Ministeck

Ist die Matte einsatzfähig, stöpseln Sie sie an. Stecken Sie immer erst die Tanzmatte in den Adapter und diesen dann seinerseits in den PC. Achten Sie beim EMS2-Adapter darauf, dass ein eventuell vorhandener Schiebeschalter auf PC steht und die Matte im Anschluss Game Controller steckt. Die Strippe mit dem gelben Stecker brauchen Sie nicht.

Ihr Linux-System sollte den Adapter samt Matte als normalen USB-Joystick erkennen. Den Erfolg prüfen Sie mit einem Aufruf von dmesg in einem Terminalfenster. Die letzten Ausgaben sollten ähnlich wie in Abbildung 5 aussehen und sich auf den Joystick am USB-Port beziehen.

Abbildung 5: Die letzten Zeilen der Ausgabe von Dmesg beziehen sich auf das angestöpselte Gespann aus Adapter und Tanzmatte.

Mit Root-Rechten tippen Sie nun den Befehl modprobe joydev ein. Damit weist Ihr Linux-System der Matte einen Namen in Form einer Gerätedatei zu – gewöhnlich /dev/input/js0 oder /dev/js0.

Anschließend prüfen Sie in den Joystick-Einstellungen Ihrer Distribution die korrekte Funktionsweise der Matte. Die erreichen Sie unter KDE, indem Sie [Alt]+[F2] drücken, kcontrol eingeben und im KDE-Kontrollzentrum den Punkt Angeschlossene Geräte | Joystick auswählen.

Gnome-Anwender, etwa alle Ubuntu-Nutzer, müssen etwas mehr Aufwand betreiben und zunächst das Paket joystick einspielen. Das darin enthaltene Testprogramm Jstest starten Sie in einem Terminalfenster mit dem Befehl

$ jstest --normal Gerätedatei

wobei Sie als Gerätedatei die für den Joystick gültige Gerätedatei angeben, also /dev/input/js0 oder /dev/js0.

Leuchtfeuer

Sobald Sie ein Feld auf der Matte betreten, sollte in KDEs Joystick-Einstellungen eine entsprechende Information erscheinen. Zwei Probleme können das verhindern: Einige Adapter müssen Sie zunächst in einen so genannten Tanzmattenmodus versetzen. Dazu belegen Sie während des Einstöpselns drei Felder auf der Matte für einige Sekunden gleichzeitig – in der Regel Select, Start und den Pfeil nach oben. Für gewöhnlich kostet das eine kleine Verrenkung.

Ein weiteres Problem entsteht, wenn Ihre Linux-Distribution für den Adapter eine Gerätedatei erstellt, deren Name nicht den gängigen Gepflogenheiten entspricht. In diesem Fall werfen Sie einen Blick in die Ausgabe von Dmesg oder suchen im Unterverzeichnis /dev/input nach der passenden Gerätedatei. Mit ihr erzeugen Sie als Benutzer root im Verzeichnis /dev einen Link auf den Joystick: ln -s Gerätename /dev/js0.

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