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HBCI-Online-Banking mit Moneyplex 2007

01.07.2007
Wer mehr Finanzen verwaltet, als in ein Sparschwein passen, findet mit Moneyplex eine komplette und sichere Online-Lösung für seine Konten und Depots.

Für das Verwalten eines Girokontos unter Linux gibt es verschiedene Lösungsansätze: Wer mag, erfasst die Daten seines Sparschweins einfach in einer Tabellenkalkulation. Geht Ihre Finanzverwaltung über das Sparschwein hinaus, weil Sie mehrere Konten verwalten und zudem Überweisungen per sicherem HBCI abwickeln möchten, lohnt ein Blick auf Moneyplex [1].

Bei den Finanzverwaltungstools unter Linux nimmt das Programm nach wie vor eine Spitzenstellung ein, wenn es um Themen wie Sicherheit oder Funktionsumfang geht. StarMoney [2] hat zwar etwas aufgeholt, baut allerdings auf dem noch immer im Beta-Stadium befindlichen Wine auf. Auf HBCI müssen Sie bei dem Programm zudem verzichten.

Mit Moneyplex offeriert der Hersteller Matrica dagegen eine reine Linux-Anwendung. Das Programm kommt in drei Editionen: Die freie, im Funktionsumfang eingeschränkte Basisversion ist Bestandteil von OpenSuse. Anwender der Version 2006 kommen in den Genuss eines kostenlosen Updates, das sich sehr einfach über die integrierte Produktaktualisierung laden und installieren lässt.

Das ist neu

Die Vollversion Moneyplex 2007 schließlich bringt einige Neuheiten mit. So unterstützt das Programm zusätzliche TAN-Verfahren und hilft überdies beim Verwalten von TAN-Listen. Um die Ziffernfolge einer Transaktionsnummer sicher einzugeben, steht jetzt ein spezieller Dialog zur Verfügung: Dieses "Sicherheits-Pad" soll verhindern, dass ein eventuell vorher eingeschleuster Trojaner die Eingabe ausliest. Neben Girokonten, Sparbüchern, Darlehens-, Festgeld- und Bargeldkonten beherrscht Moneyplex neuerdings auch das Führen von HBCI-Kreditkartenkonten.

Die Auswertung von Geldströmen und Transaktionen funktioniert nun auf Wunsch auch über den Drucker. Dabei erstellt Moneyplex eine Übersicht, die aus einem Kreisdiagramm, einer Kategorienliste und einer Buchungsliste besteht. Beim Umstieg von Windows auf Linux können Sie vorhandene Buchungslisten aus anderen Finanzverwaltungsprogrammen gleich mitnehmen. Die Importfunktion von Moneyplex unterstützt unter anderem Quicken, StarMoney und Wiso Homebanking, daneben aber auch eher exotische Formate wie Faktum Privat, SFirm, XCom oder EFix.

Auch die Suchfunktion funktioniert in der Version 2007 besser als früher. Bei der neuen Kombinationssuche können Sie nun Zweck- und Empfängerdaten in einem Zug durchforschen. In die Kategorie "nützlich" fällt die neue Eingabekontrolle: Sie wandelt Umlaute automatisch in "ae", "oe" und "ue" um. Da viele Banken nach wie vor Umlaute nicht unterstützen, sorgt Moneyplex so dafür, dass dennoch alle Zeichen richtig interpretiert und verarbeitet werden. Beim Beenden des Programms erstellt Moneyplex 2007 eine automatische Datensicherung.

Immer die richtige Version

Schon die kostenlose OpenSuse-Edition von Moneyplex bringt alle für das Verwalten eines Girokontos nötige Fähigkeiten mit und unterstützt obendrein auch andere Kontentypen. Das Einrichten eines neuen Kontos fällt leicht: Ein Assistent begleitet Sie dabei Schritt für Schritt.

In den Darreichungsformen "Standard" und "Pro" bietet Moneyplex zusätzliche Funktionen mit, etwa zum Führen von Depots. Verwaltet die "Standard"-Version dabei maximal einen Mandanten, zeigt sich die "Pro"-Variante in dieser Frage mit zweien gleich doppelt so flexibel. Sammelüberweisungen und Lastschriften können Sie dagegen ausschließlich mit der "Business"-Version verwalten. Die bietet zudem einen Skontoassistenten, erweiterte Exportfunktionen sowie die Option, an einem Datenaustauschverfahren [3] teilzunehmen. Das macht elektronisches Verarbeiten von Zahlungsaufträgen (Überweisungen und Lastschriften) im Inland möglich.

Für welche Version Sie sich entscheiden, hängt natürlich nicht zuletzt vom Preis ab: Während Sie die kostenlose Edition nur in OpenSuse finden, kostet die "Standard"-Version 39,90 Euro. Für Moneyplex "Pro" müssen Sie moderate zehn Euro mehr hinblättern. Deutlich tiefer in den Geldbeutel geht der Griff bei der "Business"-Variante: Rund 140 Euro fallen dafür an. Sparen kann, wer bereits im Besitz einer Vorgängerversion von Moneyplex ist: Die Preise für Updates liegen bei knapp 30 Euro ("Standard"), knapp 40 Euro ("Pro") und etwas weniger als 100 Euro ("Business"). Bei Matrica gibt es zudem ein Bundle aus der Windows- und der Linux-Version. Hier liegen die Preise bei 40, 50 und 150 Euro.

Moneyplex-Editionen im Vergleich

Feature OpenSuse Standard Pro
unterstützte HBCI-Versionen 2.01, 2.1, 2.2 2.01, 2.1, 2.2, FinTS 3.0 2.01, 2.1, 2.2, FinTS 3.0
HBCI mit Chipkarte, Diskette, PIN/TAN ja ja ja
iTAN/mTAN nein ja ja
Unterstützung der HBCI-Geldkarte Typ 1 (Sparkasse) ja ja ja
Unterstützung der VR-NetWorld-Chipkarte ja ja ja
sichere PIN-Eingabe an Chipkartenlesern Klasse 2/3 nein ja ja
Schutz der Konten mit einem Passwort nein ja ja
Matrica-Assistent nein nein ja
Kontoarten Girokonto Girokonto und weitere Girokonto und weitere
Anzahl Konten 1 beliebig beliebig
Anzahl Mandanten 1 1 2

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