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01.08.2007

Ubuntu für alle

In vergleichsweise kurzer Zeit hat das Debian-basierte Ubuntu den Gipfel der beliebtesten Linux-Distributionen erklommen – und dabei unter anderem auch das besonders in Deutschland weit verbreitete OpenSuse abgehängt. Das Erfolgsrezept liegt im Fokus auf ein schlankes und vor allem benutzerfreundliches Linux-System: Ubuntu bietet zwar alle wichtigen Anwendungen, aber nur wenige davon doppelt oder gar dreifach. Trotzdem finden auch fortgeschrittene Linux-Anwender über Erweiterungen alle Möglichkeiten, mit dem System professionell zu arbeiten.

Erst vor wenigen Wochen erschien das neue "Feisty Fawn" auf den Servern, schon legt Michael Kofler sein Buch zum aktuellen Ubuntu 7.04 vor. Dabei erläutert der Autor sowohl den Betrieb als Live-System, als auch die dauerhafte Installation der Distribution auf einer Festplatte. Die kompletten Daten für die eine wie die andere Variante finden Sie auf der Buch-DVD – im Wortsinne eine runde Sache.

Nach ausführlichen Hinweisen zu Installation und Konfiguration von "Feisty Fawn" stellt Kofler die Kernkomponenten von Ubuntu vor: Gnome-Desktop, Dateimanager Nautilus, Firefox, den Personal Information Manager Evolution und last, but not least OpenOffice, das freie Büropaket. Nach Kapiteln über Multimedia und Bildbearbeitung mit Gimp bleibt auf 394 Seiten noch genug Platz für "Ubuntu für Fortgeschrittene" mit Hinweisen zur Systemkonfiguration und -verwaltung, zum Erweitern von Ubuntu und zum Arbeiten in Netzwerk und Internet.

Infos

Michael Kofler

Ubuntu 7.04 "Feisty Fawn"

Addison-Wesley, 2007

ISBN: 978-3-8273-2585-3

394 Seiten, 24,95 Euro

http://www.addison-wesley.de

Linux-Server für Ein- und Umsteiger

Angesichts von nur 120 Seiten macht der Titelzusatz "Das Aufsetzen eines Linux-Servers mit allem Drum und Dran kann so einfach sein" stutzig: Andere Bücher beschreiben in 500 Seiten gerade einmal Teilaspekte des Apache-Servers. Der einleitende Text relativiert die Aussage jedoch auf ein vernünftiges Maß: So thematisiert das Buch das Aufsetzen eines SoHo-Servers im heterogenen Netzwerk und bespricht dabei alle dafür wichtigen Dienste wie Web, FTP-, SMB-, DNS- oder DHCP-Server. Bemerkungen wie "Einen Linux-Server können Sie nicht nur mit Linux-Clients verwenden" machen deutlich, dass der Autor Einsteiger als Zielgruppe anvisiert. Weshalb er allerdings den durchaus leistungsfähigen, aber schwer zu administrierenden Ubuntu Server 6.06 als Referenzdistribution verwendet, bleibt offen.

Das erste Kapitel erläutert auf etwa zehn Seiten die Grundlagen eines Netzwerks. Leider verfranzt sich Albrecht zu sehr in für die Zielgruppe unwichtige Details, wie zum Beispiel das Um- und Berechnen von Netzwerkadressen. Auch die Anmerkungen zur demilitarisierten Zone erscheinen fehl am Platz, da sie an der Intention des Buchs vorbeigehen. Den Teil zum Aufsetzen von Ubuntu garniert der Autor mit zahlreichen Screenshots, so dass eine illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit begleitenden Zusatzinformationen entsteht. Warum der Autor zum Einrichten eines einfachen DNS ausgerechnet Bind 9 verwendet, bleibt unklar: Tools, wie der DNS-Cache Dnsmasq, leisten in diesem Umfeld das gleiche und sind um Längen einfacher zu konfigurieren.

Das Buch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Der geübte Anwender erfährt wenig neues, der Einsteiger fühlt sich nicht zuletzt wegen der teilweise unnötig komplizierten Beschreibungen manchmal überfordert. Ferner verweist der Autor an vielen Stellen auf das Buch "Kubuntu kompakt" aus dem gleichen Verlag, das nicht unbedingt jeder zur Hand hat.

Infos

Olaf Albrecht

Linux-Server für Ein- und Umsteiger

Bomots Verlag, 2007

ISBN: 978-3-939316-26-8

175 Seiten, 14,80 Euro

http://www.bomots.de

K3b kompakt

Rund zwei Jahre nach der ersten Ausgabe schiebt der Bomots-Verlag mit "K3b 1.x kompakt" eine überarbeitete und ergänzte Version des offiziellen Anwenderhandbuchs zum KDE-Brennprogramm K3b nach. Autor dieser Ausgabe ist Markus Priemer. Das rund 125 Seiten dicke Büchlein im A5-Format erläutert in den ersten drei Kapiteln auf rund 50 Seiten, wie Sie mit dem KDE-Brennprogramm DVDs, Audio-, Daten- und Mixed-Mode-CDs erstellen und gibt wertvolle Hinweise zum Brennen von Video-CDs und -DVDs. Der nächste Abschnitt widmet sich auf rund 20 Seiten dem Menüpunkt Extras im Programm. Hier erklärt der Autor, wie Sie mit K3b CD- und DVD-Medien kopieren, formatieren und löschen. Auch das Brennen einer CD/DVD aus einer Abbilddatei (ISO-Image) fällt in dieses Kapitel.

Das fünfte Kapitel hat sich gegenüber der Erstausgabe wenig verändert: Es beschäftigt sich auf knapp 20 Seiten mit denjenigen Einstellungsmöglichkeiten von K3b, die unter dem Menüpunkt Einstellungen | K3b einrichten zu finden sind. Eine Befehlsreferenz, ein Kapitel mit Tipps zum DVD-Rippen, Überbrennen und Erstellen von Audio-CDs sowie ein interessantes Kapitel mit Wissenswertem zum CD/DVD-Brennen im Allgemeinen runden das Anwenderhandbuch ab.

Gegenüber der Erstausgabe hat das Buch an manchen Stellen Verbesserungen erfahren: So erwähnt der Autor das Auslesen von Video-DVDs nicht nur, sondern zeigt auch die wichtigen Schritte. Darüber hinaus gibt das Buch an manchen Stellen sehr gute Tipps und liest sich durchweg verständlich. Allerdings setzt es voraus, dass sämtliche Funktionen von K3b bereits einsatzfähig sind (was bei den meisten Distributionen nicht der Fall ist). So hätte der Autor zumindest beim Kapitel zum Audio-Auslesen erwähnen können, wie man einen MP3-Encoder nachrüstet. Nichtsdestotrotz lohnt der Kauf des Buchs: Der Verlag spendet pro verkauftem Exemplar einen Euro an die K3b-Entwickler. (Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern, Thomas Pelkmann/agr)

Infos

Markus Priemer

K3b 1.x kompakt

Bomots Verlag, 2007

ISBN: 978-3-939316-22-9

125 Seiten, 16,80 Euro

http://www.bomots.de

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LinuxUser 06/2012

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