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Privatarena

Einen Quake3-Arena-Server aufsetzen

01.09.2007 "Quake 3: Arena" hat Dank einer sehr aktiven Community kaum etwas von seinem Reiz verloren. Wir zeigen, wie Sie einen dedizierten Server für das Spiel aufsetzen.

Noch immer portieren nur wenige Firmen ihre aufwändigeren 3D-Spiele auf Linux. Eine positive Ausnahme von dieser Regel bildet die Softwareschmiede ID Software [1]. Die meisten der – mitunter umstrittenen – Titel dieser Spielewerkstatt lassen sich über so genannte Point Releases auch unter Linux nativ betreiben. Am bekanntesten dürfte wohl die Quake-Reihe sein, die nunmehr in der vierten Ausgabe vorliegt. Wem dank der aufwändigen Grafik des jüngsten Quake-Sprosses die Grafikkarte schmilzt, der greift lieber zum immer noch sehr beliebten Vorgänger "Quake 3: Arena" (Q3A). Da das Spiel eigentlich erst im Netzwerk seinen Reiz entwickelt, setzen Sie einen eigenen Q3A-Server auf, um mit Freunden zu "fraggen".

Das Spiel

Auch wenn ID Software den Quellcode der eigentlichen Spiele-Engine vor einiger Zeit löblicherweise unter die GPL stellte [2], stehen dem Spielvergnügen noch zwei Hindernisse im Weg. Zum einen ist Q3A indiziert, Sie müssen also mindestens 18 Jahre alt sein, um es zu erwerben. Zum anderen gab ID Software zwar den Quellcode der Engine frei, aber nicht das eigentliche Spiel mit sämtlichen, auf der CD vorhandenen, Spielwelten. Nicht zuletzt bekommt der kaufwillige Anwender die Silberscheibe kaum noch im Laden, sondern muss wohl Ebay oder ähnliche Plattformen für deren Erwerb bemühen.

Der Inhalt des Spieles lässt sich für alle Nichtspieler in wenigen Worten zusammenfassen: Der Spieler begibt sich auf einen fernen Planeten und muss dort mit verschiedenen Waffen in diversen Arenen gegen einen oder mehrere Figuren kämpfen. Die Gegner bestehen teils aus neuen "Helden", teils aus Figuren vergangener ID-Titel. Mehr Plot gibt es nicht, weshalb böse Zungen Q3A auch als Sportspiel und nicht als Egoshooter bezeichnen. Trotzdem behauptet sich das Spiel bis heute in einer festen Community – nicht zuletzt wegen seiner gelungenen Multiplayer-Unterstützung.

Einsames Spiel

Um gegen Mitspieler anzutreten, installieren Sie Quake zunächst auf dem heimischen Rechner. Zuvor müssen Sie die 3-D-Beschleunigung für Ihre Grafikkarte aktivieren. Wie das geht, verrät unter anderem ein Artikel unserer Schwesterzeitschrift EasyLinux [3].

Enthält Ihre Spiel-CD keine Point Release, laden Sie diese bei ID Software [4] herunter. Sie machen die Datei mittels chmod u+x linuxq3apoint-1.32.x86.run ausführbar, geben dann – mit Root-Rechten – ./linuxq3apoint-1.32.x86.run ein und folgen den Anweisungen zur Installation via GUI (Abbildung 1) oder Konsole. Sie verfrachten das Spiel am besten nach /usr/local/games/quake3. Vorher aktivieren Sie den Punkt Dedicated Server um später einen eigenen Server zu betreiben. Ihre Quake3-CD enthält die knapp 470 MByte große Datei pak0.pk3, welche Sie nun in das Verzeichnis /usr/local/games/quake3/baseq3 kopieren. Der Aufruf ./quake3 aus dem übergeordneten Verzeichnis startet das Spiel.

Im Singleplayer-Modus treten Sie Arena für Arena gegen martialisch auftretende Computergegner an. Erst wenn Sie eine Arena siegreich verlassen, dürfen Sie die nächste betreten. Wem dies zu langweilig wird, der richtet einen Server für seine menschlichen Mitspieler ein.

Abbildung 1: Ein grafischer Installer begleitet den Anwender beim Aufsetzen des Servers.

Zusammenspiel

Es gibt verschiedene Wege, um in Quake3 gegen menschliche Gegner anzutreten. Der einfachste führt über einen Server im heimischen Netzwerk. Dafür installieren Sie Q3A auf zwei Rechnern.

Auf einem bauen Sie das Spiel über das Quake-Menü Multiplayer | Create auf und wählen eine "Map" (eine Spielarena) aus. Im nächsten Bildschirm entscheiden Sie auf der linken Seite über die mögliche Anzahl der Mitspieler und legen fest, ob es sich um computergesteuerte Bots oder menschliche Gegner handelt. Rechts geben Sie abschließend die Anzahl der zum Sieg nötigen Treffer, sowie ein Zeitlimit für das Spiel an.

Ihr Gegner wählt im Multiplayer-Menü im obersten Feld Serverslocal aus und verbindet sich mit dem erscheinenden Server. Greift er über das Internet auf den heimischen Server zu, wählt er im Multiplayer-Menü Specify aus und gibt dort die IP-Adresse oder den Servernamen des Rechners an. Nutzen Sie einen Router mit NAT, müssen Sie in diesem Fall den Q3A-Standard-Port 27960 auf den Rechner weiterleiten, auf dem der Server läuft.

Quake-Spielmodi

Spielmodus

Regeln

Free for all Jeder gegen jeden. Auch Deathmatch genannt.
Tournament 1on1 Turnier mit nur zwei Gegnern. Lohnt nur auf kleinen Karten.
Team Deathmatch Zwei Teams spielen gegeneinander. Treffer zählen für das Team.
Capture the Flag Zwei Teams besitzen eine Flagge. Die gegnerische Flagge wird "entführt" und zur eigenen getragen – die der Gegner nicht stehlen darf.
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Kommentare

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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