Eingestöpselt
Linux-Rechner für VoIP konfigurieren
Bandbreite sparen
Sinkt die Sprachqualität oder reißt gar das Gespräch ab, sollten sowohl der Anrufer als auch der Angerufene prüfen, ob sie die Bandbreite des Internetanschlusses möglicherweise gerade durch andere Anwendungen als VoIP aufzehren. Typische Beispiele: Das Herunterladen großer Dateien oder das Verschicken großer Anhänge per E-Mail.
Findet sich von Bandbreitenkillern auf dem eigenen Rechner und dem des Gesprächspartners keine Spur, sitzt der Übeltäter möglicherweise im gleichen lokalen Netz wie Sie oder Ihr Gesprächspartner. Telefonieren mehrere Personen im selben LAN via Internet, gerät der Upstream einer DSL-Connection leicht zum Flaschenhals. Ein möglicher Ausweg liegt im Verzicht auf Videofunktionen.
Ins Bild gesetzt
Besitzen Sie eine Kamera, und möchten Sie dem Gegenüber ein Bild von sich übermitteln, steht weitere Konfigurationsarbeit ins Haus. Normalerweise steuern Sie Kameras unter Linux mit dem Subsystem Video4Linux [12] an. Das ist je nach Distribution in den Kernel einkompiliert oder liegt als Kernelmodul vor.
Analog zur Audiokonfiguration benötigen Sie noch ein Treibermodul für das jeweilige Kameramodell. Sie stellen leicht fest, ob der Kernel Video4Linux bereits enthält, indem Sie das Verzeichnis /dev/v4l lokalisieren. Darin sollte bei angeschlossener Kamera eine Gerätedatei video oder video0 liegen:
# ls -l /dev/v4l crw-rw—- 1 root video 81, 0 May 17 12:45 video0
Tragen Sie die Benutzer, die die Webcam nutzen dürfen, in die entsprechende Gruppe video ein. Beim Anschließen der Kamera sollten Sie in den Systemmeldungen einen entsprechenden Eintrag sehen (Listing 3). Überzeugen Sie sich mit einem Programm wie Xawtv [13] davon, dass die Webcam richtig funktioniert; erst dann stellen Sie sie im VoIP-Client ein.
# dmesg | tail … usb 1-1.1.4: new full speed USB device using ehci_hcd and address 48 usb 1-1.1.4: configuration #1 chosen from 1 choice … USB SPCA5XX camera found.(ZC3XX) …
In Ekiga konfigurieren Sie die Kamera in den Einstellungen unter Geräte | Videogeräte (Abbildung 5). Wählen Sie als Video-Plugin V4L2 oder V4L (das hängt vom Treibermodul ab, probieren Sie es aus). Nach einem Klick auf die Schaltfläche Geräte suchen wählen Sie Ihre Hardware aus der Liste Aufnahmegerät. Die Auswahl Format stellen Sie am besten auf Automatisch oder PAL.



