Optionen en masse

Die sehr ausführliche Dokumentation im Wiki [5] von Kenneth Jahn Lavrsen erklärt recht detailliert und verständlich, was die zahllosen Optionen in der Konfigurationsdatei von Motion bewirken. Er versucht die Parameter im Abschnitt "Basic Features" [6] möglichst logisch zu gliedern und thematisch aufzuteilen. Dort finden Sie weiterführende Hilfe, wenn Sie mehr Features benötigen, als dieser Artikel beschreiben kann.

Unter der Überschrift "Image File Output" versammelt Lavrsen etwa Optionen mit Einfluss auf die Bildausgabe. Zu jedem Schalter gibt es eine Angabe dazu, welchen Wert er annehmen kann, wie der Standardwert lautet und dann folgt noch eine kurze, englischsprachige Erklärung, was der Parameter tut. So sorgt output_motion dafür, dass Motion eine spezielle Art von Grauton-Film erzeugt, der nur die Pixel anzeigt, die sich verändern. Es handelt sich um einen Boolschen Wert: Sie können als Argumente also nur on oder off verwenden, gewöhnlich steht dort off. Die nächste Option in diesem Bereich heißt output_normal. Einmal aktiviert, nimmt sie ein gewöhnliches JPEG-Bild auf, sobald etwas passiert (Abbildung 5). Die Option quality enthält einen Integer-Wert zwischen 1 und 100 und legt fest, in welcher Qualität Motion das Bild aufzeichnet.

Abbildung 5: Dank der Option output_normal on zeichnet Motion eine Serie von Bildern auf, sobald es Bewegungen entdeckt.

Videoeinstellungen

Wollen Sie die Bildqualität der angeschlossenen Kamera verbessern, hilft sicher der Abschnitt "Video4linux (V4L) devices" weiter. Hier regeln Sie die Helligkeit, die schon erwähnte framerate, den Kontrast und die Größe des Bildes. Manche Optionen gelten nur, wenn Sie statt einer USB-Kamera eine Videokarte einsetzen und über diese das Kamerasignal empfangen. Über norm stellen Sie ein, welche Fernsehnorm Motion verwendet. Die 0 ist der Standard und bezeichnet PAL. Eine interessante Option heißt rotate: Sie akzeptiert die Werte 0, 90, 180, 270 und dreht die Bilder nach der Aufnahme im entsprechenden Winkel.

Neben einer lokalen Videokamera erkennt Motion auch Bewegungen auf Kamerabildern, die es über das Internet empfängt. Für Experimente nutzen Sie zum Beispiel den herrlichen Ausblick auf eine Straßenkreuzung (Abbildung 6) in Schottland [7]. Die passenden Optionen versammelt der Abschnitt "Network Cameras". Voraussetzung ist, dass die Kamera auf der Webseite JPEGs oder einen rohen MJPEG-Stream anzeigt und diese nicht in eine HTML-Seite einbettet. Der Suchstring live view axis fördert bei Google übrigens viele solcher Kameras zu Tage. Sie klicken auf das Kamerabild, wählen View Image aus dem Kontextmenü und kopieren die URL. Die geben Sie dann in der Datei motion.conf hinter dem Parameter netcam_url an und kommentieren die Option videodevice aus.

Abbildung 6: Motion erkennt Bewegungen auch auf Bildern externer Webcams aus dem Internet – hier auf einer Kreuzung im schottischen Kilmarnock.

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