Brilliante Farben

Der dritte Reiter, Grafik, bringt lediglich bei Farbdruckern Nutzen. Hier aktivieren Sie individuell verschiedene Druckraster, bei denen zusätzlich noch Farbregler für Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und die Gamma-Anpassung des Monitors den Ausdruck beeinflussen. Die Truematch-Farbkorrektur gleicht zusätzlich den Ausdruck automatisch an die Farbwerte des Bildschirms an. Sie verwendet dazu Farbprofile, die für viele Drucker vorliegen und teilweise sogar die verwendete Papiersorte berücksichtigen. Sie sollten diese Option stets einschalten. Über den seitlich im Fenster angebrachten Farbregler Erweitert passen Sie den Tintenauftrag zusätzlich manuell an, falls die bisherigen Einstellungen kein zufriedenstellendes Druckergebnis ergeben.

Im vierten horizontalen Reiter, Bild, stellen Sie für den Ausdruck von Grafiken die Parameter Größe und Positionen auf dem Papier manuell ein. Das dürfte meist unnötig sein, da sich die hier vorgenommenen Einstellungen lediglich auf den Direktdruck von Bildern und Grafiken mit dem alten Drucksystem LPR auswirken. Auf nahezu allen modernen Systemen kommt jedoch mittlerweile Cups zum Einsatz.

Der nachfolgende Reiter, Text, nutzt ebenfalls nur eingeschränkt bei modernen Distributionen: Hier geben Sie Textgröße, Zeilenabstand und Spaltenanzahl ein und fügen – mithilfe der Funktion Pretty Print – noch Kopfzeilen hinzu. Außerdem erlaubt es der Modus, Schlüsselbegriffe im Text hervorzuheben. Das klappt jedoch nur bei reinen ASCII-Texten und ist zwar für Programmierer interessant, für Normalanwender jedoch nur von geringem Nutzen.

Wartungsmodus

Durchweg nützlich erscheinen die Tools im Reiter Werkzeuge: Hier geht es unter anderem darum, Probleme bei Tintenstrahldruckern zu lokalisieren und zu beheben. Neben der Möglichkeit zum Ausdruck einer Testseite finden hier auch Funktionen zur Justage und dem Reinigen des Druckkopfs, zum Düsentest und zur Anzeige des Füllstands in den Patronen. Letzteren zeigt die Software jedoch nur an, wenn Sie sich als root anmelden und zusätzlich eine bidirektionale Verbindung zum Drucker aufbauen.

Insbesondere bei sehr alten Tintenstrahldruckern der Serien HP Deskjet und Epson Stylus gelingt das nicht immer sofort, sondern erst durch das richtige Einstellen verschiedener DIP-Schalter oder Menü-Optionen am Drucker selbst. Da Ubuntu und dessen Derivate zudem ein Login als root in der Standardkonfiguration nicht erlauben, starten Sie hier das Turboprint-Tool mittels sudo xtpconfig in einem Terminal. Nach Eingabe des Passworts steht Ihnen auch hier der volle Funktionsumfang zur Verfügung (Abbildung 5).

Abbildung 5: Die Tintenfüllstandsanzeige hilft beim Planen des Verbrauchsmaterials.

Unter dem letzten Reiter, Info, sind schließlich Informationen zur gültigen Lizenz hinterlegt.

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