Aufmacher

Das neue Fedora 7

Die saubere Distro

Im Mai 2007 erschien die Distribution Fedora in einer neuen Version. Anwender, Entwickler und Admins profitieren von zahlreichen Neuerungen. Wir haben einen ausführlichen Blick auf das Release geworfen.

Das breite Angebot an einsteigerfreundlichen Linux-Distributionen macht es dem Anwender nicht einfach, das Passende zu finden. Hilfe bietet ihm zum Beispiel das Distributionsbarometer von Distrowatch [1]. Auf Rang vier der Bestenliste findet sich eine junge Distribution mit berühmten Ahnen: Fedora 7 von Red Hat [2].

Fedora Core ist tot

Ab Version 7 heißt die Consumer-Distro von Red Hat nur noch Fedora, der Zusatz "Core" entfällt: Die Entwickler haben die ehemals getrennten Repositories extras und core zusammengeführt. Die Pakete im neuen Repository pflegen Red Hat und die Community zu gleichen Teilen. Eine Übersicht über die Hauptkomponenten liefert die Tabelle "Versionsnummern".

Versionsnummern

 
Komponente Version
 
Kernel 2.6.21
Gcc 4.1.2
X.org 7.2
Yum 3.2.0
Qt3 3.3.8
Qt4 4.2.3
Python 2.5
Xen 3.1.0
Qemu 0.9.0
Samba 3.0.25
Gnome 2.18
KDE 3.5.6
Xfce 4.4.1
OpenOffice 2.2.0
Firefox 2.0.0

Neu in Version 7 mit dem Codenamen "Moonshine" sind der Fedora Directory Server und die Schriftensammlung Liberation-Fonts. Auch der neue Firewire-Stack und der WLAN-Stack mac8021 hielten Einzug in Fedora 7. Eine angepasste libata führt die Treiber serieller und paralleler ATA-Harddisks zusammen: Festplatten finden sich nun einheitlich unter /dev/sdX.

Entwickler können per CVS auf alle Tools zugreifen, die man für das Zusammenstellen der Distribution benötigt, und somit eigene Distributionen auf Basis von Fedora bauen.

Installation

Fedora 7 steht als DVD-Image für die Architekturen x86, x86_64 und PPC auf mehreren Mirrorservern zur Verfügung [3]. Wer mag, kann die Distribution auch per Bittorrent auf seinen Rechner laden oder gleich über das Netzwerk installieren. Für eine Netzwerkinstallation lädt man sich die Datei boot.iso von einem der FTP-Server herunter, brennt sie auf CD und startet davon die Installation. Eine Live-Version der Distribution steht für die Architekturen i386 und x86_64 in einer Gnome- und einer KDE-Version ebenfalls zum Download bereit.

Der Installer Anaconda begrüßt den Anwender mit einem farbenfrohen Wolkenhimmel (Abbildung 1). Die Installation verlief auf sämtlichen getesteten Rechnern problemlos: Die Fedora-Entwickler hatten also Zeit, dem Installer eine neue Optik zu verpassen.

Abbildung 1: Fedora 7 begrüßt den Anwender mit einem Wolkenhimmel und dem Fedora-Logo.

Anaconda setzt beim Partitionieren weiterhin auf LVM. Überlassen Sie Fedora 7 die ganze Platte, richtet es ein LVM-Volume für den Swap-Bereich und das Wurzelverzeichnis ein. Eine separate Home-Partition legt der Installer nicht an. Eine Standardinstallation von Fedora 7 belegt rund 2,7 GByte.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Das neue Fedora Core 4 im Test
    Im Juni hat Red Hat eine neue Release der Distribution Fedora Core 4 veröffentlicht. Änderungen gegenüber dem Vorgänger sind vor allem für Entwickler und Server-Betreiber interessant.
  • Fedora 17
    Fedora erfreut sich in Europa einer recht kleinen Fangemeinde, denn OpenSuse und Ubuntu dominieren den hiesigen Markt. Ob das System des amerikanischen Herstellers das Zeug zum Geheimtipp hat, zeigt der Test der frischen Version 17.
  • Ubuntus Desktop läuft auf Fedora 17
    Traditionell setzt Red-Hats Community-Distribution Fedora auf einen unveränderten Gnome-Desktop. Nun gibt es Neuigkeiten: Einige Entwickler haben die Unity-Oberfläche auf Fedora 17 portiert.
  • Aktuelles Linux mit Gnome 3.2.1 und Kernel 3.1
    Fedora wird mit der neuen Version 16 wieder dem selbst gestellten Anspruch gerecht, technisch auf dem aktuellen Stand zu sein. So gibt es Kernel 3.1 und das frische Gnome 3.2.1 als Standard-Desktop.
  • Fedora 18 "Spherical Cow" im Überblick
    Zehn Wochen später als geplant geht Fedora 18 ins Rennen. Der Test zeigt, dass einige Schrauben beim Start noch nicht richtig fest saßen.
Kommentare

Infos zur Publikation

Lu07/2016: GIMP FÜR PROFIS

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Aktuelle Fragen

Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...
lidl internetstick für linux mint
rolf meyer, 04.06.2016 14:17, 3 Antworten
hallo zusammen ich benötige eure hilfe habe einen lidl-internetstick möchte ihn auf linux mint i...
thema ändern
a b, 29.05.2016 16:34, 0 Antworten
Hallo Linuxer zuerst alle eine schönen Sonntag, bevor ich meine Frage stelle. Ich habe Ubuntu 1...
Ideenwettbewerb
G.-P. Möller, 28.05.2016 10:57, 0 Antworten
Liebe User, im Rahmen eines großen Forschungsprojekts am Lehrstuhl für Technologie- und Innova...
Welche Drucker sind Linux-mint kompatibel?
Johannes Nacke, 20.05.2016 07:32, 6 Antworten
Hallo Ihr Lieben, ich bitte um mitteilung welche Drucker Kompatibel sind mit Linux-Mint. LG Joh...