Basisprogramm

Mit der Version 4.4 hat sich der Code von Xfce in weiten Teilen komplett verändert. Das betrifft auch einzelne Komponenten wie Leiste, Fenster- und Sitzungsverwaltung, Desktop- und Setting-Manager, Druckerverwaltung und Hilfsprogramme sowie eine ganze Reihe von Bibliotheken für Xfce-spezifische Anwendungen.

Xfce unterstützt in der aktuellen Version mehrere Panelleisten, die der Anwender weitgehend selbst konfigurieren kann. Neu ist die Möglichkeit, Anwendungen per Drag & Drop auf die Leisten zu schieben. Zudem arbeiten in die Leiste eingebettete Plugins neuerdings als eigene Anwendungen, so dass der Absturz einer einzelnen Erweiterung nicht mehr gleich die gesamte Leiste mit in den Orkus zieht.

Als interne Erweiterungen liefert Xfce bereits einige Helferlein mit: Eine Uhr, den Arbeitsflächenwechsler, die Taskleiste, den Programmstarter sowie die Funktionen zum Abmelden und Sperren des Rechners. Daneben bietet zahlreiche externe Plugins ihre Dienste an, die ihren Code für die Version 4.4 zum größten Teil ebenfalls komplett verändern mussten. Wer sich für solche Erweiterungen interessiert, der findet mehrere Dutzend davon auf einer speziellen Webseite [6]. Dort präsentieren sich zum Beispiel nützliche Helfer für den Betrieb von Notebooks, die über wichtige Systemzustände wie den Energievorrat Auskunft erteilen. Außerdem im Angebot: Grafische Kontrollmonitore für verschiedene Systemkomponenten (etwa für die Auslastung des Arbeitsspeichers, der Festplatte und der CPU), aber auch Anzeigen für den Datenverkehr im Netz. Eher bequemes Arbeiten versprechen Erweiterungen wie Notizzettel oder eine kleine Kommandozeile.

Kernkomponenten

Zu den Kernkomponenten von Xfce gehören die Fenster- und die Sitzungsverwaltung. Dazu gesellt sich nun unter anderem die Option des Mehrbildschirm-Betriebs. Außerdem ist es nun möglich, einzelne Fenster auf der Arbeitsoberfläche festzukleben, was bei Xfce Docking heißt.

Die jeweilige Position der Anwendungsfenster auf der Oberfläche steuert die Fensterverwaltung, die nebenbei auch für die verschiedenen optischen Effekte verantwortlich zeichnet. Das Werkzeug beherrscht zudem die Anzeige verschiedener Bildformate, darunter XPM, PNG, JPG, GIF und BMP. Zudem bietet die Fensterverwaltung die Option, Tastenkürzel individuell festzulegen und den Desktop somit exakt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Zum Repertoire der Sitzungsverwaltung dagegen gehören mehrere gleichzeitige Sitzungen ebenso wie die Aufsicht über entfernt gestartete Anwendungen. Eine weitere wichtige Komponente von Xfce bildet die Druckerverwaltung mit einer grafischen Oberfläche zur Konfiguration angeschlossener Drucker. Allerdings setzt Xfce nicht wie vielen andere Desktops automatisch auf CUPS, sondern lässt dem Anwender die Wahl zwischen diesem und dem BSD-LPR-Daemon.

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