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Takeoff

Flugsimulatoren im Vergleich

Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Die Bedienung des Flightgear ist für Einsteiger ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Start erfolgt von der Konsole aus und erfordert die Eingabe des Startbefehls fgfs, gefolgt von verschiedenen Optionen zur Auswahl des Luftfahrzeugs, des Start- und Zielflughafens sowie aller weiteren Parameter wie Wetter und Uhrzeit. Einen Überblick geben der LinuxUser-Artikel aus Heft 11/2005 [4] sowie die Online-Dokumentation der Anwendung [5]. Der Start des Microsoft Flightsimulator X erfolgt über einen grafischen Dialog, der ähnlich wie Flightgear Parameter wie Uhrzeit, Wetter, Flugzeug und Flugstrecke abfragt. In beiden Programmen lassen sich auch Standard-Szenarien laden. Welche von beiden Startprozeduren einfacher oder schneller von der Hand geht, hängt von Geschmack des Benutzers ab; im Test stach keine von beiden besonders hervor. Letztendlich erfüllen beide den gleichen Zweck und erfordern ein klein wenig Konzentration bei der Auswahl.

Ist das Szenario einmal gestartet, lassen sich in beiden Simulatoren die meisten Bedienelemente im Flugzeug-Cockpit je nach Typ mehr oder minder realistsich nutzen. Aktionen löst der Pilot durch Tastenkürzel oder Klicken auf entsprechende Schalter auf dem Armaturenbrett aus (Abbildung 5). Über ein Menü lassen sich in beiden Simulatoren Umgebungsvariablen ändern und anpassen. Auch Systembestandteile oder Instrumente fallen – anders als in der Realität – auf Mausklick aus (Abbildung 6).

Abbildung 5: Das Cockpit der Cessna 172 in Flightgear: Das Armaturenbrett präsentiert sich vollständig bestückt und benutzbar.

Abbildung 6: Chaos auf Knopfdruck: Übermütige Piloten wählen aus zwei Menüs Havarien aus. Die Beherrschung der ausgelösten Situation erfordert meist hohes fliegerisches Können.

Unterhaltungswert

Flightgear ist ein Purist unter den Simulatoren, FSX dagegen hält für den vergnügungssuchenden Hobbypiloten einiges an Unterhaltung bereit. In über fünfzig Missionen kann man alle möglichen und unmöglichen Flugaufgaben lösen – zwar zum Teil mit realitätsfernen Hintergrundgeschichten, aber dennoch fliegerisch sehr anspruchsvoll. Hinzu kommt eine ausführliche Bibliothek mit Hintergrundwissen und Geschichten zu vielen Flugzeugen, zur Geschichte des Fliegens. Eine Ausbildungshilfe in Verbindung mit 25 Flugstunden, die von einem virtuellem Fluglehrer gegeben werden, der um keinen dummen Kommentar verlegen ist, rundet den Entertainmentbereich ab. Multiplayer-Modi für gemeinsame Flüge bieten beide Simulatoren. Bei dieser umfangreichen Ausstattung des FSX besteht durchaus die Gefahr, sich in der Unterhaltung zu verlieren. Nicht zu vergessen: Die Zusatzfunktionen des FSX verursachen einen großen Teil des opulenten Massenspeicherbedarfs.

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