Frisch serviert
Alte Hardware als Server weiterverwenden
Wer hat an der Uhr gedreht
Sofern die Übertragung einwandfrei klappt, muss Rsnapshot nur noch zu bestimmten Zeiten automatisch gestartet werden. Diese Aufgabe übernimmt das kleine Hilfsprogramm cron. Unter OpenSuse und Ubuntu legen Sie im Verzeichnis /etc/cron.d/ eine neue Textdatei an, welche die folgende Zeile enthält:
0 0,12,21 * * * root Rsnapshot hourly
Unter Debian gehört die Zeile in die Datei /etc/crontab. Damit startet Cron das Backup jeden Tag um 0, 12 und 21 Uhr – also zur Mittagspause, nach Feierabend und mitten in der Nacht. Passen Sie diese Werte gegebenenfalls so an, dass sie Ihre Arbeit am wenigsten stören.
Unter Druck
Nachdem das Backup nun regelmäßig seine Kopien zieht, kommt als nächstes der Drucker an die Reihe. Nach seinem Umzug in die Abstellkammer soll als erstes der Vater Zugriff auf den Tintenstrahler erhalten. Unter Linux zeichnet schon seit mehreren Jahren die Software CUPS für Druckaufgaben verantwortlich. Das Common Unix Printing System sorgt dabei nicht nur für die Steuerung der angeschlossenen Drucker, sondern stellt diese auf Wunsch auch über ein Netzwerk anderen Rechnern bereit. Der Komfort geht sogar so weit, dass man einen Linux-Computer nur noch in das Netzwerk einhängen muss, und schon stehen in den Anwendungen alle im Netzwerk verfügbaren Drucker zur Auswahl.
Doch bevor es soweit ist, muss der Drucker erst einmal am geplanten Server einwandfrei funktionieren. Diesen nehmen Sie sich nun zur Brust und richtet dort über das entsprechende Konfigurationsprogramm der Lieblingsdistribution den Drucker ein. Ubuntu-Anwender müssen nun noch im Druckerdialog hinter System | Administration | Drucker den Menüpunkt Globale Einstellungen | Drucker freigeben aktivieren (Abbildung 1).
Damit läuft CUPS nun auf dem Server im Hintergrund und wartet auf eingehende Druckaufträge. Gleichzeitig sendet das Drucksystem in regelmäßigen Abständen eine Liste mit allen unter seiner Obhut stehenden Druckern durch das Netzwerk. Diese Rundschreiben bezeichnet man als Broadcast. Alle angeschlossenen Linux-Computer empfangen diese Nachrichten und binden die externen Drucker automatisch ein. Dazu muss der Rechner noch nicht einmal die Netzwerkadresse des Servers kennen. Peters Vater müsste somit nur seinen Computer mit dem Server verbinden, ein paar Sekunden auf die Rundschreiben warten und schon könnte er losdrucken – wären da nicht ein paar (zurecht) vorsichtige Distributionshersteller.



