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Gnome-News

01.08.2007

Spiel, Satz, Sieg

Die Tennis-Simulation Tennix (http://thpinfo.com/2007/tennix/) wirkt auf den ersten Blick wie ein Remake des Klassikers Pong von 1972. Das schlichte, auf den SDL-Bibliotheken basierende Spieldesign zeigt einen Centre Court aus der Vogelperspektive mit zwei Schlägern.

Obwohl die Programmierer auf aufwendige Grafik wie animierte Spieler oder Publikum verzichteten, kommt dank guter Tonuntermalung trotzdem ein wenig Wimbledon-Feeling auf. Jeder Aufschlag klingt originalgetreu, und auch das nicht sichtbare Publikum jubelt, sobald ein Spieler einen Punkt macht. Ein ebenfalls nicht sichtbarer Schiedsrichter kommentiert, wenn auch unverständlich, die Punktvergabe.

Tennix ist ein junges Programm und besitzt in der aktuellen Version 0.3.0 nur einen interaktiven Zwei-Spieler-Modus, wobei sich beide Spieler die Tastatur teilen. Das tut dem Spaß keinen Abbruch. Die Möglichkeit, gegen den Rechner anzutreten, wird erst eine der kommenden Versionen von Tennix bieten. Eine Möglichkeit, über das Netz gegen andere Spieler anzutreten, bietet das Programm ebenfalls nicht.

Die Spielsteuerung erfordert etwas Eingewöhnung. Obwohl jeder Spieler nur drei Tasten bedienen muss – je zwei zur Steuerung des Schlägers und eine für den Schlag – geht am Anfang so mancher Ball ins Aus. Dem Spielspaß tut dies keinen Abbruch. ->CD

tennix-02.png

Tennix erinnert auf den ersten Blick an den Klassiker Pong.

Yabause emuliert Sega

Falls Sie noch alte Spiele für die Sega-Saturn-Spielkonsole haben, lohnt es sich, diese für Yabause (http://yabause.sourceforge.net/) wieder hervorzuholen: Der Sega-Saturn-Emulator führt Sega-Spiele-CDs und deren ISO- oder CUE-Images aus. Wie bei den meisten Emulatoren benötigt die Spieler auch bei Yabause erst ein Image des Original-BIOS der Konsole. Aus rechtlichen Gründen enthält das Tar-Archiv von Yabause kein solches ROM. ->CD

yabause-01.png

Yabause startet genauso wie das Original.

Keine Privilegien

TCP/IP-Ports unter 1024 gelten als privilegierte Ports. Dienste, die einen solchen Port nutzen, benötigen für gewöhnlich Root-Rechte – was sie zum Sicherheitsrisiko macht. Mit Privbind (http://sourceforge.net/projects/privbind/) betreiben Sie kritische Programme auf privilegierten Ports, ohne ihnen permanent Root-Rechte zu gewähren.

Dazu starten Sie den jeweilige Dienst nicht direkt, sondern über Privbind. Das Tool benötigt dazu lediglich die User- und Gruppen-ID, unter der der Dienst später ausgeführt werden soll, sowie die Kommandozeile zum Aufruf des jeweiligen Programms. Nach dem Start läuft der Dienst dann unter der gewählten User-ID. Für den Aufruf von Privbind brauchen Sie jedoch weiterhin Root-Rechte. ->CD

privbind-01.png

Die Konfigurationsmöglichkeiten von Privbind sind sehr übersichtlich.

Emacs jetzt mit Gtk+-Oberfläche

Erstmals in seiner langen Geschichte erschien jetzt eine Version von GNU Emacs, die eine Gtk+-Oberfläche besitzt. Sie setzt mindestens Gtk+-2.4 voraus und muss beim Kompilierlauf angefordert werden. Besondere Merkmale der Gtk+-Oberfläche sind die einfache Navigation sowie die Unterstützung für Drag & Drop. Das grafische Interface bringt auch einen neuen Dateidialog mit, man kann jedoch jederzeit wieder zum alten Dialog zurückkehren. Außer der Gtk+-GUI bietet die aktuelle GNU-Emacs-Version zahlreiche Neuerungen wie eine modifizierte inkrementelle Suche und ein überarbeitetes Undo- und Puffer-Handling, wobei die maximale Größe eines Puffers auf 256 MByte erhöht wurde. Da lohnt ein Update.

Silverlight in drei Wochen geklont

Gnome-Gründer Miguel de Icaza fackelt nicht lange, wenn es um die Implementierung neuer Techniken geht. Erst in der letzten Ausgabe berichteten wir, dass sich der GNOME-Entwickler eine Portierung von Microsofts Silverlight auf Mono vorstellen könnte. In nur drei Wochen nach der Ankündigung stampfte de Icaza mit einem kleinen Team eine erste Testversion von "Moonlight" aus dem Boden – so der Name der Mono-Portierung. Dabei handelt es sich um ein Mozilla-Plugin, das zur Videodarstellung Ffmpeg verwendet. Auch wenn dies ein großer erster Schritt ist, wird es bis zur ersten stabilen Version noch dauern, da es unter anderem zahlreiche Video-Codecs aus rechtlichen Gründen neu zu implementieren gilt. Zudem plant de Icaza die Entwicklung eines Gtk#-Widgets. Ein Releasetermin für Moonlight steht noch nicht fest.

Kurz notiert

Anfang Juni aktualisierten die Gnome-Entwickler die Roadmap für alle kommenden Gnome-Versionen. Insbesondere steckten sie die Ziele für Gnome 2.20 ab, das im September 2007 erscheinen soll. Das Hard Code Freeze ist für den 10. September geplant. Nach diesem Termin werden an Gnome 2.20 nur noch Fehler korrigiert, aber keine weiteren Funktionen implementiert. Überarbeitet werden unter anderem Ekiga, Evince, Eye of GNOME, Evolution, File Roller und das Gnome Control Center. Für Gnome 2.22 sind bereits die Migration von GnomeVFS zu GVFS, die Unterstützung von X.590-Zertifikaten durch Gnome Keyring und der Zugriff auf Epiphanys Lesezeichen aus allen Gnome-Programmen eingeplant.

Der australische Medizindienstleister InTouch hat jetzt Prämien (http://live.gnome.org/Bounties) für die Implementierung neuer Funktionen in das Gnome-Projektmanagement-Programm Planner ausgesetzt. Insgesamt sollen vier neue Funktionen hinzukommen, wie etwa die Verknüpfung von Projekten via Milestones oder eine E-Mail-Benachrichtigung an den jeweiligen Produktionsbereich, falls sich die Terminplanung ändert. Je nach Komplexität der Anforderung bietet InTouch zwischen 500 und 2000 australische Dollar.

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