Probleme mit IEs4Linux

LU 06/2007, S.50: Ich komme leider nicht zum Ausprobieren von IEs4Linux, denn bei der von Ihnen genannten Vorgehensweise erhalte ich (auch als root) die Fehlermeldung

bash: ./ies4linux: /usr/bin/env: bad interpreter: Keine Berechtigung

Wie kann ich das Problem lösen? Beim Stöbern auf der Homepage von IEs4Linux stöbert könnte man den Eindruck bekommen, dass es keine Beta mehr gibt, denn ein Download fehlt. Trotzdem ist die "stabile" Versionsnummer nach dem Download für Suse die gleiche. Wie kann das sein? Ingolf Hosbach

LinuxUser: Zur Lösung Ihres Problem sollten Sie sicherstellen, dass das Skript ausführbar ist (chmod +x ies4linux). Das in der Fehlermeldung erwähnte Programm Env dient dazu, Bash-Skripte portabler zu machen. Env verwaltet dazu eine Liste von Umgebungsvariablen und enthebt den Programmierer der Notwendigkeit, den Pfad zum Interpreter direkt ins Skript schreiben zu müssen.

Sie sollten also sicherstellen, dass das Programm Env auf Ihrem System installiert ist. Falls ies4linux dennoch nicht funktioniert, öffnen Sie die Datei in einem Texteditor und ändern die erste Zeile. Dabei ersetzen Sie #!/usr/bin/env bash durch #!/bin/bash.

Auf der Projektseite führt der Link "Beta" auf der Hauptseite nur zu allgemeine Informationen über das Programm. Erst im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis auf das Blog des Entwicklers (http://www.tatanka.com.br/ies4linux/news/), in dem Sie die jeweils aktuelle Version des Programms herunterladen können. Die noch immer aktuelle und auch dem Artikel zugrunde liegende Version finden sie unter http://www.tatanka.com.br/ies4linux/downloads/ies4linux-2.5beta6.tar.gz. Hendrik Heuer

Useless-Use-of-cat-Award

LU 06/2007, S. 58: Ich habe eine Frage zu den Listings im Artikel "Text2Speech": Gibt es einen Grund cat zu verwenden? Ich kann die Stellen im Artikel gar nicht alle angeben, deshalb nur ein Beispiel: Listing 1, Zeile 4.

Um alle Stellen zu finden, könnte man ja einfach cat Artikel | grep cat oder besser noch grep cat Artikel oder von mir aus auch grep cat <Artikel verwenden.

Sollte es tatsächlich einen technischen Grund für die Verwendung von cat an dieser Stelle geben, bin ich überaus interessiert und lasse mich auch gerne auf die entsprechende Man-Page hinweisen. Ansonsten hat dieser Artikel wohl einen "Useless-Use-of-cat-Award" verdient.

Trotzdem vielen Dank für den Artikel, die Ausgabe und eure unermüdliche Arbeit! Robert Blaimer

LinuxUser: Tatsächlich wollten wir einmal testen, wie aufmerksam unsere Leser die Listings lesen … Nein, im Ernst: Das cat war schlicht ein unbemerktes Überbleibsel aus unseren Experimenten mit Txt2pho und Co. Sie können es weglassen und direkt die Ausgabe von echo $* über eine Pipe an Txt2pho weiterreichen. (kki)

Boykottiert Novell/Suse!

LU 07/2007, S. 5: Die Redaktion sollte auch die nötigen Konsequenzen aus dem Editorial ziehen:

  • Testet keine Software mehr aus dem Hause Novell,
  • gebt keine Anleitungen mehr für OpenSuse und Suse,
  • druckt statt dessen Artikel, die Suse-Nutzern den Umstieg auf andere Distributionen erleichtern, und
  • ruft zum Boykott von Novell/Suse auf!

Soll Novell/Suse doch versuchen, Bill Gates und Steve Ballmer von ihren Produkten zu überzeugen – vielleicht wollen die ja Suse haben. Martin Schäfer

LinuxUser: Das war auch mein erster Impuls, schon im November, aber: Das wäre dann doch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Die Entwickler bei Suse und OpenSuse sind – soweit sie nicht ohnehin schon das Unternehmen verlassen haben – auch nicht restlos glücklich über die Situation. Es wäre etwas unfair, ihnen auch noch für etwas Knüppel zwischen die Beine zu werfen, was sie gar nicht verbrochen haben. Gefragt ist vielmehr politischer Druck auf Novell selbst – und den kann meines Erachtens nur die FSF leisten. Ich setze auf die GPLv3 und die zügige Relizenzierung vom möglichst viel Software nach der neuen Lizenzversion. (jlu)

JPEG verzweifelt gesucht

LU 07/2007, S. 40: Ich habe mit Interesse Ihren Artikel über Webcams gelesen. Erfreulich, dass Sie dank des GSPCA-Moduls die Lage als "entspannt" beschreiben können.

Noch mehr gefreut hat mich, dass ich ein Bild von einer PAC7311-Kamera in Ihrem Magazin sehen konnte, da ich der Entwickler des PAC7311-Treibers bin. Aber wie man deutlich auf dem Bild sehen kann, ist die Qualität sehr schlecht. Daher möchte ich an dieser Stelle einen Aufruf machen: Ich brauche einen JPEG Guru, der mir hilft, die Bildqualität zu verbessern.

Der Hersteller Pixart hat bei dieser Kamera seine eigene "JPEG-Interpretation" verwirklicht und gibt leider keinerlei nähere Information dazu heraus. Selbst als ich geschäftlich in Taiwan war und Pixart besuchen wollte, haben sie ein Gespräch verweigert.

Jörg Schummer hat herausgefunden, wie wir das "Pixart-JPEG" dekodieren können. Leider erreiche ich Jörg über seine E-Mail-Adresse nicht mehr, und das ist der einzige Kontakt den ich zu Jörg hatte. Vielleicht erreiche ich ihn ja über diesen Leserbrief. Thomas Kaiser

"Feisty"-Sitecopy eingeschränkt

LU 07/2007, S. 70: Zu erwähnen wäre noch, dass Sitecopy unter Ubuntu "Feisty" nur eine einzelne Site verwalten kann – und dies erst unter "Gutsy" gepatcht wird. Der entsprechende Bugreport findet sich unter https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/sitecopy/+bug/90121. H. Baumgärtner

Moneyplex schwächelt

LU 07/2007, S. 74: Im Test werden die Schwächen von Moneyplex mit keinem Wort erwähnt. Deshalb zähle ich sie hier mal auf. Das Programm ist nicht auf Tastaturbedienung ausgelegt. Da es keine Menüzeile gibt, ist es nicht möglich, Überweisungen auch über Ausführen abzuschicken. Bei den Kontoauszügen können die Konten nicht per Tastenbefehl gewechselt werden. Alle Funktionen, die mit der rechten Maustaste aufgerufen werden, sind nicht erreichbar.

Die einzelnen Felder der Buchungsmaske lassen sich nur nacheinander mit [Tab] erreichen. Zu den Splittbuchungen gelangt man dann wieder nur mit der Maus. In der Splittbuchung kommt man von Feld zu Feld nur mit [Eingabe]. Wird die Buchung dann gespeichert, bleibt man in der Splittbuchungsmaske – in der Regel nicht sinnvoll. Also wieder Maus suchen, zielen, klicken, nochmal zielen, nochmal klicken.

Bei den Kategorien kann man den Mehrwertsteuersatz angegeben, eine Splittbuchung erzeugt Moneyplex dadurch aber nicht automatisch. Zahlt man mit einer Sammelüberweisung, stehen die einzelnen Buchungen nachher nicht in den Kontoauszügen – hier steht nur "Sammelüberweisung". Die einzelnen Buchungen  muss man mühsam komplett neu eingeben. Sie werden zwar als Liste im Überweisungsarchiv geführt, die lässt sich aber nicht nutzen.

Enthält die Sammelüberweisung gar eine Umbuchung zwischen zwei eigenen Konten, etwa Geschäfts- und Privatkonto, lässt sich diese Buchung nicht als Umbuchung zuweisen. Schaltet man bei den Auswertungen die Splittbuchungen mit ein, werden die Buchungen doppelt in die Liste übertragen: einmal als Gesamtsumme, ein zweites Mal mit den Einzelpositionen. Das macht das Ergebnis unbrauchbar. Man muss es exportieren und in einer Tabellenkalkulation manuell bereinigen.

Fazit: Ich brauche erheblich länger für die Arbeit mit Moneyplex als früher in Quicken. Schade, das der Hersteller Matrica auf meine Hinweise seit zwei Jahren nicht reagiert. Moneyplex ist zwar derzeit das beste Zahlungsverkehrsprogramm für Linux, kann aber den Windows Programmen bei weitem nicht das Wasser reichen. Johannes Jensen

Less und Pipes

LU 07/2007, S. 95: Ich finde es interessant, dass zum Thema Pipes immer wieder Less als Beispiel herangezogen wird, wo es doch gar nicht von stdin liest. Ein einfaches less auf der Kommandozeile ergibt lediglich die Ausgabe

Missing filename ("less --help" for help)

ohne von der Tastatur zu lesen. Es konnte mir noch niemand erklären, warum ls -l | less trotzdem funktioniert. Ihr vielleicht? Georg Grafendorfer

LinuxUser: In der Datei edit.c im Quellcode von Less gibt es folgenden Funktion, die die Fehlermeldung erzeugt:

edit_stdin()
{
     if (isatty(fd0))
     {
        error("Missing filename (\"less --help\" for help)", NULL_PARG);
        quit(QUIT_OK);
        }
     return (edit("-"));
}

Der Code schaut nach, ob er mit einem Terminal verbunden ist oder die Standardeingabe auf was anderes verbogen wurde. So findet das Programm heraus, ob Sie mit less < Datei oder Befehl | less eine Umleitung vornehmen. (hge)

Erfüllung der Paketwünsche

LU 07/2007, DVD: Mit großer Freude habe ich mir die neueste Ausgabe von LinuxUser geholt. Der Grund: PCLinuxOS auf der DVD. Ich nutze PCLinuxOS seit der Version 0.92. Der Spitzname der Distribution, "The distro-hopper-stopper", trifft vollends auf mich und viele andere User zu. Früher nutzte und testete ich verschieden Distris nebeneinander. Zusätzlich hatte ich noch Windows installiert. Seit Version 0.93 von PCLinuxOS nutze ich ausschließlich diese – ohne Windows.

Da Sie diese großartige Distribution bisher nicht in ihrem Heft erwähnt haben, war ich nun umso mehr erfreut, sie auf der Heft-DVD zu finden. Allerdings hätte ich mir einen etwas ausführlicheren Artikel über PCLinuxOS gewünscht. Einer der größten Pluspunkte der Distribution sind die hohe Stabilität, die exzellente Hardware-Erkennung und das tolle Paketmanagement. Zudem werden Paketwünsche, die man im US-Forum stellen kann, in der Regel innerhalb kürzester Zeit erfüllt.

Sie stellen in der aktuellen Ausgabe auch die Software Ardour vor. Sie ist schon seit einiger Zeit über die Repos von PCLinuxOS erhältlich. Auch viele andere Pakete, die laut Ihren Aussagen oft nur für OpenSuse erhältlich sind, findet man auch in den PCLinuxOS-Repos. Macht man eine Spende in Höhe von 20 US-Dollar an "Texstar", den Chef und Hauptentwickler von PCLinuxOS, bekommt man Zugang für 12 Monate zum Zugang zum Pass-Repository. Das ist immer einige Tage, oft sogar ein bis zwei Wochen aktueller als die öffentlichen Repositories. Für mich als Anhänger der Open-Source-Community ist es selbstverständlich, mindestens einmal im Jahr etwas für "meine" Distribution zu spenden: Gute Arbeit gehört entlohnt. Klaus Winklbauer

Mehrfachetiketten in Glabels

LU 08/2007, S. 61: In der Vorschau der letzten Ausgabe entdeckte ich den Test den im nächsten Heft erscheinenden Test von Glabels (auf Seite 61 dieser Ausgabe, Anm. d. Red.). Dazu hätte ich vorab eine Frage.

Ich verwende Glabels 2.0.4) mit Zweckform-6015 (zwei CD-Etiketten untereinander). Glabels versucht nun, beide Etiketten mit dem selben Label zu bedrucken, anstatt mir ein zweites Designfenster anzubieten, in dem ich ein zweites Label für das untere Etikett gestalten kann. Gibt es für dieses Problem eine Lösung? Ulrich Lehmkühler

LinuxUser:

Es haben zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Wollen Sie auf den Etiketten nur Text unterbringen, erledigen Sie das Merge-Funktion. Dazu legen Sie noch eine zweite Datei mit dem auszudruckenden Text an. Die zweite Möglichkeit: Sie legen zwei verschiedene Label-Dateien an und drucken diese hintereinander aus, wobei sie das Etikettenpapier nochmals um 180 Grad gedreht in den Drucker einlegen. (Erik Bärwald)

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