Verschmelzen und Subtrahieren

Damit die zahlreichen Einzelbilder wie aus einem Guss aussehen, müssen Sie die Elemente miteinander verschmelzen. Entfernen Sie mit dem Auswahl-Werkzeug zunächst den äußeren Kreis, indem Sie ihn markieren und auf [Entf] drücken. Markieren Sie danach alle übrigen Objekte über die Tastenkombination [Strg]+[A]. Verschmelzen Sie die Elemente nun über das Menü Ändern | Formen | Verschmelzen. Damit ist das Zahnrad in seiner zweidimensionalen Ausführung fast fertig. Wie es aussehen sollte, zeigt Ihnen Abbildung 5, gegenüber der nur noch das Mittelloch fehlt.

Abbildung 5: Verschmolzen: eben noch ein Dreieck, nun Teil eines Zahnrades.

Falls das verschmolzene Zahnrad nicht dem in der Abbildung entspricht, kann das daran liegen, dass die Eckpunkte des ersten Dreiecks nicht direkt auf dem Kreis lagen. In einem solchen Fall machen Sie das Verschmelzen mit [Strg]+[Z] rückgängig. Markieren Sie dann das Dreieck, das das Gesamtbild des Zahnrades stört, und verschieben Sie es etwas in den Innenkreis hinein. Markieren Sie danach wieder alles und verschmelzen die Einzelteile erneut.

Jetzt stanzen Sie noch ein Loch in das Zahnrad, damit es exakt so aussieht, wie in Abbildung 5 zu sehen. Dafür zeichnen Sie neben dem Zahnrad einen weiteren Kreis. Drücken Sie bei markiertem Kreis [F4] und wechseln Sie in das Register Position und Größe. Wählen Sie zunächst als Basispunkt die Mitte; geben Sie erst dann bei Position X einen Wert von 10,00cm und bei Position Y den Wert 12,00cm ein. Für die Größe wählen Sie als Basispunkt ebenfalls die goldene Mitte und geben bei Breite und Höhe jeweils einen Wert von 3,00cm ein.

Jetzt liegt der Kreis dort, wo er hingehört: in der Mitte. Entfernen Sie die Farbe und wählen Sie über [Strg]+[A] alle Objekte aus. Danach klicken Sie auf Ändern | Formen | Subtrahieren. So ziehen Sie die Fläche des Kreises von der des Zahnrades ab und erhalten so ein einzelnes Objekt.

Die dritte Dimension

Bevor Sie in Kreisen der dritten Dimension verkehren, bringen Sie erst noch Farbe ins Spiel: Markieren Sie das Zahnrad und färben Sie es zum Beispiel Hellblau. Dieser Schritt ist genau an dieser Stelle wichtig, weil das Zahnrad nach der Transformation in ein 3D-Objekt sonst farblos bleibt, wenn die Farbe als Unsichtbar eingestellt war.

Markieren Sie nun das Objekt und klicken Sie auf Ändern | Umwandeln | In 3D. So machen Sie aus einer zweidimensionalen Fläche einen dreidimensionalen Körper, wie in Abbildung 6 zu sehen. Doch damit haben Sie die 3D-Funktionen von Draw noch längst nicht ausgereizt.

Abbildung 6: Das Zahnrad in der 3. Dimension. Draw berücksichtigt bei der Transformation auch das Loch in der Mitte.

Zunächst wählen Sie die Schaltfläche Effekte aus der Symbolleiste Zeichnen, um das Zahnrad in eine bessere Position zu bringen. Fahren Sie nun mit der Maus über das Zahnrad oder die Griffpunkte des Objektrahmens, verändert sich der Mauszeiger in verschiedene Symbole, die andeuten, in welche Richtung Sie drehen können: nach hinten und vorne, nach rechts und links, nach oben und unten. Mit gedrückter linker Maustaste drehen Sie das Zahnrad dann in die gewählte Richtung.

Draw verfügt über eine ganze Palette an 3D-Effekten, die Abbildung 7 zeigt. Sie erreichen diese Effekte, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das 3D-Objekt klicken und aus dem Kontextmenü die 3D-Effekte wählen. Standardmäßig steht der Reiter Geometrie im Vordergrund. Dort geben Sie zum Beispiel die Kantenrundung probehalber mit 5% und die Tiefe mit 4,00cm an. Die Auswirkung der Effekte sehen Sie, indem Sie rechts oben auf das Häkchen für Zuweisen klicken. So erkennen Sie, dass mit diesen Einstellungen das Zahnrad ein wenig härter und tiefer erscheint.

Abbildung 7: Über das Fenster "3D-Effekte" verändern Sie die Eigenschaften eines 3D-Objekts nahezu beliebig.

Unter dem Reiter mit der Glühbirne als Symbol verändern Sie die Beleuchtung des 3D-Objekts. Das Zahnrad kommt am besten zur Geltung, wenn es Licht von der Seite bekommt. Den Lichteinfall stellen Sie mit gedrückter linker Maustaste über das Symbolbild im 3D-Effekte-Fenster ein. In Abbildung 8 sehen Sie, wie das Licht unser Zahnrad von oben links trifft.

Abbildung 8: Spiel mit Licht, Material und Farbe: Schon mit kleinen Veränderungen erzielen Sie sehenswerte Ergebnisse.

Ein Zahnrad ist in Wirklichkeit meist ein Objekt metallischen Ursprungs. Es liegt also nahe, es in Metallic einzufärben. Für dieses Ziel liefert der Reiter Material die richtigen Optionen: Unter den Favoriten finden Sie den Werkstoff Metall. Hier können Sie auch die Objektfarbe zum Beispiel in Rot7 ändern, wie Sie es in Abbildung 6 sehen.

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