Back to the Shell

Alle Einstellungen, die die grafische Oberfläche bietet, stehen Ihnen per Eingabe des Befehls ddccontrol nebst Optionen auf der Kommandozeile zur Verfügung. Allerdings erfordert dies erhöhte Konzentration sowie genaues Studium der Dokumentation und des Programmoutputs. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt im schnellen, aber gleichzeitig präzisen Setzen der einzelnen Parameter.

Der Komfort der Arbeit mit DDCcontrol in der Shell fällt jedoch um Längen geringer aus als beim Einstellen mit Hilfe der grafischen Oberfläche oder der Bedienelemente des Monitors. Die Arbeit auf der Shell bietet sich jedoch zur Automation der Bildschirmeinstellungen an. So wäre es beispielsweise möglich, die individuellen Einstellungen über ein kleines Skript in den Start der grafischen Oberfläche einzubinden.

Fazit

Das Programm erweist sich als echte Hilfe beim Ersteinrichten sowohl von Röhrenmonitoren als auch von Flachbildschirmen. Die Konfiguration der Wiedergabegeräte fällt zwar im Allgemeinen nicht tagtäglich an, die Software leistet aber dank der Möglichkeit zum Erstellen verschiedener Profile beim Bearbeiten von Grafiken und Videos gute Dienste. Ein Testbild für die Farbeinstellungen, analog zu jenem für das Optimieren von Kontrast und Helligkeit, wäre eine sinnvolle Ergänzung.

Glossar

VESA

In der Video Electronics Standards Association (VESA) [3] sind über 100 Mitglieder vertreten, die gemeinsam für einheitlicher Standards und Spezifikationen in der Computergrafik verantwortlich zeichnen.

Direct Memory Access

Eine Technik, bei der Peripheriegeräte Input/Output-Daten direkt in den oder aus dem Hauptspeicher transportieren, ohne dass der Prozessor am Transfer beteiligt ist.

DDC2B

Zweite, erweiterte Version des Display Data Channels (DDC). Sie ermöglicht das bidirektionale Übertragen von Informationen zwischen Grafikkarte und Wiedergabegerät [3]. Die aktuellste Version basiert auf dem Multi-Master Serial Computer Bus I2C [5], der auch die Grundlage für die Funktionen von DDCcontrol liefert.

Infos

[1] Unterstützte Grafikkarten: http://ddccontrol.sourceforge.net/doc/0.4/apc.html

[2] Unterstützte Monitore: http://ddccontrol.sourceforge.net/doc/0.4/apb.html

[3] Infos zu VESA, DDC und DDC/CI: http://www.vesa.org

[4] Projektseite: http://ddccontrol.sourceforge.net

[5] Hintergrund zu I2C: http://www.i2c-bus.org

[6] DDCcontrol-Mailingliste: mailto:ddccontrol-users@lists.sourceforge.net

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • X auf Reisen
    Wer mit seinem Notebook häufig verschiedene Displays in unterschiedlichen Anordnungen nutzt, weiß ein einfaches Umschalten dazwischen zu schätzen.
  • Scan mich!
    Der Scanner-Support gehört unter Linux weiterhin zu den problematischen Gebieten, vor allem was die Kooperation zwischen Drucker und Scanner angeht. Vuescan von Hamrick Software hilft hier mit passender Software und Treiberunterstützung.
  • Kontrastmittel
    Ein gut belichtetes Foto gelingt selten mit der ersten Aufnahme. Und besonders bei Motiven mit starken Helligkeitsunterschieden ist eine gleichmäßig belichtete Aufnahme fast unmöglich. Abhilfe schafft Qtpfsgui, das ein kontrastreiches HDR-Bild aus einer Belichtungsreihe zaubert.
  • Bild, schöön!
    Die HDR-Fotografie soll die Lücke zwischen Fotografie und dem menschlichen Sehvermögen schließen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie aus Ihren guten Fotos noch bessere Bilder machen.
  • Drei Flachbildschirme unter 1000 Mark
    Unschärfen, Verzerrungen, Konvergenzfehler – es gibt viele Gründe, den guten alten Röhrenmonitor ins Museum zu schicken. Und seit einiger Zeit muss man sich dafür auch nicht mehr in Schulden stürzen. Unter 1000 Mark sind bereits TFT-Displays zu bekommen, deren Auflösung zeitgemäß ist. Doch laufen sie auch unter Linux? LinuxUser hat drei populäre Modelle getestet.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 07/2017: VIDEOSCHNITT

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Irgend ein Notebook mit Linux Mint - vllt der Dell Latitude 3480???
Universit Freiburg, 26.06.2017 13:51, 0 Antworten
Hey Leute, bin am Verzweifeln weil ich super gerne auf Linux umsteigen würde aber kein Noteboo...
scannen mit LINUXMINT 18.0 - Brother DCP - 195 C
Christoph-J. Walter, 21.06.2017 08:47, 4 Antworten
Seit LM 18.0 kann ich nicht mehr direkt scannen. Obwohl ich die notwendigen Tools von der Brothe...
Anfänger Frage
Klaus Müller, 24.05.2017 14:25, 2 Antworten
Hallo erstmal. Habe von linux nicht so viel erfahrung müsste aber mal ne doofe frage stellen. A...
Knoppix-Live-CD (8.0 LU-Edition) im Uefiboot?
Thomas Weiss, 26.04.2017 20:38, 4 Antworten
Hallo, Da mein Rechner unter Windows 8.1/64Bit ein Soundproblem hat und ich abklären wollte, o...
Grub2 reparieren
Brain Stuff, 26.04.2017 02:04, 7 Antworten
Ein Windows Update hat mir Grub zerschossen ... der Computer startet nicht mehr mit Grub, sondern...