zwar der Computer von Peters Vater die Drucker, der Server verweigert ihm aber möglicherweise noch den Zugriff darauf. Um die nötigen Rechte einzuräumen, geht es weiter zu den Zeilen <Location /> und </Location>. Die Angaben dazwischen regeln, welchen Computern der CUPS-Server den Zugriff gestattet. Für den eigenen Server ergänzen Sie vor </Location> die Zeile Allow From 192.168.0.11 Damit erhält der Computer mit der Internetadresse 192.168.0.11 Zugriff auf die Drucker. Auch hier können Sie Sternchen verwenden: Ein Allow From 192.168.0.* gewährt allen Rechnern Zugriff, deren IP-Adresse mit 192.168.0 beginnt.



