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Neue Hardware

01.08.2007

Preisgünstiges Asus-Subnotebook mit Linux

Computerhersteller Asus hat auf der Computex in Taipeh das in Zusammenarbeit mit Intel entstandene, günstige Subnotebook "EeePC" vorgestellt. Es basiert auf einem nicht näher spezifizierten Chipsatz und Mobil-Prozessor von Intel, die auf 512 MByte DDR2-400-Hauptspeicher zugreifen. Auf der zwischen 4 und 16 GByte großen Solid-State-Festplatte residiert als Betriebssystem eine Linux-Eigenentwicklung. Das Eee-Linux soll sich durch besonders einfache Bedienung auszeichnen. Aus diesem Anspruch leitet Asus auch den Gerätenamen ab: Das dreifache "E" steht für "Easy to learn, Easy to work, Easy to play". Als Hauptanwendungsbereiche für das Subnotebook sieht der Hersteller Webbrowsing, E-Mail, Office-Arbeiten und digitale Kommunikation.

Der EeePC soll noch dieses Jahr in zwei Versionen erscheinen, die sich hinsichtlich der Displaygröße unterscheiden. Der EeePC 701 kommt mit einem 7-Zoll-Bildschirm, der größere EeePC 1001 mit einem 10-Zoll-Display. Beide werden von einem integrierten Intel-UMA-Grafikchip angesteuert. Bei Maßen von 22,5 x 16,5 x 3,5 cm wiegt der EeePC 701 lediglich 890 Gramm. Sein Vier-Zellen-Akku hält laut Hersteller drei Stunden Betrieb durch. Für die Kommunikation bringt das Gerät eine 10/100-Mbit/s-Ethernet-Schnittstelle, 802.11b/g-WLAN sowie ein 56k-Modem mit. Die Multimedia-Ausstattung umfasst eine Drei-Megapixel-Webcam sowie Hi-Definition-Audio mit zwei Lautsprechern und Mikrofon.

Bereits im August will Asus die ersten Serienexemplare des einfachen Notebooks ausliefern. Mit 7-Zoll-Display soll es 199 US-Dollar kosten, mit 10-Zoll-Bildschirm 299 Dollar. Asus strebt nach eigenen Angaben 200.000 verkaufte Einheiten bis zum Jahresende an. Ob und zu welchen Preisen das Gerät auch in Deutschland zu haben sein wird, dazu mag sich Asus noch nicht offiziell äußern. LinuxUser liegen aber Antworten von Asus Deutschland auf Kundenanfragen vor, die von einer Verfügbarkeit der EeePCs auch hierzulande noch in diesem Jahr ausgehen.

199-Dollar-Subnotebook von Asus: Der 890 Gramm leichte EeePC bringt alles mit, was man fürs Surfen, für E-Mail und die digitale Kommunikation braucht.

USB-Geräte gemeinsam im Netz nutzen

Der neue multifunktionale "USB 2.0 Extender und Device Server" von Lindy ermöglicht mehreren Benutzern den Zugriff auf USB-Peripheriegeräte über das Netzwerk. Dabei kann es sich um Drucker, Multifunktionsgeräte, Scanner, Festplatten, Speichersticks, Speicherkarten-Lesegeräte oder fast beliebige andere USB-Geräte handeln. Bei zeitkritischen USB-Geräten, wie Soundadaptern, Videokonvertern oder TV-Karten muss der Device-Server aber passen.

Zum Anschluss der Peripheriegeräte stellt der Device-Server zwei USB-2.0-Schnittstellen bereit, der An- und Abtransport der Daten erfolgt über einen 10/100-Mbit/s-Ethernet-Port. Ein integrierter FTP/SMB/SANE-Server mit Benutzer- und Rechteverwaltung sorgt dabei für Sicherheit. Daneben meldet das Gerät Fehler und Statusänderungen, wie etwa das Entfernen von USB-Geräten, per E-Mail an den Administrator. Der nur 10 x 7 x 2,6 cm kleine Device-Server enthält bereits ein integriertes Scan-Dienstprogramm. Für Drucker unterstützt er alle gängigen Protokolle wie TCP, IPP, LPR, LPD, CIFS sowie SMB oder Raw, wobei man ein Feintuning der Anschlüsse und Protokolle über ein browserbasiertes Menü vornehmen kann.

Da der Device-Server keine zusätzlichen Treiber erfordert, arbeitet er mit allen Betriebssystemen zusammen. Das Gerät lässt sich mit fester oder per DHCP vergebener IP-Adresse nutzen. System- und Konfigurationsdaten lagert der Device-Server in seinem 2 MByte großen, nicht flüchtigen Flash-Speicher. Als Datenpuffer stehen zusätzlich 8 MByte SDRAM zur Verfügung. Durch die Unterstützung des SNMP-Protokolls eignet sich das Gerät auch für professionelle Netzwerkumgebungen. Der "USB 2.0 Extender und Device Server" ist ab sofort im Handel oder über den Lindy-Onlineshop zu haben. als unverbindliche Preisempfehlung nennt der Hersteller 139,90 Euro.

Bringt USB-Geräte ins Heimnetzwerk: Der "USB 2.0 Extender und Device Server" von Lindy.

Linux-PC im USB-Stick-Format

Das im französischen Grenoble beheimatete Unternehmen Calao Systems (http://www.calao-systems.com) bringt demnächst einen Mini-Linux-PC in der Größe eines USB-Sticks auf den Markt. Der mit einem ARM-Prozessor versehene Rechenzwerg USB-9260 soll sich für Anwendungen wie beispielsweise GPS-Navigation eignen. Auf einer Grundfläche von 85 mal 36 Millimetern finden neben der ARM-CPU von Atmel und 64 MByte SDRAM auch Anschlüsse für USB 2.0 und Fast Ethernet Platz. Der Datenspeicher besteht aus 256 MByte NAND-Flash. Für Setup und Debugging stehen JTAG- und DBGU-Anschlüsse via USB zur Verfügung. Callao liefert den Mini-Rechner mit U-Boot-Firmware aus, einem multiplattformfähigen Derivat von OpenFirmware. Die Firmware lädt Daten via XModem oder TFTP. Als Kernel kommt Linux 2.6 zum Einsatz, eine passende GNU-Werkzeugsammlung gibt es beim Hersteller. Wann und zu welchem Preis der Calao USB-9250 zu haben sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

Der mit einer ARM-CPU und 64 MByte RAM ausgestattete Linux-Mini-PC Callao USB 9260 ist nur so groß wie ein USB-Stick.

Maus mit eingebautem Laserpointer

Eine stressfreie Konfiguration verspricht der Hersteller NTP beim Einsatz seines neuartigen Mausersatz Wowpen Traveller. Laut Herstellerangaben reicht es die USB-Gegenstelle des kabellosen Zeigegeräts am Rechner einzustecken und schon sei die Hardware einsatzbereit. Der Wowpen erinnert an einen Joystick ohne bewegliche Teile und ermöglicht eine ergonomische Position der bedienenden Hand.

Da die Hardware ohnehin über einen Laser verfügt, um die Auflage abzutasten, haben die Entwickler sie auch für den Einsatz als Laserpointer fit gemacht. Wer seine Folien erläutert, sollte sich jedoch nicht weiter als zehn Meter von der Basisstation entfernen. Länger als die von Hersteller angegebene Laufzeit von zehn Stunden mit einer Akkuladung dürfte allerdings wohl kaum ein Vortrag dauern.

Im Standby bleibt das Gerät 72 Stunden aktiv; ein Ladezyklus dauert rund zweieinhalb Stunden. NTP vertreibt den Wowpen nicht an Endkunden, sondern lediglich an große Ketten. Der vom Hersteller empfohlene Preis liegt bei rund 100 Euro.

Der Wowpen von NTP verspricht als Mausersatz nicht nur eine bessere Ergonomie beim Arbeiten, sondern auch eine stressfreie Installation.

Kurz notiert

Innerhalb von zwei Monaten haben 40 000 Kunden den PC-Hersteller Dell im Benutzerforum Ideastorm (http://www.ideastorm.com) aufgefordert, vorinstallierte Linux-Rechner auch außerhalb der USA anzubieten. Bisher kann man nur in den USA Dell-Ubuntu-PCs erwerben. Als Grund dafür nennt der Hersteller lizenzrechtliche Schwierigkeiten bei Treibern und logistische Probleme wie den fehlenden Support für die Übersetzungen.

Auf der International Supercomputing Conference 07 (http://www.supercomp.de/isc2007/), die Ende Juni in Dresden stattfand, wurde die neue Top-500-Rangliste der leistungsstärksten Computer präsentiert. Nach wie vor dominiert IBM mit dem Spitzenreiter (280,6 Teraflops) und drei weiteren Blue-Gene-Systemen unter den ersten Zehn. Die Herstellerrangliste führt Hewlett-Packard mit 40,6 Prozent aller Top-500-Rechner an. Bei den Betriebssystemen behauptet Linux mit Abstand die Spitzenposition.

Für die neue Playstation 3 liefert Helios jetzt die passende Linux-Distribution (http://www.helios.de/news/news07/N_04_07.phtml). Dabei handelt es sich ein modifiziertes Yellow Dog Linux 5.0, das sich laut Hersteller in weniger als 10 Minuten installieren lässt. Allerdings kann es das Sony-eigene Betriebssystem nicht ersetzen, sondern läuft in einer virtuellen Maschine. Die Performance reicht aber aus, um für Cell-Prozessoren zu entwickeln oder die PS3 als Heim-Server zu nutzen.

Die Entwickler der Ubuntu Embedded Edition (https://wiki.ubuntu.com/EmbeddedUbuntu) haben ihre Pläne konkretisiert: Ubuntu EE enthält einen Webbrowser sowie verschiedene Multimediaprogramme, um Musik und Filme auf Intels neuer Plattform Mobile Internet Device abzuspielen. Besonders Augenmerk richten die Entwickler auf eine kurze Startzeit und das schnell Erwachen aus dem Schlafmodus. Die Embedded-Edition von Ubuntu erscheint voraussichtlich im Oktober 2007, erste Geräte mit dem System gibt es wohl erst 2008 zu kaufen.

Der Datenbank-Hersteller Oracle entwickelt zur Zeit ein neues Linux-Dateisystem für große Speicherkapazitäten; Btrfs (http://oss.oracle.com/projects/btrfs/) erlaubt Dateiengrößen bis zu 264 Byte, verwaltet aber auch kleine Dateien hoch effizient. Es unterstützt die dynamische Zuteilung von Inodes, sowie Subvolumes und Snapshot-Techniken. Mehrere Prüfsummen-Algorithmen stellen die Datenintegrität sicher, bei Fehlern stellt der Benutzer durch On- und Offline-Systemprüfungen die Konsistenz seiner Daten wieder her.

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