Home / LinuxUser / 2007 / 07 / Gesprächsbereit

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Gesprächsbereit

aMSN im Test

01.07.2007 Wer viele Bekannte im Windows-Lager hat, kann sich dem MSN-Protokoll kaum entziehen. Kein Problem – genau dafür gibt es aMSN.

Fast jeder Computerbesitzer nutzt mittlerweile zumindest gelegentlich eines der zahlreichen Instant-Messaging-Systeme. Die bieten eine einfache Lösung, um unverbindlich über Landesgrenzen hinweg Kontakte aufzubauen, Dateien zu versenden, Konferenzen abzuhalten und sogar Bilder über eine Webcam auszutauschen. Derzeit mühen sich vor allem ICQ, AIM (AOL), Yahoo, Jabber und MSN (Microsoft Network) um die Gunst der Nutzer.

Früher ging es unter Linux hauptsächlich darum, die noch recht kleine und eher dem IRC zugetane Gemeinde an die unter Windows üblichen Messaging-Protokolle anzubinden. Heute basteln die Entwickler vornehmlich an den Fähigkeiten der einzelnen Clients oder machen diese mit Hilfe von Plugins protokollübergreifend verfügbar, wie etwa Kopete [1] oder Pidgin (ehemals Gaim) [2]. Ein Vertreter dieser Zunft widmet sich jedoch ausschließlich Microsofts hauseigener Lösung MSN: aMSN [3].

Installation

Bevor Sie sich auf eine Installation des aMSN-Client stürzen, steht ein Besuch bei Microsofts Internet-Portal MSN an. Auf der Site von Microsofts entsprechendem Produkt [4] stellen Sie fest, dass man auch in Redmond seine Produkte gern umbenennt und der MSN-Messenger nun Windows Live Messenger heißt.

Zum Glück will das Unternehmen beim Ausfüllen des Anmeldeformulars [5] nicht allzu viel wissen, so dass Sie nach dieser kurzen Prozedur eine so genannte Windows-ID in Form einer Hotmail-Adresse erhalten. Spam-Paranoiker müssen ihre echte E-Mail-Adresse nicht preisgeben, weil MSN auf das Verschicken eines Freischaltcodes verzichtet.

aMSN selbst steht in der Version 0.96 für die großen Plattformen Linux, Windows, Mac OS X und auch FreeBSD als Binary-Päckchen sowie im Quellcode bereit. Die meisten großen Distributionen führen aMSN mittlerweile in ihren Repositories, so dass Sie dieses Programm unkompliziert über den distributionseigenen Paketmanager installieren. Suse-Nutzer richten Gurus Repository [6] als zusätzlich Paketquelle ein, Ubuntu-Anwender schalten das Universe-Repository frei. Auch Nutzer von Fedora und Gentoo bedient die Seite.

Für alle anderen hält die Downloadseite der aMSN-Homepage [3] einen sehr schönen distributionsunabhängigen Installer bereit. Der beschert den Anwendern bereits an dieser Stelle ein altgewohntes Windows-Feeling (Abbildung 1). Sie starten das Skript mittels ./amsn-0.96-2.tcl84.x86.package. Eventuell fehlen noch die Rechte zum Ausführen der Datei, die Ihnen der Befehl chmod u+x amsn-0.96-2.tcl84.x86.package verleiht. Alles andere verläuft selbsterklärend.

Abbildung 1: aMSN liefert zur Installation unter Linux einen grafischen Installer mit.

Erste Kontakte

Ein erster Blick in das frisch gestartete Programmfenster offenbart neben der allgemein als hässlich empfundenen Tcl/Tk-Oberfläche auch Dialogfenster mit unvorteilhaften Proportionen. Teils sehen Sie Button-Texte nicht vollständig, teils müssen Sie Dialogfenster erst einmal per Hand vollständig aufziehen, um hinter deren Sinn zu gelangen (Abbildung 2). Zum Glück erweist aMSN sich als sehr flexibel und erweiterbar, so dass sich Ihre Augen allmählich wieder entspannen.

Beim Anmelden mit Ihrem gerade eingerichteten Benutzernamen gewährt Ihnen das Programm zwei Möglichkeiten: Entweder geben Sie lediglich die Hotmail-Adresse und Ihr dazugehöriges Passwort an, oder Sie erstellen ein Profil. Letzteres bietet die Möglichkeit, mit mehreren Zugängen zu hantieren. Sollten Sie bereits MSN-Nutzer sein, erscheint nun Ihre Buddylist, da Microsoft diese auf seinen Servern speichert. Nach einem Doppelklick auf den Online-Benutzer öffnet sich das Chatfenster. Erhalten Sie eine eingehende Nachricht, informiert Sie im Systembereich der Fußleiste ein kleines Popup-Fenster.

Abbildung 2: Der Anwender braucht schon etwas Zeit, um hinter den Sinn eines solchen Dialogfensters zu kommen. Ziehen Sie es einfach etwas weiter auf!

aMSN lässt sich völlig intuitiv wie ein gewöhnliches Instant-Messaging-Programm bedienen: Das zweiteilige Chat-Fenster hält Icons bereit, die es Ihnen erlauben die Schriftart zu ändern, Emoticons (Smileys) auszuwählen, weitere Personen einzuladen, Dateien zu versenden oder einen Videochat zu starten. Im Hauptfenster klicken Sie auf Ihren Avatar, um den Anwesenheitsstatus zu bestimmen und Einstellungen zu Ihrem Profil zu bearbeiten. Das Briefsymbol befördert Sie direkt auf das Webinterface Ihres E-Mail-Kontos bei Hotmail. Im Kontextmenü des Systembereichs lassen sich einige dieser Einstellungen auch vornehmen und auf Wunsch die Klänge abstellen. Die voreingestellten akustischen Signale fallen bei aMSN übrigens deutlich unaufdringlicher aus als etwa bei Kopete. Weniger positiv wirken sich nicht vollständig übersetzte Menüeinträge auf das Gesamtbild aus.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1028 Hits
Wertung: 171 Punkte (12 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...