Parallels kann OS/2

LU 06/2007, S. 32: Ich selbst benutze Parallels Desktop und finde, dass es in Ihrem Vergleich viel zu schlecht wegkommt, da der Artikel gewisse Alleinstellungsmerkmale nicht erwähnt beziehungsweise nicht korrekt bewertet.

  • Parallels ist die einzige Lösung, um OS/2 in allen Versionen als Gast zu installieren – das klappt weder bei VMware, noch bei VirtualBox.
  • In der Wertungstabelle steht: "Plattenplatz-Konsolidierung = nein". Da haben Sie wohl die mitgelieferten Werkzeuge (die man mit image-tool startet) nicht berücksichtigt.
  • Zu drei Punkten heißt es in der Fußnote "(1) nur Windows-Gäste", nämlich zum Autofit Gast/Fenster, zur automatischen Mauserkennung und zu den Guest-Additions. Die ersten beiden Features funktionieren mit OS/2 perfekt. Die Gast-Addons decken unter OS/2 Maus, Netzwerk und Sound ab, sind also komplett.

Sie loben zu Recht das ausführliche Manual: Das beschreibt alle oben aufgeführten Punkte. Ingo Steiner

LinuxUser: Zwar stellt der vollständige Support von OS/2 durchaus ein Alleinstellungsmerkmal dar, das jedoch für die überwiegende Mehrheit kaum eine Rolle spielen dürfte – daher haben wir es nicht explizit beschrieben. Die Plattenplatz-Konsolidierung haben wie in der Tat übersehen – das hätte aber am Abschneiden von Parallels nichts geändert. (tle)

Enttäuscht von "Feisty"

LU 06/2007, DVD: Ich beschäftige mich erst seit Oktober 2006 mit Linux und bin nach dem Erproben diverser Distributionen schnell bei Ubuntu 6.10 hängen geblieben, das sowohl auf meinen Desktops als auch Notebooks mit nur wenigen, auf Ubuntuusers.de unmissverständlich beschriebenen Nacharbeiten (Fglrx, WLAN) perfekt läuft. Dem Fazit Ihres Artikels, dass die mit großer Spannung erwartete Nachfolgeversion Ubuntu 7.04 "einen gespaltenen Eindruck" hinterlässt, kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen.

Die Assistenten für Restricted Drivers und Codecs kann man bestenfalls als "buggy" bezeichnen – überflüssig sind sie allemal, selbst für einen Linux-Anfänger. Gleiches gilt für das Partitionierungstool, das zwar überarbeitet, aber meiner Meinung nach dadurch nicht anwenderfreundlicher geworden ist, sondern ebenfalls Fehler enthält. Haben Sie mal versucht, gleich beim Anlegen einer Partition den Mountpunkt festzulegen? Das Dropdown-Menü bleibt leer, an die Auswahl kommt man erst nach erneuten Anklicken der Partition über Edit Partition heran.

Viel schlimmer ist jedoch, dass selbst Grundfunktionen, die bei 6.10 anstandslos funktionierten, bei 7.04 zu vorerst unlösbaren Problemen führen: USB-Laufwerke nicht sauber erkannt, und wenn, dann lassen sie sich nicht mehr aushängen. Ebenfalls Probleme machen bestimmte Soundchips (etwa der in meinem Samsung-Notebook), die unter 6.10 problemlos liefen, aber nun den Dienst verweigern. Manches ist auch Geschmackssache: Die Überarbeitung der Gnome-Icons hätte nicht Not getan. Jetzt sehen sie aus wie aus dem Antiquitätengeschäft (Beispiel: das Mixersymbol im oberen Panel).

Klar, es ist nicht alles schlecht. Gut gefällt natürlich die aktuelle Softwareauswahl. Es gibt auch Detailverbesserungen, die nicht gleich auf den ersten Blick auffallen. So tragen sich unter "Dapper" einige aus den Ubuntu-Quellen nachinstallierte Programme nicht ins Menü ein, unter "Feisty" aber schon (beispielsweise Flightgear).

Insgesamt trotzdem schade, ich hatte mehr erwartet. 7.04 ist zwar auf einem "Testrechner" installiert, aber für die tägliche Produktivarbeit vertraue ich weiterhin eher Ubuntu 6.10. Bleibt zu hoffen, dass die nächste oder übernächste Ubuntu-Version, die dann wohl wieder "LTS" werden wird, bei ihrem Erscheinen ausgereifter ist. Michael Gurezka

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