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Kreativ in drei Dimensionen

3D-Grafik mit OpenOffice Draw

01.07.2007 Mit OpenOffice können Sie nicht nur schreiben oder rechnen: Das Büropaket enthält auch ein ausgewachsenes Vektorgrafik-Zeichenprogramm.

Linux entwickelt sich mehr und mehr weg von einem reinen Entwickler- und Programmierersystem hin zu einer Umgebung für "normale" Anwender. Ein Zeichen dieser Normalisierung: Auch für spezielle Aufgaben steht inzwischen meist mehr als nur ein Programm zur Verfügung, das mindestens semiprofessionellen Ansprüchen genügt. Auch im Anwendungsfeld Vektorgrafik – wie der gesamte Bereich der Grafikbearbeitung eher die Domäne anderer Betriebssysteme – tut sich etwas.

Das Grafikprogramm Draw, das schon länger auf dem Markt ist, gehört zum Fundus des OpenOffice-Pakets. Draw zeichnet keine Pixel-, sondern Vektorgrafiken. Die lassen sich beliebig vergrößern und verkleinern, ohne dass ihre Qualität darunter leidet. Damit bieten sie einen großen Vorteil gegenüber Pixelgrafiken, die beim Vergrößern schnell unscharf geraten. Vektorgrafiken eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften bestens für technische Zeichnungen, während Pixelbilder besonders in der Digitalfotografie eine wichtige Rolle spielen.

Draw ist ein Werkzeug, das für viele Aufgaben taugt. Das Programm eignet sich zum Beispiel hervorragend zum Zeichnen von Organigrammen, mit denen man etwa Firmenstrukturen oder Arbeitsprozesse darstellt. Stärke zeigt das Programm auch beim Erstellen von Schriftzügen, die Sie in Draw mit schönen 3D-Effekten verzieren können. Aber Draw hat noch mehr zu bieten: Aus zweidimensionalen Flächen entstehen mit wenigen Mausklicks 3D-Körper, die sich anschließend vielseitig bearbeiten lassen, beispielsweise mit Licht- und Farbeffekten. Außerdem erstellen Sie mit diesen Werkzeugen technische Zeichnungen, die Sie bei Bedarf anschließend sogar bemaßen.

Dieser Workshop stellt Ihnen die 3D-Möglichkeiten von Draw genauer vor: Sie erstellen mit Draw das Bild eines dreidimensionalen Zahnrad und versehen dieses Bild mit wirkungsvollen Effekten. Dabei erfahren Sie, wie Sie die Basisfunktionen von Draw verwenden und welche Vorteile magnetische Hilfslinien beim Erstellen Ihrer Bilder haben. Außerdem erhalten Sie einen Einblick in die 3D-Funktionen von Draw.

Draw einrichten

Nahezu jede gängige Linux-Distribution spielt OpenOffice gleich bei der Installation mit ein, in vielen anderen Fällen können Sie es über den Paketmanager Ihrer Distribution nachträglich einrichten. Für den Fall, dass alle Stricke reißen, finden Sie auf der Heft-CD die aktuellste Version OpenOffice 2.0.2. Nach dem Einrichten starten Sie das Programm über den Menüpunkt OpenOffice.org Draw, der sich meist im Ordner Büroprogramme des Desktops findet, oder den Befehl oodraw auf der Kommandozeile.

Spielen am Kreis

Bevor Sie mit der kreativen Arbeit anfangen, machen Sie besser noch zwei Symbolleisten sichtbar, mit denen Ihnen das Werk besser von der Hand geht: Aktivieren Sie über Ansicht | Symbolleisten die Farbleiste, die der alphabetischer Reihenfolge zum Trotz in der Liste ganz unten steht, sowie die Leiste für Zoom.

Die Werkzeuge, die Sie für diesen Workshop brauchen, zeigt Abbildung 1. Was Sie dort nicht sehen können, sind die folgenden Tipps: Speichern Sie Ihre Arbeit zwischendurch immer wieder ab. Damit vermeiden Sie Frust, falls etwas nicht klappt und sich auch nicht mehr rückgängig machen lässt. Um die Funktionen einzelner Werkzeuge genauer kennen zu lernen, fahren Sie mit der Maus über ein Symbol und lassen den Mauszeiger ein paar Sekunden darüber stehen. Dann zeigt Ihnen Draw – auch das sehen Sie in der Abbildung – eine kurze Legende über die Funktion des ausgewählten Werkzeugs.

Abbildung 1

Abbildung 1: Auf einen Blick: Hier sehen Sie die in diesem Projekt verwendeten Werkzeuge.

Die Grundlage des zu erstellenden Zahnrads bilden zwei Kreise. Um diese zu zeichnen, wählen Sie aus der Werkzeugleiste die Ellipse und ziehen dann mit gedrückter linker Maustaste einen Kreis auf. Halten Sie zusätzlich die Umschalttaste gedrückt, erhalten Sie der Ellipse einen perfekten Kreis. Allerdings spielt die korrekte Form keine große Rolle, da Sie diese über den Dialog Position und Größe, den Sie über [F4] erreichen, auch nachträglich einstellen können: Im Reiter Position und Größe wählen Sie unter Position als Basispunkt den Mittelpunkt des Rechtecks. Damit richten Sie den Kreis an seinem eigenen Mittelpunkt aus (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Legen Sie bei der Angabe der Positionsdaten die Basispunkte auf den Mittelpunkt. Von diesem Punkt aus passen Sie dann die Kreiseigenschaften an.

Tragen Sie für die Position X den Wert von 10,00cm ein, für die Position Y den Wert 12,00cm. Damit zentrieren Sie den Kreis genau in der Mitte der Seite. Stellen Sie den Basispunkt bei Größe ebenfalls auf den Mittelpunkt ein; geben Sie hier einen anderen Punkt an, verschiebt sich der Kreis. Passen Sie jetzt noch die Größe an: Tragen Sie bei Breite und Höhe jeweils einen Wert von 12,00 cm ein. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu übernehmen. Entfernen Sie dann die Farbe des Kreises, indem Sie in der Farbleiste auf das X für Unsichtbar klicken.

Für den zweiten Kreis wiederholen Sie die beschriebenen Schritte. Allerdings tragen Sie andere Maße für die Größe des Kreises ein: statt 12 Zentimeter soll der zweite Kreis einen Durchmesser von 10,00cm haben. Achten Sie bei diesen Arbeiten unbedingt auf die Basispunkte, weil die bei jedem neuen Objekt zunächst auf links oben stehen. Entfernen Sie auch beim neuen Kreis die farbige Füllung.

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