Sherlock Holmes der Neuzeit
Vergleichstest Google Desktop vs. Beagle
Beagle: Multimediaformate
Auch in dieser Disziplin lässt Beagle kaum ein Dateiformat aus. An Bildern indiziert das Programm unter anderem PNG, JPG, GIF und SVG. Als Musik erkennt es neben vielen anderen auch OGG, MP3, FLAC und APE. Videodateien im MPEG-Format stellt das Programm ebenso wie Bilder als Thumbnail in der Übersicht dar. Im unteren Detailfenster erscheinen wie bei Textdokumenten Zusatzinformationen über den Pfad sowie das Änderungsdatum. Im Vergleich zu Google Desktop erweist sich die Anzeige von MP3-Dateien allerdings als wenig informativ. Gerade einmal der Titel im ID3-Tag sowie das Änderungsdatum und den Pfad bietet Beagle an, Informationen zur Länge oder Kodierung fehlen.
Beagle: Sonstiges
In der Grundeinstellung erstellt das Programm einen dynamischen Suchindex, der den Bestand permanent abgleicht und nicht mehr vorhandene Daten sofort daraus löscht. Das Kommandozeilenprogramm beagle-build-index erlaubt allerdings auch das Erstellen eines statischen Suchindexes, der den Datenbestand unabhängig von den tatsächlich vorhandenen Dateien vorhält. Das erweist sich vor allem beim Indizieren von gemounteten Shares via NFS als großer Vorteil.
Einen weiteren Pluspunkt gegenüber Google Desktop erntet Beagle beim Indizieren gepackter Formate: Während Google lediglich die Namen der Pakete registriert, indiziert Beagle auch den Inhalt von Archiven im TAR-, ZIP-, GZ- und BZ2-Format (Abbildung 8).
Negativ fiel auf, dass Beagle ausschließlich Dateien indiziert, dessen Typ es kennt. So blieb im Test beispielsweise die Suche nach EXE-Dateien erfolglos.
Beagle: Plus-Minus
+ Suche in gepackten Dateien
+ Unterstützt viele Dateiformate
+ Komandozeilenunterstützung
+ Erlaubt Platzhalter in Suchbegriffen
+ Freie Software (MIT Licence)
-- Verhältnismäßig langsam
-- Zeigt nur eine Zeile des Dokumentes
-- Kein Cache von Dateien



