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Buntes Treiben

Multimedia und Systemtools mit Grafpup 2.0 und Parted Magic 1.7

01.08.2007 Die Heft-CD in dieser Ausgabe kombiniert das Live-System Grafpup, dass voll auf Multimedia-Software optimiert ist, mit einem kompakten Satz von Systemtools zum Administrieren von Festplatten.

Die Distribution Puppy Linux [1] versteht sich als schlanker Allrounder, der auch auf älteren PCs problemlos sein Zuhause findet. Die Entwickler von Grafpup [2] haben dieses Konzept aufgegriffen und Puppy Linux zu einem reinen Grafik- und Multimediasystem umfunktioniert. Als zweite Distribution enthält die CD Parted Magic, das in erster Linie zum Einrichten der Festplatte und Wiederherstellen von Partitionen dient (siehe Kasten "Parted Magic").

Grafpup enthält neben den professionellen Bildbearbeitungsprogrammen Gimp 2.3 und Cinepaint 0.22 viele weitere Tools, wie Xnview 1.70, Mtpaint 3.1 und oder das Vektorzeichenprogramm Inkscape 0.45 (Abbildung 1). Die Basis bildet Kernel 2.6.20.2; als grafische Oberfläche kommt Openbox 3.3.1 zum Einsatz. Die Distribution erlaubt sowohl den Betrieb als Live-CD als auch eine Installation auf dem Rechner.

Abbildung 1: Die auf Puppy Linux basierende Distribution Grafpup enthält eine Fülle von Multimediaprogrammen, allen voran das Profi-Grafikprogramm Cinepaint.

Durch den Betrieb aus dem Hauptspeicher heraus arbeiten sowohl das Betriebssystem als auch die einzelnen Anwendungen wieselflink. Allerdings benötigt Grafpup mindestens 128 MByte Arbeitsspeicher – deutlich mehr Ressourcen als Puppy Linux. Das kommt bereits mit 64 MByte problemlos zurecht. Weiterhin sollte der Rechner über eine CPU mit mindestens 500 MHz verfügen, damit das Rendern von Bildern einigermaßen flott geht. Zwar unterstützt die Distribution diverse Keyboard-Layouts, darunter auch das deutsche. Bislang fehlt jedoch eine passende Lokalisierung für das System und die einzelnen Programme.

Systemstart

Um Grafpup zu starten, booten Sie Ihren Rechner mit eingelegter Heft-CD. Beachten Sie dabei, dass in der Boot-Reihenfolge des BIOS das CD/DVD-Laufwerk an erster Stelle steht. Nach dem Start des Bootloaders reicht es, mit [Enter] zu betätigen, um Grafpup zu booten. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, rufen Sie mit [F1] die Hilfe und Übersicht der Boot-Parameter auf.

Als erstes erscheint das Konfigurationsmenü für das Tastaturlayout, in dem Sie de quertz (Germany) auswählen. Danach erscheint die Auswahl für den Framebuffer, den Sie in der Regel jedoch nur mit der Leertaste überspringen. Im folgenden Bildschirm fragt das Setup ab, ob Sie Xorg oder Xvesa als X-Server starten möchten. Besitzer älterer Rechner sollten dabei Xvesa den Vorzug geben, da er weniger Ressourcen verbraucht und kompatibler zu alten Grafikkarten ist.

Am Schluss der Konfiguration stellen Sie die passende Auflösung über eine Auswahlliste ein. Hier hat sich 1024x768x16 Truecolor als praktiabler Wert für viele Setups erwiesen. Nach dem Start des X-Servers erscheint der Anmeldebildschirm. Hier stehen als Usernamen grafpup oder root jeweils mit dem Passwort grafpup bereit.

Grafpup einrichten

Um Grafpup zu konfigurieren, klicken Sie auf dem Desktop das Icon Setup (Abbildung 2) an. Über den Reiter Networking erreichen Sie die Einstellungen für das Netzwerk. Zur Auswahl steht neben der Modem- und Ethernet-Konfiguration auch ein Tool namens Rulit wireless gadget zum Einrichten von WLAN-Karten. Mit Linux firewall wizard konfigurieren Sie den auf Iptables basierenden Paketfilter.

Abbildung 2: Das Setup-Programm von Grafpup vereint die wichtigsten Funktionen zum Einrichten der Distribution in einem Fenster.

Ein Klick auf die Alternative Firelog firewall setup blieb im Test ohne Reaktion. Die Fehlermedungen zeigten, dass das entsprechende Skript fehlt, das eigentlich beim Aufruf starten sollte. Wenn Sie eine Verbindung via ADSL aufbauen möchten, wechseln Sie zur Konfiguration und zum Verbindungsaufbau in eine Kommandozeile. Dort geben Sie pppoe-setup gefolgt von pppoe-start als Benutzer root ein.

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Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

CD/DVD-Redakteur


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LinuxUser 06/2012

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