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Buchtipp

Bücher

01.10.2007

Einführung in Python

Python ist als moderne, objektorientierten Skriptsprache in aller Munde und lässt sich auch von Anfängern schnell erlernen. Mit "Einführung in Python" bringt Dinu C. Gherman eine zweite, überarbeiteten Auflage der Übersetzung von "Learning Python" des US-Autorenduos Lutz/Ascher auf den Markt. Ein Blick in das 624-seitige Werk zeigt, dass es nicht nur für Anfänger ein sinnvoller Begleiter ist: Selbst Fortgeschrittenen verschafft die Lektüre wohl das eine oder andere Aha-Erlebnis.

Das Buch behandelt in 29 Kapiteln die Eigenschaften der neuesten Version von Python, wobei auch Details – wie etwa der Vergleich von Tupeln und Listen – nicht unter den Tisch fallen. Die Autoren beantworten im ersten Teil Fragen zu Python, dessen Einsatzgebieten, Stärken und Schwächen. Nicht zu kurz kommen auch der Python-Interpreter und die mitgelieferte Entwicklungsumgebung Idle. Der zweite und Teil geht unter anderem genauer auf Typen, Operatoren, Zuweisungen und Schleifen, sowie if-Anweisungen und das Dokumentieren von Code ein.

Ohne Funktionen, Module und Klassen kommt man auch in Python nicht weit. Die entsprechenden Konzepte stellen die Teilen Vier bis Sechs des Buchs vor. Auch weiterführende Themen zu Klassen fehlen hier nicht. Ein anderes bekanntes Konzept von objektorientierten Sprachen stellt die Behandlung von Ausnahmen dar. Erfreulicherweise hat Dinu C. Gherman die vereinheitlichte try/except/finally-Anweisung, die es seit Python 2.5 gibt, in die deutsche Übersetzung aufgenommen. Am Ende des Buches stellen die Autoren die typischen Aufgaben der Sprache, verschiedene Frameworks und Python-Ressourcen vor.

Ob die Lektüre auch Früchte trägt, kann man mit Übungsaufgaben am Ende jedes Teils sofort überprüfen. Lösungen zu den Aufgaben finden sich im Anhang. Insgesamt ist "Einführung in Python" ein sehr gelungenes Werk, das für jedermann einfach und verständlich geschrieben ist. (cme)

Infos

Mark Lutz & David Ascher

Dinu C. Gherman (deutsche Bearbeitung)

Einführung in Python

O'Reilly, 2007

ISBN 978-3-89721-488-0

624 Seiten, 39,90 Euro

http://www.oreilly.de/

Webmin kompakt

Webmin hat sich seit vielen Jahren als webbasierte Konfigurationsoberfläche für beinahe alle Linux-Distributionen etabliert. Holger Reibold hat sich dieses Thema angenommen und es in seinem Buch auf über 400 Seiten dokumentiert. Bereits der Blick ins sehr übersichtlich gegliederte Inhaltsverzeichnis verrät, dass er dabei so gut wie alle Aspekte von Webmin 1.3 beleuchtet. In stringentem Aufbau beginnt der Band mit der Installation und Konfiguration von Webmin selbst. Danach folgen systeminterne Verwaltungsinstrumente, etwa der Runlevel-Editor oder das Setzen von Festplattenquotas. Am Ende beschreibt der Autor das Einrichten diverser Services wie Samba, Apache oder Bind mit Hilfe von Webmin.

Dabei holt er an den passenden Stellen weiter aus und erklärt auch die Hintergründe, beispielsweise die verschiedenen Funktionen der Runlevels, ohne dabei langatmig zu wirken. Die reichlich vorhandenen Illustrationen veranschaulichen in den meisten Fällen recht deutlich die Beschreibungen. Das Buch hinterlässt den Eindruck, dass sich der Autor sehr intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat, und lässt keine Zweifel an seiner Kompetenz aufkommen.

Wer über diverse sprachlichen Schwächen hinwegsieht, bekommt mit diesem Buch eine beinahe lückenlose und eingängig erklärte Webmin-Referenz, die sowohl den Einsteiger als auch den fortgeschrittenen Anwender kompetent unterstützt. (tle)

Infos

Holger Reibold

Webmin kompakt

bomots, 2007

ISBN 978-3-939316-10-7

424 Seiten, 24,80 Euro

http://www.bomots.de/

Enthusiasmus pur

"Die Linux-Macher sind ein Haufen brillanter Genies, aber zu blöd, es wirklich richtig zu machen." Hoppla, ein neues Buch von Bill Gates? "Du wirst Linux hassen. Du wirst darum winseln, wieder ein Microsoft Windows bedienen zu dürfen. Du wirst bereit sein, jeden beliebigen Preis für Windows zu zahlen, um bloß niemals wieder mit diesem Linux-Mist rummachen zu müssen." Die Schmähschrift eines Linux-Hassers? Weit gefehlt: Es ist das Buch eines Linux-Einsteigers aus Überzeugung, es ist ein Nickles!

Michael Nickles gehört mit seinem jährlichen PC-Report zu den profiliertesten Autoren von Computerbüchern in Deutschland, seine Webseite Nickles.de zu den wichtigsten Anlaufpunkten für Hard- und Softwareprobleme. Lange hat er sich geziert, mit Linux zu arbeiten: "Weil die Zeit erst jetzt dafür reif ist". Herausgekommen ist das Buch eines "Linux-Einsteigers", der dabei ist, ein "Linux-Aufsteiger" zu werden, und der seine Leser pointiert und fundiert daran teilhaben lässt.

Es ist ja auch nicht einfach, mit Linux. Jeder hat schon über die Tücken des freien Betriebssystems gestöhnt, aber nicht jeder meckert so enthusiastisch wie der Nickles: "Bullshit" findet er manche Optionsbezeichnungen, "Irrsinn" die Vielfalt der Distributionen, "elend hart" den Umstieg von Windows. Endlich sagt's mal einer!

Und gerade deshalb ist es ein Buch, das jeder Umsteiger neben seinem Linux-PC liegen haben sollte: Keine systematische Einführung ins System, stattdessen praxisnahe Hinweise zu den typischen Fallen, die jeden Linux-Neuling zum Stolpern bringen. Nickles schimpft an den Stellen, an denen jeder Umsteiger verzweifelt. Viel wichtiger aber: Er hilft dort mit großem Praxiswissen, zulässigen Vereinfachungen und treffenden Warnungen. Damit bringt er Neu-User über die ersten Hürden – und die zählen bekanntlich zu den höchsten. (tpe)

Infos

Michael Nickles

Nickles Linux Report

Markt + Technik, 2007

ISBN 3-8272-4199-3

480 Seiten, 24,95 Euro

http://www.mut.de/

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