Installation

Benutzer von Ubuntu und Debian installieren Gobby in Version 0.4.1 über die Paketverwaltung oder mit dem Befehl apt-get install gobby. Ubuntu-Anwender aktivieren dazu das Repository Universe. Auch Fedora-Benutzer gelangen mit Hilfe des Kommandos yum install gobby bequem an Gobby 0.4.1, wenn sie die Paketquelle Fedora Extras einbinden. Bei Gentoo löst emerge gobby den Installationsvorgang aus. Anwender von Open Suse 10.2 (Gobby 0.4.1) und Suse Linux 10.1 (Gobby 0.3.0) installieren über YaST die im nächsten Kapitel erwähnten Pakete. Anschließend spielen sie mit Root-Rechten und dem Befehl rpm -Uhv *.rpm die auf der Heft-DVD befindlichen RPM-Pakete ein.

Gobby Marke Eigenbau

Wer eine andere Linux-Distribution verwendet oder einfach die aktuelle Version 0.4.4 bevorzugt, muss selbst zum Compiler greifen. Auf der Heft-CD finden Sie die Archive net6-1.3.5.tar.gz, obby-0.4.4.tar.gz, gobby-0.4.4.tar.gz und sobby-0.4.3.tar.gz, letzteres enthält ausschließlich den dedizierten Server.

Gobby zu kompilieren setzt die vorherige Installation einiger Entwicklerpakete voraus. Neben den üblichen Voraussetzungen wie C- und C++-Compiler (gcc, g++) sowie Make benötigt die Gobby-Übersetzung die Entwicklerversionen – also mit der Endung -dev (Debian) oder -devel (RPM-basierte Distributionen) – von Libsigc++, Gtkmm, Libxml++, Gtksourceview, GnuTLS und Gtk. Wer die automatische Netzwerkkonfiguration verwenden möchte, installiert auch die Zeroconf-Bibliothek.

Die Gobby-Entwickler setzen außerdem auf den Cross-Compiler Mingw; das entsprechende Paket heißt je nach Distribution mingw oder mingw32. Es empfiehlt sich darüber hinaus die Installation von Gettext. Damit erhalten Sie neben der englischen Oberfläche auch zahlreiche Übersetzungen, darunter eine deutschsprachige. Die aufgeführten Bibliotheken und Programme gehören zum Umfang aller größeren Distributionen.

Der Weg zum selbst kompilierten Gobby beginnt beim Paket Net6, das sich um die Netzwerkkommunikation zwischen den Gobby-Clients und dem Server kümmert. Nach dem Entpacken von tar -xzf net6-1.3.5.tar.gz und dem Wechsel ins neue Verzeichnis net6-1.3.5 sorgen die Kommandos ./configure, make und make install für die Übersetzung und Installation der Net6-Bibliothek.

Nach Net6 folgt Obby. Diese Bibliothek hält zeitgleich bearbeitete Dokumente synchron. Sie übersetzen und installieren das Archiv auch hier nach dem Entpacken über ./configure, make und make install.

Nun ist Gobby selbst an der Reihe, das Sie auf dem eben genannten Weg übersetzen. Wer außerdem den dedizierten Server verwenden möchte, knöpft sich anschließend Sobby auf die gleiche Weise vor.

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