Terminal und Netzwerkdrucker

Einige der Einstell- und Funktionsmöglichkeiten stehen auch auf schwachbrüstigen Rechnern oder reinen Serversystemen ohne X-Server zur Verfügung. Mithilfe des Kommandos lpr oder – bei installiertem Cups-System – den Lp-Kommandos drucken Sie Dokumente von der Kommandozeile aus, wobei dies auch das Konvertieren der Daten einschließt.

Zu den Möglichkeiten, die sich auf der Kommandozeile ebenso wie bei einigen Anwendungen ergeben, erteilt das Handbuch ausführlich Auskunft. Trotzdem sollten sich alle Anwender, die nicht täglich mit dem sehr umfangreichen Befehlssatz von Lpr oder Lp umgehen, zunächst die Manpages ansehen sowie die Dokumentation von Cups zurate ziehen.

Spezialfall Gimp

Beim Bearbeiten von Bildern sowie dem Fotodruck kommt unter Linux kaum jemand am Boliden Gimp vorbei. Das Programm bringt jedoch eine eigene Routine mit, die einen korrekt unter Cups eingerichteten Turboprint-Drucker nicht von sich aus erkennt. Hier steht etwas Handarbeit an. Dabei leistet allerdings das Turboprint-Handbuch wegen veralteter Texte wenig Hilfe.

Um die Schritte zu verdeutlichen, kommt wieder das Testssystem mit Ubuntu zum Einsatz. Betreiben Sie mehrere Drucker, aktivieren Sie im Menü System | Administration | Drucker den entsprechenden Turboprint-Drucker – so nicht bereits geschehen – mit der Option Zur Vorgabe machen als Standarddrucker. Danach klicken Sie in Gimp bei geladenem Bild im Menü Datei | Print im Reiter Printer Settings auf den Button Setup Printer. Im sich öffnenden Menü geben Sie im Feld PPD File die aktive PPD-Datei an. In der Regel heißt diese tp0.ppd und liegt meist in /etc/cups/ppd unterhalb des Konfigurationsverzeichnisses von Cups (Abbildung 6).

Abbildung 6: Das Einrichten des Druckers unter Gimp gelingt mit wenigen Klicks.

Geben Sie die gewünschten Werte für Auflösung, Papiergröße und Ausrichtung an. Im oben im Fenster befindlichen Reiter Output finden Sie ein Untermenü zum Anpassen der Farben. Hier öffnet ein Klick auf den Button Adjust Output die entsprechenden Optionen (Abbildung 7). Gimp macht diese manuellen Farbanpassungen meistens nötig, da die Software Bilder in der Regel sehr hell ausdruckt. Ein letzter Klick auf die Buttons Close und Print startet den Druckvorgang.

Abbildung 7: Beim Drucken aus Gimp heraus empfiehlt es sich, die Farben anzupassen.

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